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14- bis 18-Jährige

GZ Plus IconHarzer Jugendliche für ein Theaterprojekt gesucht

Das Foto zeigt zwei Kinder auf einer Bühne mitten im Wald.

Kinder und Jugendliche auf der Theaterbühne: Ein ähnliches Projekt für jüngere Kinder aus Hohegeiß und Benneckenstein hat der Verein Kulturrevier Harz bereits veranstaltet. Für 14- bis 18-Jährige ist es diesen Sommer eine Premiere. Foto: Kulturrevier Harz

Gemeinschaft, Zusammenhalt und demokratisches Miteinander sollen Jugendliche bei einem Theaterprojekt erfahren, das Kinderschutzbund und Kulturrevier Harz anbieten.

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Von Michael Eggers
Dienstag, 17.02.2026, 12:00 Uhr

Benneckenstein/Braunlage. Bereits seit Jahren versucht der Kinderschutzbund Braunlage und Umgebung ein Theaterprojekt für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren anzubieten. „Jetzt hat es endlich geklappt“, sagt Cordula Dähne-Torkler. Die Vorsitzende freut sich über die öffentliche Förderung des Bundes. Ohne diese wäre es in der Form nicht möglich, das Vorhaben umzusetzen.

Unter dem Titel „verklebt?“ setzt sich das Projekt mit der Frage auseinander, wie junge Menschen Gemeinschaft, Zusammenhalt und demokratisches Miteinander erleben können, schreibt der Kinderschutzbund in einer Pressemitteilung. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Spannungen seien solche Angebote wichtig.

Eigene Erfahrungen und Geschichten

Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren aus Braunlage, St. Andreasberg, Hohegeiß und Benneckenstein. Das Angebot richtet sich an alle, die gerne Musik machen, Texte schreiben, Kostüme gestalten oder Theater spielen wollen. Auch wer nicht selbst auf der Bühne stehen möchte, ist bei der Entwicklung und Gestaltung hinter den Kulissen willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei, es ist keine Vorerfahrung notwendig und für Verpflegung während der Workshops wird gesorgt.

Das Theaterprojekt soll partizipativ sein, das heißt, die Jugendlichen entwickeln gemeinsam mit Theaterpädagogen und dem Regisseur das Stück. Dabei sollen auch eigene Erfahrungen, Geschichten oder auch lokale Themen mit einfließen.

Doch bei dem Workshop vom 27. Juli bis zum 9. August entwickeln die Jugendlichen zusammen mit Regisseur und Theaterpädagogen nicht nur die eigentliche Handlung, sie arbeiten mit unterschiedlichen Ausdrucksformen wie Text, Bewegung, Musik, Objekten und Bühnenbildern. Eine Mitwirkung sei sowohl auf der Bühne als auch in konzeptionellen oder gestalterischen Rollen möglich, heißt es.

„verklebt?“ versteht Theater als offenen Raum für Austausch, Erprobung und Mitgestaltung. Im Mittelpunkt stehen Verbindungen und Brüche sowie die Frage, was Gemeinschaft heute ausmacht, insbesondere im ländlichen Raum. Ziel ist, Teilhabe zu ermöglichen, Selbstwirksamkeit zu stärken und Jugendlichen aus unterschiedlichen Lebensrealitäten eine gemeinsame Plattform zu bieten.

Kreativität und Mitgestaltung

Doch was wäre ein Theaterprojekt ohne Vorführung? Die Ergebnisse werden im Sommer im Rahmen des Theater-Natur-Festivals auf der Waldbühne in Benneckenstein präsentiert sowie an weiteren Orten in der Region. Ergänzt wird das Projekt mit gemeinsamen Festivalbesuchen und Begegnungen mit professionellen Theatermachern.

Mit „verklebt?“ entstehe ein kulturelles Angebot, das Teilhabe ermögliche, Selbstwirksamkeit stärke und Jugendlichen aus unterschiedlichen Lebensrealitäten Raum für Austausch, Kreativität und Mitgestaltung biete, heißt es vom Kinderschutzbund. Infos zur Teilnahme und Anmeldung gibt es im März im Internet unter der Adresse www.theaternatur.de.

Gefördert wird das Vorhaben über den Fonds „Darstellende Künste“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Kinderschutzbund arbeitet mit dem Kulturrevier Harz zusammen und wird von der Oberschule und dem Oberharzgymnasium in Braunlage sowie der Jugendpflege der Stadt Oberharz am Brocken unterstützt.

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