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Renovierung abgeschlossen

GZ Plus IconKosten für die Bahnmauer-Sanierung in Goslar bleiben noch geheim

Zu sehen ist ein Maschendrahtzaun am Wegesrand mit zwei Kirchtürmen und Bergen im Hintergrund.

Die Sanierung der historischen Bahnmauer ist abgeschlossen, der Zaun steht, der Grünstreifen ist angelegt. Wie viel die Stadt dafür bezahlen muss, ist aber noch unklar. Foto: Heine

Die Stadt Goslar prüft seit Monaten die Abschlussrechnung für die Sanierung der Feldmauer am Köppelsbleek. Die Kosten dürften locker die Millionengrenze knacken.

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Von Hendrik Roß
Freitag, 28.11.2025, 18:00 Uhr
Der Bauzaun ist schon länger weg, dafür hängt jetzt Maschendraht am Geländer. Ein Grünstreifen entlang der Promenade ist auch angelegt. Doch so richtig beendet ist die Sanierung der Feldmauer entlang der Bahngleise am Köppelsbleek noch immer nicht.

Zumindest rückt die Stadt noch nicht mit der Sprache heraus, was sie das Ganze kosten wird. „Die Schlussrechnung liegt vor und wird gerade geprüft. Genaue Zahlen können wir deshalb erst in Kürze sagen“, verkündet Stadtsprecherin Daniela Siegl.

Eine ziemlich intensive Prüfung

Dabei muss es sich um eine ziemlich intensive Prüfung handeln. Ende Mai hatte die Stadtverwaltung bereits kundgetan, dass die Abschlussrechnung „kurzfristig“ im Rathaus angekommen sei. Seitdem wird sie geprüft.

Dass unterm Strich ein siebenstelliger Betrag herauskommen wird, den die Stadt Goslar zahlen muss, ist aber so gut wie sicher. Die Deutsche Bahn, die als Eigentümerin für die Mauersanierung verantwortlich war, hatte im Jahr 2021 eine Kalkulation vorgelegt, nach der für die Instandsetzung der rund 300 Meter langen Feldmauer etwa 3,7 Millionen Euro aufgebracht werden müssen. Aufgrund einer vertraglichen Regelung aus dem Jahr 1981 ist die Stadt Goslar verpflichtet, die Hälfte der Baukosten zu übernehmen.

Seit Ende 2023 wird nicht mehr gebaut

Gebaut wird übrigens schon seit Ende 2023 nicht mehr an der historischen Mauer. Es folgte eine lange Bauzaun-Phase, die sich bis spät ins laufende Jahr hinzog. Mehrfach klappte die Absperrung wegen Sturms um, trotzdem blieb sie lange aus Sicherheitsgründen an Ort und Stelle. Wofür es nicht nur Verständnis gab: „Der hässliche Bauzaun und die dahinter wild sprießende Spontanvegetation trüben aber diese Aussicht – und das über ein Jahr nach Fertigstellung der Mauersanierung“, kritisierte etwa Bürgerlisten-Ratsherr Henning Wehrmann vor wenigen Monaten.

Klärungsbedarf mit der Bahn

Die Stadtverwaltung hatte erklärt, dass die Ausschreibungen für geplante Pflanzungen an der Stelle krankheitsbedingt, nicht rechtzeitig herausgegangen seien. Außerdem habe es da auch schon Klärungsbedarf mit der Bahn gegeben.

Das ist nun offensichtlich erledigt, der Bauzaun ist weg. Zur zukünftigen Pflege der dortigen Vegetation erklärt Stadtsprecherin Siegl: „Die Rasensoden auf der Mauer müssen in der dortigen, eher trockenen Situation vermutlich nur einmal im Jahr gemäht werden, um Verbuschung zu verhindern – zum dauerhaften Schutz der Mauerkrone sollen sich dort aber die Gräser dicht verwurzeln.“ Nötige Arbeiten müssten dann mit einer Motorsense oder einem Freischneider ausgeführt werden.

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