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Eröffnung im März

GZ Plus Icon„Rodizio“ im Harz: Vier Betreiber haben im Restaurant das Sagen

Zwei Männer stehen in einer Halle.

Die künftigen Betreiber Frederick Schäfer (l.) und Petar Petric nehmen die ehemalige Fahrzeughalle unter die Lupe, in der das „Rodizio“-Restaurant entstehen soll. Foto: Eggers

Ganz vorsichtig will das „Rodizio“ im März mit seiner Filiale in Braunlage starten. Die vier Betreiber verzichten zunächst auf Wintergarten und Rooftop-Bar.

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Von Michael Eggers
Dienstag, 06.01.2026, 19:45 Uhr

Braunlage. Das Restaurant „Rodizio“ will brasilianisches Lebensgefühl mit besonderem Fleisch in den Harz bringen. Dort, wo früher die Feuerwehrautos mit Blaulicht gestartet sind, entsteht gerade eine Gaststätte. Die Eröffnung ist für den 13. März geplant. Der Umbau der Fahrzeughalle ist im vollen Gang. Unter anderem sind bereits die neuen Fenster eingesetzt.

Der Begriff „Rodizio“ ist dabei nicht geschützt. Wer eine große Restaurant-Kette hinter dieser Marke vermutet, der irrt. „Rodizio ist wie Pizzeria ein Name, den sich jede Gaststätte geben kann“, sagt Frederick Schäfer. Er will das Restaurant zusammen mit Petar Petric, Marek Triene und Florian Verfürth in der ehemaligen Feuerwache in Braunlage betreiben.

Mit Petar Petric ist Frederick Schäfer bereits zusammen in Egelsbach bei Frankfurt mit einem „Rodizio“ unternehmerisch tätig, zudem besitzt er allein das „Rodizio“ in Langenhagen bei Hannover.

Beim Fußball kennengelernt

Weil Frederick Schäfer ein Fan des Fußballvereins „Hannover 96“ ist, habe er Marek Triene und Florian Verfürth kennengelernt, die gemeinsamen Eigentümer der alten Feuerwache. „Wir haben uns im VIP-Bereich getroffen“, berichtet er. Dann sei er von beiden angesprochen worden, ob er nicht auch in Braunlage ein Restaurant eröffnen wolle.

Schäfer, der mittlerweile in Namibia lebt, aber auch regelmäßig in seiner Heimatstadt Hannover ist, schaute sich die Immobilie an, die Marek Triene und Florian Verfürth vor Jahren von der Stadt Braunlage ersteigert hatten, und sagte schließlich zu. Allerdings wollte er das „Rodizio“ im Harz nicht allein betreiben. Sein Partner in Egelsbach, Petar Petric, sowie die beiden Eigentümer Triene und Verfürth seien mit an Bord.

Das Foto zeigt die tiefverschneite ehemalige Feuerwache in Braunlage mit zwei Containern davor.

In der ehemaligen Fahrzeughalle im Anbau des alten Feuerwehrhauses soll das Restaurant „Rodizio“ in Braunlage eröffnen. Foto: Eggers

Mittlerweile ist der Boden in der ehemaligen Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses neu gestaltet und Petar Petric und Frederick Schäfer sind nach einer ersten Besichtigung begeistert von dem Ergebnis. Bei dieser Besichtigung fällt auf, dass die ehemalige Werkstattgrube der Halle nach wie vor nur mit Holzbohlen abgedeckt ist. Und das mit gutem Grund: „Wir wollen kein Fassbier ausschenken, sondern das Bier kommt bei uns direkt aus einem 1000-Liter-Tank“, erklärt Schäfer.

Der Investor betont, dass Bier aus dem Tank noch besser schmecke als vom Fass. „Wir haben uns deshalb dafür entschieden“, erklärt der 45-Jährige. Dabei sollen gleich zwei 1000-Liter-Tanks angeschafft werden. „Wir haben uns für Warsteiner als Biermarke entschieden“, berichtet Schäfer weiter. Und Petric ergänzt, dass die Tanks beleuchtet werden sollen, um so für ein besonderes Ambiente zu sorgen.

Sowohl Frederick Schäfer als auch der 34-jährige Petar Petric unterstreichen, dass sie zum Start erst einmal vorsichtig agieren wollen. Zwar soll zur Warmen Bode hin eine Terrasse entstehen, mit dem ursprünglich geplanten Bau eines Wintergartens oder der Nutzung der geplanten Rooftop-Bar oberhalb des Durchgangs zum Kurpark und der Terrasse zur Marktstraße hin, an der mehr als 100 Plätze entstehen könnten, warten sie erst einmal ab. „Wenn es läuft, entscheiden wir aber schnell“, betonen sie.

Fleisch am Tisch aufschneiden

Die vier Investoren wollen erst einmal mit zwölf Mitarbeitern starten. Die Eröffnung ist für den 13. März vorgesehen. Das Konzept sieht vor, dass der Gast einmalig (derzeit) 37,50 Euro zahlt, und dann so viel essen kann, wie er möchte (enthalten sei dabei auch ein abwechslungsreiches Buffet mit Vorspeisen und Beilagen). Dabei werde die traditionelle brasilianische Art des Servierens von gegrilltem Fleisch (Churrasco) gepflegt. Die Kellner (Cortadores) gehen dann mit großen Spießen verschiedener Fleischsorten (Rind, Huhn oder Lamm) von Tisch zu Tisch. Sie schneiden das Fleisch dann direkt am Gast auf.

Schäfer und Petric betonen, es sei bei ihnen nicht so, dass zunächst reichlich Würstchen serviert werden, damit der Gast satt werde und dann kein hochwertiges und teures Filetfleisch mehr esse. „Wenn ein Fleisch fertig gegrillt ist, gehen unsere Cortadores von Tisch zu Tisch, egal, um was für Fleisch es sich handelt“, sagt Schäfer. Das portugiesische Wort Rodizio bedeutet Drehung und soll die Rotation des Fleisches über dem Feuer beschreiben.

Rodizio-Restaurants gibt es beispielsweise auch in Hamburg oder Braunschweig. Diese hängen aber nicht mit Frederick Schäfer oder Petar Petric zusammen, sondern sind eigenständig, auch wenn sie ein ähnliches Konzept haben.

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