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Frischer Look im Gasthaus

GZ Plus IconUmbau bringt neues Flair ins Goslarer „Brauhaus“

Gastraum mit Holztischen, gepolsterten Stühlen und großen Fenstern, an der Wand ein schwarz-weißes Foto und orangefarbene Hängelampen.

Der Gastraum des „Brauhauses“ wurde mit neuen Lichtquellen, Bänken und Mobilar ausgestattet. Foto: Sowa

Vier Wochen war das Lokal geschlossen. Jetzt erwartet Gäste ein neues Lichtkonzept, modernisierte Räume und viele kleine Details.

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Von Sebastian Sowa
Freitag, 13.03.2026, 14:00 Uhr

Goslar. Vier Wochen lang blieb das „Brauhaus“ Goslar geschlossen – nun präsentiert sich die beliebte Lokalität in neuem Glanz. Die Besitzer Verena und Odin Paul haben einen sechsstelligen Betrag investiert, um das „Brauhaus“ zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen.

Für das Ehepaar war die Entscheidung eine echte Herzensangelegenheit. Gemeinsam mit einem Inneneinrichter wurde ein neues Konzept entwickelt, das dem Traditionslokal eine frischere und zugleich gemütlichere Atmosphäre verleihen soll. „Wir sind sehr zufrieden. Da unser Pachtvertrag um mehrere Jahre verlängert wurde, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“, erklärt Odin Paul.

Vor 15 Jahren eröffnet

Paul hatte das „Brauhaus“ vor rund 15 Jahren eröffnet. In dieser Zeit habe sich einiges angesammelt und sei in die Jahre gekommen – nun sei der richtige Moment gewesen, das Lokal grundlegend zu überarbeiten.

Besonders sichtbar ist das neue Lichtkonzept: Die Beleuchtung wirkt nun deutlich wärmer und entspannter. Aus ehemaligen Stahlbierfässern wurden besondere Lampen gefertigt, auch Bierflaschen sind in das Beleuchtungskonzept integriert worden.

Drei rechteckige Leuchtkästen, zwei mit gelben runden Lichtern und einer mit der weißen Aufschrift 'NUNC EST BIBENDUM' und zwei Lorbeerzweigen auf schwarzem Hintergrund.

Alte Gose-Bierflaschen dienen nun als Lichtquelle. Foto: Sowa

Bei der Renovierung setzte das Betreiberpaar bewusst auf regionale Handwerksbetriebe. Sämtliche Arbeiten wurden von Firmen aus Goslar ausgeführt. Neben den neuen Lichtinstallationen wurden auch die Wände frisch gestrichen, Möbel erneuert oder aufgearbeitet und der gesamte Gastraum neu gestaltet. Einige gemütliche Polsterbänke ersetzen Stühle. Während der Schließzeit des Brauhauses halfen seine Mitarbeiter bei den Renovierungsarbeiten mit und nutzten die Zeit auch um Überstunden abzuarbeiten. Zudem unterstützte er ein Brauhaus in Wolfsburg, dass einen technischen defekt an seiner Brauanlage hatte mit Dunkelbier, was für das Team des Brauhauses während der Schließzeit ein Glücksfall war.

Sitzbereiche für Paare

Neu sind außerdem mehrere kleine und gemütliche Sitzbereiche für Paare, die ihr Gosebier in ruhiger Atmosphäre genießen möchten. Auch der Thekenbereich wurde komplett überarbeitet und präsentiert sich nun deutlich moderner. „Es sind viele kleine Details dabei, die unsere Gäste entdecken können“, sagt Verena Paul.

Tafel mit schematischer Darstellung des Brauprozesses von Maische über Läuterbottich, Sudkessel, Gärbottich, Lagertank bis zu Flaschen und Glas Bier.

„Brauhaus“-Azubi Moritz Kahl erklärt, wie aus Maische Bier wird. Foto: Sowa

Dazu gehört unter anderem eine Wandgestaltung, die mit Bildern die Geschichte und Kunst des Bierbrauens erklärt.

Akustikproblem behoben

Ein wichtiger Punkt war auch die Lautstärke im „Brauhaus“. Durch spezielle Akustikplatten hat sich die Geräuschkulisse deutlich verbessert. „Das ist für uns ein echter Meilenstein“, sagt Odin Paul. Früher sei es bei vollem Haus manchmal schwierig gewesen, sein eigenes Wort zu verstehen. Auch hinter den Kulissen wurde investiert: Die Zwischenwege sowie die Küche wurden modernisiert und auf den aktuellen technischen Stand gebracht. Bei der oberen Etage, die hauptsächlich für priavte Feiern und Veranstaltungen genutzt wird, bleibt allerdings alles beim Alten. Mit dem Umbau wollen Verena und Odin Paul sicherstellen, dass das „Brauhaus“ bei aller Tradition nicht in die Jahre kommt.

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