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Krieg im Iran

US-Benzinpreis steigt auf höchsten Stand seit Kriegsbeginn

US-Benzinpreis steigt weiter an. (Archivbild)

US-Benzinpreis steigt weiter an. (Archivbild) Foto: Jenny Kane/AP/dpa

Nicht nur in Deutschland, auch in den USA klettern die Spritpreise wegen des Kriegs im Iran deutlich. Dabei hatte es Präsident Trump seinen Wählern ganz anders versprochen.

Von dpa Mittwoch, 29.04.2026, 01:00 Uhr

Washington. Ohne Aussicht auf einen schnellen Frieden im Iran ist der Benzinpreis in den USA auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn gestiegen. Für eine Gallone (3,785 Liter) Benzin mussten Amerikaner am Dienstag im Schnitt 4,18 US-Dollar (3,57 Euro) zahlen, wie der Automobilverband AAA auf Anfrage bestätigte. Auf ähnlich hohem Niveau hatte der Benzinpreis zuletzt vor rund vier Jahren nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gelegen. 

Zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar lag der Wert im Schnitt noch bei 2,98 Dollar. Seither ist der Preis also um rund 40 Prozent gestiegen. 

Hintergrund des Anstiegs ist auch Irans Blockade der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Straße von Hormus. Seit Beginn der Kämpfe Ende Februar ist der Schiffsverkehr in der Meerenge nahezu zum Erliegen gekommen. Zwar gehen die Ölexporte der Golfstaaten vor allem in ostasiatische Länder wie China oder Japan. Die Preise für den Rohstoff klettern jedoch weltweit, weswegen auch Autofahrer in Deutschland und den USA damit zu kämpfen haben.

Trump wollte Energiepreise halbieren

Im Vergleich zu Deutschland geben US-Amerikaner immer noch wenig an der Tankstelle aus. Umgerechnet auf Liter und Euro liegt der aktuelle US-Benzinpreis bei rund 94 Cent - verglichen mit über zwei Euro an deutschen Tankstellen. Die USA erheben pro Liter Kraftstoff weniger Steuern und Abgaben, zudem verfügt das Land selbst über große Ölvorkommen. 

Für die US-Regierung ist der Anstieg ein unbequemes Thema: Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Energiepreise im Land zu halbieren. Rund ein halbes Jahr vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress ist er davon allerdings weit entfernt.

Nach Darstellung der Regierung handelt es sich zwar nur um einen temporären Anstieg. Wie die US-Energiebehörde EIA mitteilte, könnte es aber selbst nach einer Öffnung der Straße von Hormus Monate dauern, bis der Schiffsverkehr wieder sein übliches Niveau erreicht.

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