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Tiny-Haus-Siedlung

GZ Plus IconProjekt in Lautenthal verkleinert sich: Politische Beratung folgt

Ein Straßenschild steht vor dem Areal am Kurhaus, wo die Siedlung entstehen soll.

Ein neuer Plan steht: 15 statt der erst geplanten 23 Tiny-Häuser sollen in Lautenthal entstehen. Foto: Heinemann

Statt 23 sollen nun 15 Ferienhäuser „Am Kurhaus“ entstehen. Weil kein Fortschritt im Projekt erkennbar war, will die Politik die Zusammenarbeit prüfen.

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Von Ronja Heinemann
Montag, 12.01.2026, 12:00 Uhr
Was einst als ambitioniertes Tourismusprojekt für Lautenthal begann, steht erneut auf dem Prüfstand. Auf dem Gelände des ehemaligen Kurhauses wollte der Bremerhavener Investor Uwe Jurkeit eine Tiny-Haus-Siedlung errichten – ein Angebot aus kleinen Ferienhäusern, das neue Gäste in die Bergstadt locken sollte. Doch fast zwei Jahre nach der ersten Vorstellung der Pläne hat sich das Vorhaben verändert: Statt ursprünglich 23 Tiny Houses steht nun eine kleinere Lösung im Raum.

Bereits 2023 hatte Jurkeit sein Konzept im Bauausschuss der Stadt Langelsheim präsentiert. Die Idee: 23 Ferienhäuser auf Schraubfundamenten, ausschließlich zur touristischen Nutzung, mit Investitionskosten zwischen 80.000 und 120.000 Euro pro Einheit.

Kleinere Lösung

Doch aus der anfänglichen Euphorie wurde schnell ein zähes Ringen um Details. Steigende Erschließungskosten, offene Fragen zur Bodenbeschaffenheit und fehlende aktualisierte Planunterlagen bremsten das Projekt aus. Vor allem die aufwendige Erschließung des Areals sowie der mit Bauschutt verfüllte Untergrund des ehemaligen Kurhauses erwiesen sich als problematisch. Immer wieder wurde nachjustiert, geprüft und nach Lösungen gesucht – bislang ohne endgültige Entscheidung.

Nun folgt der nächste Einschnitt: Der Investor plant, die Zahl der Tiny Houses deutlich zu reduzieren. „Ich habe vor Silvester die Planänderung der Stadt Langelsheim zukommen lassen“, sagt Jurkeit. „Es sollen 15 statt 23 Häuser werden.“ Damit würde sich die Erschließung der Straßen vereinfachen. Auch eine schon vorhandene Auffahrt könne genutzt werden. „Außerdem müsste so nur ein schützenswerter Baum gefällt werden“, ergänzt Jurkeit. Zusätzlich wäre das Areal dann nicht ganz so überfüllt, was er ausdrücklich begrüßen würde.

Im Kopf des Bauunternehmers reift auch die Idee, das Hotel „Berliner Bär“ in sein Konzept einzubeziehen. Die vorhandene Rezeption könnten seine Gäste zum Einchecken nutzen.

Zusammenarbeit prüfen

Nun wolle er abwarten, was die Stadt zu seinen Plänen sagt. Die Zusammenarbeit ist bis dato nicht immer problemlos verlaufen. So sei Jurkeit etwa mehrfach aufgefordert gewesen, eine aktuelle Skizze vorzulegen, was lange Zeit nicht passierte.

Auf Nachfrage, wie die Stadt weiter mit dem neuen Plan von Jurkeit verfahren wolle, antwortet Bürgermeister Ingo Henze. Zunächst habe die Stadt Jurkeit im Mai 2024 eine Kaufoption für das Grundstück bis zum 31. Dezember 2025 eingeräumt. Die neue Planskizze erhielten sie am 30. Dezember. „Bis zur Übersendung war kein wesentlicher Projektfortschritt erkennbar“, so der Bürgermeister. „Entsprechend soll zunächst politisch beraten werden, ob eine weitere Zusammenarbeit beabsichtigt ist. Wenn das der Fall ist, werden wir verwaltungsseitig in die Prüfung und Bewertung einsteigen.“

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