Der GZ-Schweinchenverkauf läuft in Goslar auf Hochtouren
In der GZ-Geschäftsstelle haben sich die Schornsteinfeger für den Verkauf formiert. Foto: Roß
Am gesamten Silvestermorgen wurden die GZ-Glücksschweinchen im Goslarer Stadtgebiet für den guten Zweck verkauft. Wo waren die Menschen am spendabelsten?
Goslar. Es riecht nach Schnee in Jerstedt. Darum entschließt sich das Verkaufsteam der GZ-Glücksschweinchen um Claudia Kreisel, Maik Jankowsky, Claus Roschanski, Dirk Öhne und Christian Rehse, die Tore der Feuerwache schon 15 Minuten vor Verkaufsbeginn zu öffnen.
Warten seit 6 Uhr
Schließlich stehen die ersten in der Reihe schon seit 6 Uhr morgens in der Kälte – und ohne Licht.

Der Vorteil beim Verkauf in Jerstedt: Wer früh kommt, kann die letzten Minuten bis zum Verkauf im Warmen warten. Foto: Roß
Die Halle füllt sich, die Schweinchenjäger formieren sich um die Bierzeltgarnitur.
Dort liegen sie, die Objekte der Begierde. 1100 GZ-Glücksschweinchen in Haufen zu zehn Stück sortiert und bereit für ihre Reise.
GZ-Glücksschweinchenverkauf in Goslar
Kleine Talismane vom Schornsteinfeger
Auch Schornsteinfeger Pascal Eckhard gesellt sich zu den Verkäufern und garniert den Tresen noch mit kleinen Talismanen und Glücksmünzen. Es kann losgehen. Der Startschuss für den Verkauf fällt dann pünktlich um 8 Uhr.

Beim Schweinchenverkauf in der Jerstedter Feuerwache sind schnelle Kopfrechenkünste gefragt. Foto: Roß
Wenig später fallen auch die ersten Schneeflocken vom Goslarer Silvesterhimmel. Während die Verkaufsschlange in Jerstedt immer kürzer wird, wächst die Zahl der Wartenden vor dem GZ-Pressehaus in der Altstadt von Minute zu Minute.
Stundenlanges Warten hat Tradition
Für viele ist es Tradition, stundenlang vor der Geschäftsstelle zu verharren, bis sich um 9 Uhr die Türen öffnen.
Hier geht es ordentlich zur Sache.

Jedes Jahr verstecken sich auch ein paar Schornsteinfeger zwischen den GZ-Glücksschweinchen. Foto: Roß
Die rosa Glücksbringer wandern in Windeseile über den Verkaufstisch – mal zehn, mal 20, mal 39 Stück auf einmal. Nur die letzten paar Dutzend der insgesamt 2400 GZ-Glücksschweinchen in der Geschäftsstelle gehen eher kleckerweise weg.

Im Pressehaus herrscht wie jedes Jahr zum Verkaufsstart um 9 Uhr hoher Andrang. Foto: Roß
Der Rest landet in den Körben für den anschließenden Straßenverkauf in der Fußgängerzone.

Beim Verkauf in der Fußgängerzone gehen noch reichlich Schweinchen weg. Foto: Roß
Auch dort ist die Nachfrage überraschend groß, trotz des Schneegestöbers. Wer für sein GZ-Schweinchen extra aufsteht, nimmt eben viel in Kauf.

In Vienenburg bildet sich die typische GZ-Schweinchen-Traube vor der Bäckerei Stübig. Foto: Hohaus
In Vienenburg vor der Bäckerei Stübig (vormals Hundertmark) an der Friedrich-Rese-Straße verkaufen Hans-Joachim Bienert, Michael Deike und Monika Hoppstock ihre 300 GZ-Glücksschweinchen in wenigen Minuten.
In Vienenburg reichen die Schweinchen nicht
Unterstützt wird die Aktion in Vienenburg durch Schornsteinfegermeister Marc Rogoß und seiner Ehefrau Kathrin. In Vienenburg reichen die Glücksschweinchen nicht aus, um alle Käuferwünsche zu erfüllen. Auch andere Ortsteile melden beeindruckende Verkaufszahlen: Lochtum und Hahndorf etwa sind binnen Minuten ausverkauft. Rückläufer gibt es hingegen aus Ohlhof, Jerstedt und Jürgenohl.

Vor dem GZ-Pressehaus werden Wunderkerzen gezündet, um die Wartezeit bis zum Verkaufsstart zu verkürzen. Foto: Epping
Insgesamt kommen an den Goslarer Verkaufsstellen fast 40.000 Euro für die GZ-Spendenaktion zusammen. Im gesamten Verbreitungsgebiet sind es 73.000 Euro. 15.000 Euro entfallen dabei alleine aufs Pressehaus mit 8700 Glücksbringern, wobei darunter auch Mitarbeiter- und Firmenbestellungen fallen, die nicht in den freien Verkauf gehen.
Meister Umsatz in Jürgenohl
Der umsatzstärkste Außenverkauf findet mit 4300 Euro erneut in Jürgenohl statt, auch wenn die Zahlen leicht rückläufig sind.
GZ-Chefredakteur Jörg Kleine und Newsdesk-Leiterin Lisa Kasemir versorgen die Wartenden am Pressehaus mit Tee und Keksen. Foto: Epping
In Ohlhof sind es knapp 3900 Euro. Oker erzielt bei angebotenen 800 GZ-Schweinchen stolze 1686 Euro, also im Durchschnitt 2,11 pro Glücksbringer. Getoppt wird das nur noch durch den Straßenverkauf vor der Parfümerie Peter.

Am Okeraner Hundemarkt herrscht wie üblich ein starker Andrang. Foto: Epping
Dort bringen 800 Schweinchen noch einmal 1920 Euro in die Kasse, einen Durchschnittswert von 2,40 Euro – das ist eine Liga mit den Clausthal-Zellerfeldern, die in der Regel beim Pro-Schwein-Umsatz jedes Jahr die Nase vorn haben. Dieses Mal liegen die Oberharzer bei 2,37 Euro pro GZ-Glücksbringer.

Schornsteinfeger Werner Miehe zeigt sein persönliches Glücksschweinchen, das er beim Verkauf geschenkt bekommen hat. Foto: Roß

Das Hahnenkleer Verkaufsteam wärmt sich bei einem gemeinsamen Kaffee auf. Foto: Privat

La-Ola in Jürgenohl: Am kalten Silvestermorgen muss man schauen, wie man sich in der Schweinchenschlange warm hält. Foto: Epping
Spendenaktion im Landkreis Goslar
73.000 Euro: GZ-Glücksschweine mit neuem Spitzenwert
Glücksschweinchen
Spendenaufkommen bei GZ-Aktion in Braunlage so hoch wie noch nie
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