Aufs Navi gehört und im Oberharzer Tiefschnee festgefahren
Die Feuerwehr Braunlage muss eine Autofahrerin befreien, die sich im Schnee auf dem Glashüttenweg am Wurmberg festgefahren hat. Den Weg soll ihr das Navi angezeigt haben. Foto: Feuerwehr
Das Navi hat ihr die Strecke über einen Waldweg angezeigt, deshalb fuhr sich eine Frau im Tiefschnee fest und musste befreit werden. Warum passiert das immer wieder?
Braunlage. Die Frau aus Peine war am Hexenritt Skilaufen, wollte mit ihrem Wagen in Richtung Bad Harzburg fahren und fragte ihr Navigationsgerät nach dem Weg. Das zeigte ihr die Strecke über den Glashüttenweg. Sie nutzte den tiefverschneiten Wanderweg, fuhr sich fest und musste von der Feuerwehr befreit werden.
Sieht zwar nicht tief aus, aber dennoch hat sich die Frau auf diesem Waldweg festgefahren. Foto: Feuerwehr

Seit der Poller auf der Straße zum Wurmberg steht, gibt es keine Probleme mehr mit Autofahrern, denen vom Navi über diese Straße der Weg zum Hexenritt angezeigt wird. Foto: Eggers
Vor fünf Jahren mehr Fälle
Die Polizei wollte helfen, und fuhr sich ebenfalls fest (die GZ berichtete). Beide mussten von den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Braunlage aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Doch warum passiert das immer wieder, und das nicht nur in Braunlage? Vor einem Jahr beispielsweise sorgte ein 54-jähriger Paketfahrer bundesweit für Schlagzeilen, weil er mit seinem Lieferwagen fast in den Edersee gefahren wäre und an einem Abhang feststeckte.

Schild schlägt Navi: Auf diese kurze Formel bringt es Förster Harald Laubner. Wenn ein Verkehrszeichen die Durchfahrt verbietet, darf auch nicht durchgefahren werden, wenn das Navi es anzeigt. Foto: Eggers

Vor fünf Jahren waren auf der Straße zum Wurmberg so viele „fehlgeleitete“ Autofahrer unterwegs, dass die Behörden auf Schildern davor warnten. Foto: Eggers
Antrag beim Landkreis
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Strafen ab 50 Euro aufwärts
„Wir haben dann auf der Straße einen Poller installiert, sodass die Verkehrsteilnehmer nicht mehr einfach so zum Wurmberg hinauf fahren konnten, und seit dem ist Ruhe“, berichtet Harald Laubner. Hinter den Brockenwegschanzen ist seitdem Schluss, wer weiter fahren möchte, beispielsweise Versorgungsfahrzeuge für die Gastronomie auf dem Wurmberg, benötigt einen Code, damit der Poller im Boden versinkt.
Polizei und Förster Laubner betonen aber in diesem Zusammenhang: „Schild schlägt Navi.“ Wenn ein Verkehrszeichen die Durchfahrt verbietet, darf auch nicht durchgefahren werden, selbst wenn das Navi es anzeigt. Und wer dennoch in den Waldweg hineinfährt, müsse mit Strafen von 50 Euro an rechnen.
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