Bergdankfest im Oberharz: Ein Umzug führt quer durch die Stadt
Ein Hingucker ist der Umzug zwischen dem Kaiser-Wilhelm-Schacht und der Marktkirche. Foto: Neuendorf/Archiv
Auch wenn der aktive Bergbau im Harz Geschichte ist, wird die Tradition des Bergdankfestes weitergeführt. Clausthal-Zellerfeld feiert am 14. Februar. Was ist geplant?
Clausthal-Zellerfeld/Wildemann. Was gehört in Clausthal-Zellerfeld zu einem Bergdankfest? Ein Umzug, ein Gottesdienst und ein Tzscherper. Auf all das können sich die Oberharzer am Samstag, 14. Februar, freuen. Eine Anmeldung ist bis 9. Februar möglich.
Veranstaltungstipps
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Der aktive Bergbau im Harz ist zwar längst Geschichte, aber die Tradition wird noch immer weitergeführt. Über Jahrhunderte hat sich das Bergdankfest als fester Ankerpunkt im Leben der Bergleute etabliert. Einst galt es als Ehrung derjenigen, die in ihrem gefährlichen Beruf das Leben gelassen hatten. Die Bergleute versammelten sich am Bergwerk und marschierten zur Kirche, wo sie der Toten gedachten und für das eigene Leben dankten. Und auch das Tzscherpermahl hat eine lange bergmännische Tradition.
Bergparade durch die Stadt
Wie gewohnt heißt es auch in diesem Jahr: Um 10 Uhr ist das Antreten am Kaiser-Wilhelm-Schacht. Von dort startet um 10.30 Uhr der Umzug über die Erzstraße, den Kronenplatz und die Adolph-Roemer-Straße bis zur Marktkirche zum Heiligen Geist. Natürlich darf dabei die obligatorische musikalische Untermalung nicht fehlen. Um 11 Uhr beginnt am selben Ort der ökumenische Bergdank-Gottesdienst. Er wird in diesem Jahr gestaltet von Pastorin Mirja Rohr. Im Anschluss kehrt die bergmännische Festgesellschaft um 12 Uhr gegenüber im Glückauf-Saal zum traditionellen Tzscherpermahl ein. Das Ende der Veranstaltung ist für 15 Uhr vorgesehen.

Zu einem Bergdankfest in Clausthal-Zellerfeld gehört standesgemäß das Tzscherpermahl im Glückauf-Saal dazu. Foto: Neuendorf/Archiv
Bad Grund feiert übrigens bereits an diesem Samstag, 7. Februar, sein Bergdankfest – ebenfalls mit Gottesdienst, Bergparade und anschließender Feier. Los geht es um 9.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Antonius-Kirche. In Wildemann steigt das Bergdankfest am Sonntag, 15. Februar. Prädikantin Gudrun Peikert wird ab 9.30 Uhr durch den Gottesdienst in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann führen.
Teilnahme bitte in dunkler Kleidung
Die Anmeldungen zum Umzug und Tzscherper in Clausthal-Zellerfeld müssen laut den Veranstaltern bis zum 9. Februar bei der Fachschule für Wirtschaft und Technik eingegangen sein, entweder telefonisch unter der Nummer (05323) 7036 oder per Mail an info@bergschule-clausthal.de. Die Organisatoren bitten darum, im Bergkittel und in dunkler Kleidung an der Veranstaltung teilzunehmen.
Das Bergdankfest in Clausthal-Zellerfeld wird auch in diesem Jahr wieder in einer Zusammenarbeit von dem Traditionsverein Berg- und Hüttenschule, der evangelisch-lutherischen Gesamtkirchengemeinde Oberharz, dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, der katholischen St.-Nikolaus-Gemeinde, der Technischen Universität Clausthal sowie dem Oberharzer Geschichts- und Museumsverein organisiert. Unterstützung gibt es von der Stadt und der GLC Glücksburg Consulting, die im Oberharz die Tourist-Informationen betreibt.
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