Neuer Gäste-Rekord: Was Braunlage für Urlauber so attraktiv macht
Mit Untersetzern, Visitenkarten und Bannern im neuen farbigen Design will Braunlage frische und farbige Akzente setzen. Foto: Nachtweyh
Mit 1,437 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 knackt Braunlage inklusive der Ortsteile St. Andreasberg und Hohegeiß seinen eigenen Rekord von 2022. Was steckt dahinter?
Braunlage. Mit mehr als 1,437 Millionen Übernachtungen bilanziert Cathleen Hensel, Geschäftsführerin der Braunlage Tourismus Marketing GmbH (BTMG), das stärkste Tourismus-Jahr für die gemeinsame Vermarktung von Braunlage, St. Andreasberg und Hohegeiß. Der bisherige Rekord aus dem Nach-Corona-Jahr 2022 konnte nochmals übertroffen werden. Vor vier Jahren hatte der boomende Deutschland-Tourismus der Stadt bereits über 1,41 Millionen Übernachtungen beschert – mehr als vor der Pandemie.
Dieses Plus in der Statistik von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr habe viele Gründe und viele Väter, betont Cathleen Hensel. Heißt: „Es gibt viele, die zu diesem Erfolg beigetragen haben“, sagt die BTMG-Chefin. Ein Aspekt, den auch Bürgermeister Wolfgang Langer hervorheben möchte, er richtet seinen Dank an die touristischen Leistungsträger in allen drei Orten, an Ehrenamtliche, aber vor allem auch an diejenigen, die am Wurmberg, am Matthias-Schmidt-Berg und Am Brand mit teils großem Aufwand ein touristisches Angebot vorhalten. Ohne das Engagement so vieler unterschiedlicher Akteure wäre ein solch breit aufgestelltes Angebot für Urlauber und Tagesgäste nicht möglich, unterstreichen Hensel und Langer unisono.Mehr Übernachtungen
Tourismus-Chefs freuen sich über gute Zahlen für Braunlage
Niedersachsen sind vorn
Woher kommen die Touristen? Die allermeisten aus Deutschland und von den Deutschen machen vor allem die Niedersachsen Urlaub in Braunlage, St. Andreasberg und Hohegeiß. Bei den ausländischen Touristen lagen die Dänen vor den Niederländern. Eine Entwicklung, der man demnächst auch mit Stadtführungen auf Dänisch Rechnung tragen will, kündigt Cathleen Hensel an. Die durchschnittliche Verweildauer ist mit 4,3 Tagen in St. Andreasberg am längsten (Hohegeiß 3,9 Tage, Braunlage 3,6 Tage), was auch damit zusammenhängen kann, dass es in der Bergstadt weitaus mehr Ferienwohnungen als Hotels oder Pensionen gibt, erklärt der Bürgermeister.Thema beim Neujahrsempfang
Heftige Kritik: „Oberharz soll nicht nur auf den Tourismus setzen“
Die meisten Gästebetten gibt es (laut Meldungen durch die Vermieter) in Braunlage (7254), gefolgt von St. Andreasberg (3589) und Hohegeiß (1539). An der Gesamtkapazität der Unterkünfte hätte sich in den zurückliegenden Jahren gar nicht so viel geändert, wohl aber an deren durchschnittlicher Qualität, sagt Hensel. Investitionen in die Ferienvermietung hätten explizit in Braunlage stark zugenommen, bestätigt BTMG- Aufsichtsrat Albert Baumann, was wiederrum auch eine deutliche Verbesserung des Stadtbildes zur Folge habe.
Herbst und Sommer
Die beliebtesten Reisemonate waren im Vorjahr der Oktober mit 175.553 Übernachtungen, dahinter lagen August (164.671) und Juli (145.000). Ein Ranking, das noch vor zehn Jahren so undenkbar gewesen wäre, merkt Albert Baumann an. Doch die Zeiten, in denen der Winter dem Sommer den Rang abgelaufen hat, sind längst vorbei. Die rechtzeitige Umstrukturierung zu einer Destination für das ganze Jahr, zahle sich jetzt aus, so Bürgermeister Langer. Eine Entwicklung, die sich nicht nur für die Vermieter lohnt, sondern etwa auch bei den Besucherzahlen im Eisstadion bemerkbar gemacht habe, fügt Dirk Becker, Geschäftsführer der Braunlage Tourismus GmbH (BTG) hinzu.
Der überdachte Wintermarkt auf der Neuen Mitte in Braunlage ist als Gemeinschaftsaktion vieler Akteure ein voller Erfolg. Foto: Archiv/Eggers
Übernachtungszahlen, Gästeankünfte
So viele Besucher hatten Goslar und Hahnenklee im Jahr 2025
Das Level halten
Ausruhen wolle man sich auf den touristischen Erfolgen keineswegs, sind sich Cathleen Hensel, Wolfgang Langer, Dirk Becker und Albert Baumann einig. Aber es gehe jetzt auch nicht um immer neue Rekorde. „Wichtig ist, das alles mitwächst“, meint der Bürgermeister. Für die nächsten Jahre das erreichte Level zu halten, sei das Ziel, ergänzt Cathleen Hensel. Ungeachtet dessen gebe es in allen drei Ortsteilen noch touristische „Baustellen“, an denen gearbeitet werden muss. Umso wichtiger sei das gemeinsame Agieren verschiedener Akteure für ein gutes Ergebnis, findet Hensel und führt den überdachten Wintermarkt auf der neuen Mitte als gutes Beispiel an: „Das war gut für den ganzen Ort und damit wollen wir weitermachen“.
Zahl der Übernachtungen
2016: 1.208.378
2017: 1.279.892
2018: 1.315.939
2019: 1.378.486
2020: 1.116.015
2021: 993.278
2022: 1.410.069
2023: 1.405.605
2024: 1.392.270
2025: 1.437.490
Copyright © 2026 Goslarsche Zeitung | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.