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„Sommerklang auf Fehmarn“

GZ Plus IconMarco Rick-Assmann aus Lautenthal veröffentlicht seinen ersten Roman

Der Lautenthaler Marco Assmann ist seit Jahrzehnten ein Fehmarn-Fan. Nun lässt er seinen Debütroman auf der beliebten Ostsee-Insel spielen.

Der Lautenthaler Marco Assmann ist seit Jahrzehnten ein Fehmarn-Fan. Nun lässt er seinen Debütroman auf der beliebten Ostsee-Insel spielen. Foto: Privat

Marco Rick-Assmann aus Lautenthal ist Musiker, Moderator und Magier – und seit kurzem auch Romanautor. Im Interview mit der Goslarschen Zeitung erzählt er, wie er zu seinem Buch „Sommerklang auf Fehmarn“ kam.

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Von Andrea Leifeld
Sonntag, 03.08.2025, 14:00 Uhr

Lautenthal/Fehmarn. Als waschechter Lautenthaler ist Marco Assmann (verheiratet Rick-Assmann) nicht nur ein Kind unserer Region. Er ist immer für Überraschungen gut. Der 52-Jährige ist als Theaterdirektor der Wunderkammer und Flohzirkus-Inhaber weit mehr als ein Geschäftsmann. Er ist Magier, Musiker, Moderator und Trickspieler – kurzum, ein Kuriositätenkünstler. Ein Macher voller Ideen. Mit seinem brandneu erschienenen Roman „Sommerklang auf Fehmarn“ erobert Marco Assmann aktuell auch den Büchermarkt. Aus seinem Fehmarn-Urlaub heraus erzählt er der GZ, wie er dazu kam.

Hallo Marco, wie entstand die Idee, den Roman „Sommerklang auf Fehmarn“ zu schreiben?

Im letzten Jahr im Spätsommer war ich mit meiner Familie mal wieder auf Fehmarn. Wir haben seit rund zehn Jahren einen Zweitwohnsitz auf der Insel und ich bin schon seit mehr als 35 Jahren Fehmarn-Fan. Beim Genießen der letzten Sonnenstrahlen am Strand wollte ich eine sonnige Urlaubslektüre lesen. Nichts Schweres. Auch keinen Krimi oder Thriller. Aber gerne mit ein paar Fehmarn Tipps und Informationen. Da ich im Buchhandel nichts gefunden habe, kam mir die spontane Idee, es einfach selbst zu schreiben.

Warum spielt Dein Buch auf Fehmarn?

Fehmarn hat für mich etwas Weites und Offenes. Eigentlich der perfekte Ort für eine Geschichte über einen Neubeginn. Ich kenne die Insel sehr gut. Sie ist für mich regelmäßiger Rückzugsort und Inspiration gleichzeitig.

Wie kamst Du zum Schreiben?

Als Bühnenkünstler und Theaterdirektor der Wunderkammer in Lautenthal ist mir das Schreiben ja nicht fremd und es war für mich nichts Neues. Als Künstler erzählt man auf der Bühne ja auch Geschichten, die geschrieben sind. Mix-Shows oder Varieté-Programme haben auch ein Drehbuch. Natürlich war für mich der Umfang eines Romans neu und natürlich wollte ich im Buch, genau wie bei meinen Bühnenshows, die Spannung bis zum Ende halten.

Ist es ein Krimi oder worum geht es in Deinem Buch?

Mein Buch „Sommerklang auf Fehmarn“ ist kein Krimi, auch wenn es an einigen Stellen durchaus spannend wird. Ich liebe Krimis. Besonders die alten Legenden: Edgar Wallace, Hitchcock, Agatha Christie. Und ich gestehe: Ich bin ein bekennender Miss-Marple-Fan. Aber ich wollte mit meinem Roman etwas anderes. Ich wollte keinen Krimi schreiben. Ich wollte ganz leichte Kost. Einen Liebesroman. Eher in der Tradition einer Rosamunde Pilcher. Etwas, mit Sonne, mit Herz, mit Meeresrauschen. Ich wollte eine waschechte Schmonzette schreiben. Und wenn das Wort nicht schon erfunden wäre, müsste man es genau für dieses Buch erfinden. Man könnte sagen: Küstenliebe in Buchform.

Wann hast Du angefangen zu schreiben?

An besagtem Spätsommertag im September 2024 habe ich die ersten Worte in mein Notizbuch geschrieben. Dann ging es los. Es war mir wichtig, einige meiner Lieblingsorte auf der Insel Fehmarn im Buch zu beschreiben, eine Geschichte zu erzählen, die die Herzen berührt und natürlich finde ich die Geschichte vom „Love & Peace Festival“ von 1970 sehr spannend. Im September 1970 fand es statt. Es sollte das europäische Woodstock werden. Jimi Hendrix spielte hier seinen letzten Auftritt, bevor er einige Tage später in London starb.

Wie lange hast Du am Buch gearbeitet?

Im September 2024 habe ich angefangen. Ende Mai 2025 war ich fertig mit Schreiben. Danach ging es durch ein Lektorat und anschließend habe ich es noch einmal überarbeitet. Anfang Juli lag dann das fertige Buch in meinen Händen. Ein wirklich tolles Gefühl.

Was passierte dann?

Was dann passierte, hat mich wirklich absolut überrascht. Ich habe auf meinen Social-Media-Accounts gepostet, dass ich ein Buch geschrieben habe und es jetzt lieferbar ist. Vorher hatte ich das eher geheim gehalten, weil ich mir nicht sicher war, wie es wohl wird und ob es was wird. Ich bin davon ausgegangen, dass ein paar Freundinnen, Freunde und Bekannte vielleicht Interesse am Buch haben, also vielleicht 50 bis 100 Exemplare insgesamt. Nun nahm es allerdings ganz andere Wege. Innerhalb einer Woche waren knapp 500 Bücher verkauft. Jetzt nach vier Wochen bin ich gut im vierstelligen Bereich. Das hat mich völlig überwältigt. Viele Läden auf der Insel hatten sofort Interesse und bieten mein Buch jetzt an, dazu Campingplätze, Hofcafés und so weiter. Auf einmal kamen Anfragen für Lesungen auf der Insel. Meine Gitarre habe ich auch im Urlaub immer dabei und so konnten spontan einige musikalische Lesungen veranstaltet werden, die allesamt reges Interesse fanden. Die Lesungen machen mir sehr viel Spaß. Auch wenn ich seit mehr als 25 Jahren hauptberuflich auf der Bühne stehe, war ich wirklich nervös und aufregender als vor jedem Auftritt auf der Bühne. Während ich auf der Bühne meistens genau weiß, wie es endet, ist so ein Buch doch eher wie eine Flaschenpost: Ich schicke es los – aber ob und wie und bei wem es ankommt, bleibt offen. Das macht es für mich wirklich spannend.

Was macht dieses Buch so besonders für Dich?

Es ist mein Erstlingswerk. Mein Debütroman. Ein Herzensprojekt, das aus einem Spaß heraus entstanden ist. Da ich völlig ohne Erwartungshaltung daran gegangen bin, erfreut und überwältigt es mich umso mehr und ich bin jeder Leserin und jedem Leser unendlich dankbar.

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