Was die neue Direktorin in Goslars Kunstmuseum plant
In der Kooperation mit dem Rammelsberg gibt es ein Wiedersehen mit William Kentridge, dessen Film „Mine“ in seiner Kaiserringausstellung 2003 in Goslar gezeigt wurde. Foto: Mönchehaus
Wie können wir im Einklang mit der Natur leben? Die „Neue“ im Mönchehaus, Miriam Bettin, rückt Fragen wie diese 2026 mit der Auswahl von Kunst und Künstlern in den Fokus.
Goslar. Welche Ausstellungen holt die neue Direktorin ins Mönchehaus, wen wird sie präsentieren, welche Akzente und Themen setzt Miriam Bettin? Angesichts dieser Fragen wurde das Programm für das Kunstjahr 2026 von den Mitgliedern des Vereins zur Förderung moderner Kunst schon mit Spannung erwartet. Traditionell stellt die Direktorin es zum Neujahrsempfang des Vereins vor; Bettin hält die Tradition aufrecht.
Nachdem die Kaiserring- und die Stipendiatenausstellung abgebaut sind, gibt es an den Wänden Platz für Neues. Wer sich als erstes in den Räumen ausbreiten darf, wurde schon verraten: Die Studierenden der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig sind eingeladen, ihre Ideen in Form von junger Kunst auszustellen und Denkanstöße zum „Degrowth“, dem Ende des stetigen Wachstums und der Endlichkeit der Ressourcen unseres Planeten zu geben. Wie gelingt ein Leben im Einklang mit dem Ökosystem Erde? Und wie können Gedanken dazu künstlerisch umgesetzt werden? Die Ausstellung „Die Fichte spricht, bevor sie bricht“ beginnt am 5. Februar und ist nur fünf Wochen lang im Mönchehaus zu sehen.
Ausstellung mit Performance
Kaiserring-Stipendium: Evan Ifekoya im Goslarer Mönchehaus
Malerin Frances Scholz
Kaiserring für Gabriele Stötzer
Goslarer Kunstpreis geht an eine Widerständische

Frances Scholz bestreitet die erste Einzelausstellung im neuen Jahr. Diese abstrakte Arbeit aus dem Jahr 2023 trägt den Titel „Stripped Bare“ (Pigments, Acrylic Binder, Canvas) und ist 40x30 Zentimeter groß. Foto: Frances Scholz
Besondere Walpurgisnacht
Jahresrückblick Goslar
Mönchehaus: Bettina Ruhrberg geht, Miriam Bettin kommt

Paula Erstmann arbeitet viel mit Essen als Medium; Arbeiten wie diese, „Walpurgis“, kommen in gleichnamiger Nacht ins Spiel. Foto: Mönchehaus
Bevor das Kaiserringstipendium 2026 (wird im Mai bekannt gegeben) und die Kaiserringverleihung an Gabriele Stötzer den Herbst und den Winter im Mönchehaus bestimmen, will Bettin noch ein großes Ausstellungsprojekt in Kooperation mit dem Rammelsberg gestalten. Die Gruppenausstellung „Glück auf! On Mining, Matter and Memory“ bleibt zweieinhalb Monate und wird die große Sommerausstellung im Mönchehaus werden. Angefangen bei der Geschichte des Bergbaus im Harz geht es dann um größere Fragestellungen zu Ressourcen und Ausbeutung von Land.
Dabei tun sich immer wieder spannende Parallelen und globale Entwicklungslinien auf: Als beispielsweise der Rammelsberg schloss, 1988, machte auch eine Zinnmine in Nigeria zu, erzählt Bettin, die in ihrer Zeit als kuratorische Stipendiatin an der Guest Artists Space Foundation in Nigeria (Lagos) tiefe Einblicke in das Kunstschaffen im Land gewann.

Jimmie Durham hat sich in seiner Kaiserringausstellung 2016 auch mit dem Thema Hexenverfolgung und Hexen im Harz auseinander gesetzt. Diese Arbeit zierte zum Tag der Ringverleihung die Titelseite der GZ. Durhams Arbeit kommt in der Walpurgisnacht zu neuen Ehren. Foto: Mönchehaus

Diese Fotoarbeit stammt von Gabriele Stötzer aus Erfurt, die im Oktober 2026 den Kaiserring der Stadt Goslar entgegennehmen wird. Foto: Mönchehaus
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