Öffnet das Harzburger Silberbornbad dieses Jahr überhaupt wieder?
Wiie lange wird das Silberbornbad in diesem und in künftigen Jahren öffnen? Foto: Tourismusmarketing
Im vergangenen Jahr öffnete das Silberbornbad nur für vier Monate, mehr könne man sich nicht leisten, sagten die Betreiber. Aber wie steht es denn in diesem Jahr?
Bad Harzburg. Die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe werden in diesem Jahr das Silberbornbad wieder (nur) für vier Monate öffnen, nämlich vom 1. Mai bis 31. August. Um das überhaupt zu finanzieren, ist laut KTW-Geschäftsführer Christian Klamt eine Finanzspritze der Stadt im Gespräch. „Ohne geht es auch nicht mehr“, sagt er. Aber wie sieht die Zukunft des Silberbornbades aus? Und wie schlecht steht es um die KTW?
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Die KTW haben auch noch andere Ausgabeposten, die in die Bilanz drücken. Das Personal zum Beispiel, das mehr Kosten verursacht, als vor der Trennung von den Stadtwerken. Synergieeffekte seien laut Klamt nämlich nun weg. Das reicht von der Buchhaltung bis zur Geschäftsführung. Und die Erträge, die aus den Anteilen an der Harz-Energie fließen, seien auch andere als in den richtig guten Jahren mit den Stadtwerken. Früher lief alles besser? Nicht unbedingt. Der Fairness halber muss aber dazu gesagt werden, dass die Stadtwerke in ihren früheren Konstellationen über kurz oder lang auch nicht mehr die Gewinne ausgeschüttet hätten, wie in den guten alten Zeiten. Und last but not least kommt zu allem Überfluss auch noch eine allgemeine Preissteigerung in vielen Bereichen obendrauf. All das „müssen wir in den Griff bekommen“, so Klamt.

Bei der Erhöhung der Einnahmen haben die KTW auch die Sole-Therme im Blick. Foto: Fotograf Anne Krämer
Wie gesagt: Ohne Silberbornbad könnten die KTW die Sache meistern, rechnet der Geschäftsführer. Es müsse also etwas geschehen. Drei Möglichkeiten stehen im Raum, über die letzten Endes die Politik zu entscheiden habe: a) Schließung des Bades; b) die Übergabe an einen anderen Betreiber (beispielsweise die Stadt); c) städtische Zuschüsse beziehungsweise ein Verlustausgleich. Das Bad zu schließen, so Klamt, komme nicht infrage. Es anderweitig betreiben zu lassen, stünde derzeit auch nicht zur Diskussion. Also bleibt die finanzielle Hilfe, die auch bereits von den großen im Rat vertretenen Parteien öffentlich in Aussicht gstellt worden ist (die GZ berichtete).

Auch die Burgbergseilbahn gehört ins Portfolio der KTW. Foto: Brabanski
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Die Gästebeiträge und die Fremdenverkehrsabgabe hat der Rat bereits angehoben, das bringt rund 160.000 Euro mehr in die Kasse. Weitere Stichworte sind natürlich die Eintrittspreise sowie strukturelle Veränderungen, beispielsweise im Angebot der Sole-Therme. Und auch der Verkauf der Fernwärme aus dem KTW-eigenen Blockheizkraftwerk neben der Therme spielt in den Überlegungen eine Rolle.
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