Welche Pläne gibt es für das leerstehende Rathaus in St. Andreasberg?
Das ehemalige Rathaus an der Dr.-Willi-Bergmann-Straße in St. Andreasberg steht schon länger zum Verkauf. Jetzt soll ein Projektbüro Ideen entwickeln. Foto: Jung
Ein Projektbüro für „schwierige Immobilien“ soll Pläne fürs ehemalige Rathaus in St. Andreasberg entwerfen, das bisher niemand kaufen wollte. Diese Ideen gibt es bereits.
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Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Goslar (Wirego) hatte die beiden Projektentwickler, die ihren Firmensitz in Wittenberge haben, während der Real-Estate-Messe in Hannover im vorigen Frühjahr auf das leerstehende Rathaus in St. Andreasberg aufmerksam gemacht. Nach einer Besichtigung des Objekts im Sommer und weiteren Gesprächen bot die Firma der Stadt an, über eine sogenannte Anhandgabe ein Projekt für das Gebäude-Ensemble zu entwickeln. Das heißt, die Entwickler entwerfen Pläne, mit denen dann Investoren für das Vorhaben gesucht werden. „Mit einer Anhandgabe können wir als Stadt nicht so viel falsch machen“, sagte Bürgermeister Wolfgang Langer am Montag, zumal sich die Veräußerung des Gebäudes bisher als sehr schwierig erwiesen habe.
Eckhaus einbeziehen
Welche Ideen haben Oliver Pleiner und Sebastian Langosch fürs alte Rathaus? Zwölf Ferienwohnungen könnten im ehemaligen Verwaltungssitz entstehen, wenn auch das Dachgeschoss ausgebaut werden kann. Die Rathausscheune soll verstärkt gastronomisch genutzt werden, auch das angrenzende gelbe Eckhaus möchten die Planer für Gastronomie oder Wellness ins Ensemble integrieren.Neues Rahmenprogramm für Ausstellung
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Für Veranstaltungen wie die Nationalpark-Ausstellung „Natur-Mensch“ soll die Rathausscheune bis Jahresende weiter genutzt werden können. Foto: Archiv/Schlegel
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Unter Denkmalschutz
Aller Skepsis zum Trotz wurde die Beschlussvorlage am Ende einstimmig befürwortet: Der Rat der Stadt soll nächste Woche den Anhandgabevertrag mit der Firma Triaos unter den genannten Bedingungen beschließen. Die Politik war sich einig: Ehe das unter Denkmalschutz stehende Rathausgebäude mitten im Ort zusehends verfällt, könnte man auf diesem Wege zumindest nach einer tragfähigen, nachhaltigen Nutzung für das Objekt suchen.
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