Goslarer haben lange viel Glück mit dem Wettergott
Das Osterfeuer auf dem Bollrich zieht wieder zahlreiche Menschen an. Foto: Epping
Rund 4000 Menschen sind am Sonntagabend zum Osterfeuer auf den Bollrich gekommen. Im Gegensatz zu 2024 waren es rund 1000 Besucher weniger. Lange hielt das Wetter, doch am Spätabend fiel der Regen. Die GZ hat die Fotos.
Goslar. „Ich bin zufrieden, wir haben mit dem Wetter in diesem Jahr verdammt viel Glück gehabt“, bilanzierte Maik Jankowsky als Organisator des Osterfeuers auf dem Bollrich die Veranstaltung vom Ostersonntag. Die Besucherzahl von 5000 aus dem vergangenen Jahr konnte diesmal nicht erreicht werden, es kamen etwa 1000 Menschen weniger zum Abbrennplatz. Und gegen 23.15 Uhr wurde die Veranstaltung aufgrund des einsetzenden Regens vorzeitig beendet.
Ein Großteil der Besucher feierte in der Altstadt von Goslar weiter.
Osterfeuer auf dem Bollrich
Osterfeuer auf dem Bollrich
Erste Besucher kommen
Gegen 18 Uhr trudelten die ersten Gäste ein, hauptsächlich Familien und ältere Semester. Unter ihnen auch treue Dauergäste wie Goslars Ehrenbürger Sigmar Gabriel mit Familie und dem ehemaligen Ersten Stadtrat Burkhard Siebert im Schlepptau. Nicht fehlen dürfen auch CDU-Ratsherr Claus Roschanski, Aquantic-Chef Sascha Feier oder die Goslarer Unternehmer Andreas Rotermund und Uwe Schwenke de Wall.

Das Feuer ist ein österlicher Treffpunkt für viele Freunde, die sich lange nicht mehr gesehen haben. Foto: Oker
Jankowsky begrüßte alle, appellierte an die Besucher, in schwierigen Zeiten zusammenzuhalten, und blickte dennoch immer nervös Richtung Himmel, der sich immer mehr verdunkelte. Um 19.25 Uhr gab er den Startschuss. Sven Eisoldt und Kevin Gürtler von der Freiwilligen Feuerwehr Goslar zündeten die Fackeln der Kinder an, die anschließend den Holz- und Strauchhaufen, der in diesem Jahr etwas kleiner als sonst ausfiel, in Brand setzten. Wenige Minuten später leuchteten die Flammen lichterloh am Bollrich.

Die Kinder dürfen das Osterfeuer mit Feuerwehr-Hilfe anzünden. Foto: Epping
Besucherwechsel ab 20 Uhr
DJ Airbeck sorgte mit Partymusik für Stimmung unter den Gästen.
Typisch für das Osterfeuer am Bollrich: Ab 20 Uhr gab es einen Besucherwechsel: Familien gingen, Teenager und das Partyvolk kamen. So gab es unter den Verbliebenen wieder zwei verschiedene Lager. Am DJ-Turm sammelte sich das tanzende Jungvolk, 50 Meter Luftlinie entfernt an den Bierwagen versammelten sich die etwas älteren und zahlungskräftigeren Besucher, um gepflegt ihr kühles Bier zu trinken. Hier muss sich Jankowsky des Öftern anhören, das früher alles uriger und gemütlicher war. Der Toiletten-Unternehmer kann es aber nicht allen recht machen und bekommt auf der anderen Seite auch durchaus viel Lob. Die Versorgung mit Getränken klappte diesmal gut.

Das Osterfeuer brennt in diesem Jahr recht schnell nieder. Die lange Trockenheit vorher wirkt sich aus. Foto: Epping
Immer wieder nieselte es ein wenig. Als gegen 23 Uhr ein größerer Schauer niederging, beendete Jankowsky das Osterfeuer und zog ein positives Fazit: „Wir hätten noch etwas länger gemacht, aber so ist es gut. Wir können uns nicht beklagen und das Wichtigste: Es blieb friedlich.“

Alles im Kasten: Die Bollrich-Flammen sind ein beliebtes Fotomotiv. Foto: Epping
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