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Tauwetter bremst Wintersportler aus

GZ Plus IconSkifahren im Harz: Wo geht noch was?

Schneebedeckter Hang mit Skilift, mehreren Skifahrern und kahlen Bäumen unter bewölktem Himmel.

Skifahren am Wurmberg ist möglich, aber an einigen anderen Pisten im Harz fehlt der Schnee. Foto: Eggers

Tauwetter, schmelzender Schnee – einige Pisten sind an diesem Wochenende nicht mehr nutzbar. Doch noch gibt es Möglichkeiten für Skifahrer – und für Sommer-Rodler.

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Von Petra Hartmann
Samstag, 17.01.2026, 04:00 Uhr

Harz. Wie wird das Ski-Wochenende im Harz? Das Tauwetter macht sich auf vielen Pisten bemerkbar, aber an einigen Orten ist Skifahren und Rodeln noch möglich.

Wie läuft es am Wurmberg – und fährt die Seilbahn? Betriebsleiter Fabian Brockschmidt blickte am Freitagvormittag noch mit Sorge auf die Pisten. Ob und wie die Flächen, an denen der Schnee zurückgegangen ist, aufgebessert werden können, sollte sich erst am späten Nachmittag entscheiden. „Die Pisten sind sehr scharf, harsch und glatt“, sagte er. Fest stand bereits die Entscheidung, am Hexenritt Ski und Rodeln möglich zu machen. Und: „Wir werden auf jeden Fall die Wurmberg-Seilbahn fahren lassen“, kündigte Brockschmidt an. So können Touristen am Wochenende auf den Berg kommen und die schöne Landschaft genießen. Am Spätnachmittag dann die Entscheidung: Das Team wird am Samstagmorgen alles versuchen, um das Hexenritt-Gebiet „noch in Gang zu kriegen, sodass wir dort Skifahren und alles anbieten können“, so Brockschmidt.

Betrieb eingestellt

Nein, am Matthias-Schmidt-Berg gibt es an diesem Wochenende keine rasanten Abfahrten im Schnee: „Wir haben uns entschieden, den Betrieb einzustellen“, sagte Betriebsleiter Karsten Otto von den Alberti-Lift-Betrieben. Schuld ist das Tauwetter. Das Gelände sehe zwar noch „gut“ aus, aber der Schnee sei schon teilweise aufgebrochen und sehr weich. Er könne es nicht verantworten, dort Menschen Ski fahren zu lassen, sagt Otto.

Am Sonnenberg ist zumindest am Samstag der Ski-Spaß sicher: „Wir machen auf jeden Fall auf“, kündigt Betreiber Oliver Schmidt an. Geplant ist, dass alle drei Lifte geöffnet werden. Die Entscheidung soll allerdings erst so spät wie möglich getroffen werden, erklärt Schmidt, erst in den späten Abendstunden am Freitag. Auf jeden Fall sollen der Lift am Haupthang und der Übungslift fahren. Ob der Lift an der Straße in Betrieb genommen wird, ist noch offen. Am Donnerstag habe es jedenfalls noch ausreichend Schnee gegeben, inzwischen sei das Tauwetter aber deutlich zu spüren.

30 Zentimeter Schnee

Auf der Skiwiese am Rathaus in Braunlage ist der Winter noch so, wie er sein soll: „Wir haben 30 Zentimeter Schnee auf der Piste“, freut sich Betreiber Sascha Schulze. Um 10 Uhr wird der Skilift am Samstag in Betrieb gehen. Und ab 18 Uhr sind Nacht-Rodeln und Nacht-Ski angesagt. Schluss wird gegen 21 Uhr sein.

Aus Hohegeiß meldet Thomas Rust, Betreiber des Skizentrums am Brand: „Es geht nicht mehr.“ Skifahren ist dort nicht möglich. Aber es gibt einen kleinen Trost: „Wir machen dafür in Braunlage den Hasselkopf-Rodellift auf.“ Der Lift fährt am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr.

Allwetter-Rodeln geht immer

Heiko Rataj, Chef des Erlebnisbocksbergs in Hahnenklee, hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, dass Rodeln auf seinem Gelände in jedem Fall möglich sein werde: „Am Hahnenkleer Bocksberg öffnen die Allwetter-Rodelbahnen, wenn der Schnee weg ist“, hatte er beschlossen. Ein Fall, der nun eingetreten ist: „Die Kabinenbahn, die Sommerrodelbahnen Bocksbergbob und Drachenblitz und die Bocksberghütte sind heute für euch geöffnet“, verkündet das Unternehmen auf seiner Internetseite. Aufgrund des Tauwetters sei kein Skibetrieb mehr möglich, die Besucher könnten nur noch rodeln. Die Schneekanonen sind nicht aktiv.

Etwas ganz Großes aus Schnee soll trotz des Tauwetters auf jeden Fall in Hahnenklee entstehen: Lydia Böttcher und ihr Team vom Campingplatz Kreuzeck wollen auf ihrem Gelände den größten Schneemann Norddeutschlands errichten. Schnee als Baumaterial ist schon zusammengeschoben, und die Helfer sind bereits damit beschäftigt, einen riesigen Schal für den weißen Giganten zu stricken. Gebaut wird am Samstag von 10 bis 18 Uhr.

Zwei Skifahrer auf einer schneebedeckten Piste mit Sessellift und bewaldetem Hügel im Hintergrund.

Abfahrt am Wurmberg: Einige unverdrossene Skifahrer ließen sich gestern vom Tauwetter nicht abschrecken. Foto: Eggers

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