Braunlager wollen den Haushalt erst im März beraten
2,9 Millionen Euro sollen in diesem Jahr im Haushalt für die Außengestaltung der Grube Samson eingestellt werden. Foto: Nachtweyh
Die Stadt Braunlage will die öffentlichen Haushaltsberatungen in den März schieben, hat sie jetzt mitgeteilt. Die finanzielle Lage ist seit Jahrzehnten angespannt.
Braunlage. Eigentlich hatte die Stadt für den 26. Februar eine Ratssitzung geplant, in der auch der Doppelhaushalt für 2026 und 2027 verabschiedet werden sollte. Doch noch hakt es bei der Aufstellung des Zahlenwerks, wie die Kommune jetzt mitteilte. Aus diesem Grund sollen sowohl diese Sitzung als auch die vorherige öffentliche Beratung im Ausschuss für Personal und Finanzen in den März geschoben werden.
Neben den 2,9 Millionen Euro für die Außengestaltung sollen auch 1,7 Millionen Euro in diesem Jahr in den Bau der Silverhall fließen. Foto: Privat
Mit Minus von 4,75 Millionen Euro gestartet
Ohnehin könnte die Stadt Braunlage ohne Fördergeld kaum ihre Geschicke selbst lenken. Die finanzielle Lage ist seit Jahrzehnten angespannt. Allein 2025 hat die Kommune im Juni eine Bedarfszuweisung von 2,06 Millionen Euro vom Land bekommen und im Oktober noch einmal eine in Höhe von 950.000 Euro. Damit sank das Defizit im Vorjahr auf 2,5 Millionen Euro. Das ist immer noch viel, aber verglichen mit den Nachbarkommunen stehe die Stadt Braunlage damit noch einigermaßen gut da, hieß es im Ausschuss.
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Äußerst sparsam wirtschaften
Das sollte eigentlich nach der Planung 2020 in eine „schwarze Null“ verändert werden, doch das hat nicht funktioniert. Im Gegenteil: Die Schulden sind sehr viel höher geworden, unter anderem weil die Einwohnerzahlen sinken und die Stadt deshalb immer weniger Zuweisungen bekommt. Zudem kassiert sie im Vergleich zu anderen Orten in dieser Größe vergleichsweise wenig Gewerbesteuer. Größere Betriebe gibt es mit Ausnahme der Firma Eckold kaum, und so setzt die Stadt in all ihren Ortsteilen hauptsächlich auf den Tourismus.
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Deshalb hat die Stadt ein großes Interesse daran, diesen Etat so schnell wie möglich zu verabschieden und wollte ihn eigentlich schon in der Sitzung des Ausschusses für Personal und Finanzen am 19. Februar beraten, doch das funktioniert nicht – zumindest öffentlich. In diesem öffentlichen Teil der Sitzung, die um 18 Uhr im Rathaus beginnt, stehen nur Regularien auf der Tagesordnung, eben weil es offenkundig noch hakt.
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