Ins Eis eingebrochen: Feuerwehr rettet Person aus Liebenburger Teich
Am Dienstagabend rückte der Zug 50 der Liebenburger Feuerwehr aus. Foto: Leifeld
Eine Person bricht in die Eisfläche eines Teiches in Liebenburg ein. Wie die Feuerwehr des Ortes den Einsatz meistert und was dabei geübt wurde.
Liebenburg. „Menschenleben in Gefahr“ hieß es am Dienstagabend für die Einsatzkräfte der Liebenburger Feuerwehr. Eine Person war in die Eisfläche eines Teiches an der Poststraße eingebrochen – für sie zählte jede Minute.
Gegen 19.15 Uhr ertönten die Funkmeldeempfänger, und auch die Sirenen über den Dächern der Ortschaft heulten auf. Sie alarmierten den Zug 50 der Liebenburger Stützpunktfeuerwehr. Einsatzleiter war Björn Damke.
Nach einer kurzen Erkundung konnte die eingebrochene Person mithilfe einer Steckleiter und eines Schlauchbootes aus dem Teich gerettet werden. Die Rettung dauerte lediglich 15 Minuten – eine hervorragende Zeit, wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Björn Berkefeld betonte. Dadurch habe der Gerettete trotz des eiskalten Wassers sehr gute Überlebenschancen gehabt.
Keine zweite Person im Teich
Die anschließende Suche nach einer möglicherweise zweiten Person im Wasser verlief negativ.

Auch ein rotes Rettungsboot der Feuerwehr kommt zum Einsatz. Foto: Leifeld
Die Liebenburger Feuerwehrkameraden Florian Kröhl und Felix Mezian, die in die Rollen des unglücklichen Eiswanderers schlüpften, hatten die Alarmübung ausgearbeitet. Da ausschließlich der Zug 50 ausrückte, war die Alarmierung weiterer Feuerwehren nicht erforderlich. Insgesamt waren 26 Feuerwehrkräfte sowie sechs Sanitäter des DRK Liebenburg binnen weniger Minuten an der Einsatzstelle.
Für die Einsatzkräfte handelte es sich um die erste Alarmübung im Jahr 2026.
So wird der Körper wieder erwärmt
„Der aus dem eisigen Wasser Gerettete muss von der nassen Kleidung befreit und sein Körper langsam erwärmt werden. Am besten mit warmen Decken“, erklärte die 1. Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Liebenburg, Aneka Gleis. Eine Faustformel besagt, dass die Körpertemperatur um etwa 1,5 Grad Celsius pro Stunde angehoben werden sollte. Hektische Bewegungen, insbesondere der unterkühlten Arme und Beine, seien unbedingt zu vermeiden. Diese könnten für die vermeintlich gerettete Person tödlich sein, wenn kaltes Blut schlagartig das Herz erreiche.
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