Kaufhaus im Oberharz: Nach Woolworth soll ein Supermarkt einziehen
Woolworth will am 5. Februar seine Filiale in Clausthal-Zellerfeld eröffnen. Foto: Neuendorf
Hinter den Kulissen des alten Kaufhauses Harthun hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Die Eigentümer erzählen, wie es nach der Woolworth-Eröffnung weitergeht.
Clausthal-Zellerfeld. Nach gut zehn Jahren des Leerstands füllt sich das ehemalige Kaufhaus Harthun mit neuem Leben. Wie berichtet, eröffnet am 5. Februar im Erdgeschoss eine Filiale der Ladenkette Woolworth. Aber wie geht es eigentlich mit den anderen Etagen voran? Ein Blick hinter die Kulissen.
Alexander Kornehl (v.l.) und Daniel Bode sind die Eigentümer des Gebäudes, Martin Bode ist bei der Sanierung mit von der Partie. Foto: Nachtweyh/Archiv
Im Juni 2016 war nach Jahrzehnten Schluss im Kaufhaus Harthun. Seitdem standen die Gewerbeflächen leer. Erst 2022 fanden sich Käufer für das Objekt an der Ecke Adolph-Roemer-/Baderstraße. Das Versprechen: Harthun wird wieder ein Einkaufstempel. Von außen betrachtet war lange Zeit nicht zu sehen, was sich wirklich im Inneren getan hat. Aber der Schein trügt, wie die Eigentümer Alexander Kornehl und Daniel Bode versichern. Gemeinsam mit dessen Vater Martin Bode haben sie zunächst die Wohnungen im Obergeschoss auf Vordermann gebracht (die GZ berichtete).
Nach zehn Jahren Leerstand
Woolworth eröffnet im Februar Filiale in Clausthal-Zellerfeld
Drei Etagen Verkaufsfläche
Doch auch in die drei Etagen, in denen sich früher die Ladenflächen befunden haben, sei viel Arbeit gesteckt worden, wie die drei beim Rundgang durch das Haus erzählen. Nachdem erst einmal jede Menge Mobiliar und Schutt aus dem Gebäude entfernt worden war, sei es dem Kaufhaus im wörtlichen Sinne an die Substanz gegangen.

Die Rolltreppe vom Unter- ins Erdgeschoss ist theroretisch betriebsbereit. Foto: Skuza
Notausgänge, Brandmeldeanlage, ein komplett neues Sprinkler-System – die gesamte Infrastruktur sei in den vergangenen Jahren auf den neuesten technischen Stand gebracht worden. Der größte Aufwand sei dabei der Einbau der neuen Fahrstühle gewesen. Die berühmte Rolltreppe – bei der Erweiterung des Kaufhauses 1978/79 als erste im Harz verbaut – gibt es übrigens immer noch, sie sei sogar noch funktionstüchtig. Zu sehen bekommen die Kunden sie aber erst einmal nicht. Woolworth zieht nur in das Erdgeschoss ein, der Zugang zum Untergeschoss habe schon allein aus Brandschutzgründen baulich abgetrennt werden müssen.
Jetzt geht es schneller
Die größten Aufgaben der Kaufhaus-Sanierung sind laut den Hausherren abgearbeitet. Sobald Interessenten gefunden und ihre Vorstellungen klar sind, könne man jetzt zügig auf ihre Bedürfnisse reagieren. Mit der Suche nach einem passenden Mieter für das Untergeschoss wollen die drei ab März beginnen. Sie denken da vor allem an einen Supermarkt. „Da gäbe es sicherlich gute Synergie-Effekte“, meint Alexander Kornehl mit Blick auf die bevorstehende Woolworth-Eröffnung. „Wir sind da aber nicht verbissen“, betont Daniel Bode.

Aktuell ist der Zugang zur Rolltreppe verbaut. Foto: Skuza
Man merkt den Dreien an, dass sie froh sind, dass es jetzt mit großen Schritten vorangeht. Trotz der Anstrengungen im Zuge der Sanierung heben sie hervor, wie reibungslos die Zusammenarbeit mit allen Akteuren geklappt habe. Seien es die an der Sanierung beteiligten Firmen oder das Bauamt. Und von der Wahl ihres ersten gewerblichen Mieters an der Adolph-Roemer-Straße zeigen sie sich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit hätten die Mitarbeiter unzählige Waren in die neue Woolworth-Filiale geräumt. „Das ist unglaublich, was sie da geleistet haben.“

Neue Technik sorgt für eine Trennung von Trink- und Nutzwasser für die Sprinkleranlage. Foto: Skuza
Wenn – frühestens im nächsten Jahr – auch die Räumlichkeiten im Untergeschoss eingerichtet und mit Kunden belebt sind, soll es mit dem Obergeschoss weitergehen. Alles Stück für Stück und in Ruhe. „Einen Zeitplan haben wir nicht“, so Daniel Bode. Und wie sieht es eigentlich in der Alten Post am Kronenplatz aus? Immerhin haben Bode und Kornehl auch dieses Gebäude vor ein paar Jahren gekauft. Erst einmal habe die Priorität auf dem ehemaligen Kaufhaus Harthun gelegen. Eines nach dem anderen.

Im Untergeschoss des ehemaligen Kaufhaus Harthun ist noch klar zu sehen, wo einst die Kühltheke war. Foto: Skuza
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