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Warnung vor Risiken

GZ Plus IconTÜV in Goslar gibt Tipps für Autofahrer in der Karnevalzeit

Zwei Personen in gelben Tierkostümen sitzen in einem Auto, eine Person am Steuer, die andere auf dem Beifahrersitz.

Wenn die Sicht und das Gehör eingeschränkt sind, sollten Karnevalisten sich nicht hinter das Steuer eines Autos setzen. Foto: Privat

Clown, Engel oder Superheld am Steuer? Neuer TÜV-Chef erklärt, was erlaubt ist, worauf Autofahrer achten müssen und warum Sicherheit immer Vorrang hat.

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Von Sebastian Sowa
Mittwoch, 28.01.2026, 14:00 Uhr

Goslar. Mit dem Höhepunkt der Faschings- und Karnevalszeit locken überall in Deutschland bunte Kostümpartys und farbenfrohe Umzüge. Viele Närrinnen und Narren machen sich dabei mit dem Auto auf den Weg zu den Veranstaltungen. Doch ist es überhaupt erlaubt, als Superheld, Clown oder Märchenprinzessin hinter dem Steuer zu sitzen? Thomas Kreienfeld, neuer Leiter der TÜV-Nord-Station in Goslar, klärt auf, worauf Verkleidete im Straßenverkehr achten sollten.

Grundsätzlich gilt: Verkleidungen sind erlaubt – solange sie die sichere Fahrzeugführung nicht beeinträchtigen. „Schränkt das Kostüm Sicht, Gehör oder Bewegungsfreiheit ein, kann das bei einer Kontrolle ein Bußgeld nach sich ziehen“, erklärt Kreienfeld. Kommt es dadurch sogar zu einer Behinderung oder Gefährdung, liegt ein Verstoß gegen die allgemeine Sorgfaltspflicht vor. Sperrige Accessoires wie Engelsflügel, ausladende Perücken, übergroße Clownschule oder auch High Heels sollten daher besser im Kofferraum transportiert werden. Der Rat des TÜV-Experten: Während der Fahrt feste, geschlossene Schuhe tragen und erst am Ziel in die komplette Kostümierung schlüpfen.

Vorsicht beim Thema Masken

Auch beim Thema Masken ist Vorsicht geboten. Gesichtsbemalung oder eine Clownsnase sind in der Regel unproblematisch. „Wichtig ist, dass die wesentlichen Gesichtszüge erkennbar bleiben, damit die Identität jederzeit überprüft werden kann“, betont Kreienfeld. Masken, die das Gesicht teilweise oder vollständig verdecken, gehören nicht ans Steuer. Andernfalls drohen bei einer Polizeikontrolle empfindliche Strafen. Zudem kann bei nicht eindeutig identifizierbaren Blitzerfotos die Anordnung eines Fahrtenbuchs folgen.

Unabhängig von Kostüm und Maske gilt jedoch uneingeschränkt: Alkohol und Autofahren schließen sich aus. „Schon geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit und gefährden alle Verkehrsteilnehmer“, warnt Kreienfeld.

Nachfolger von Uwe Matzick

Seit November leitet der 48-jährige gebürtige Goslarer die TÜV-Station und ist Nachfolger von Uwe Matzick, der die Einrichtung rund 20 Jahre geführt hat.
Person in blauer Jacke mit Aufschrift "TÜV NORD" hält ein Messgerät unter ein Fahrzeug auf einer Hebebühne in einer Werkstatt.

Thomas Kreienfeld ist neuer Leiter der TÜV-NORD-Station in Goslar. Foto: Epping

Unterstützt wird er von seinem neuen Stellvertreter Tobias Schmidt und einem fünfköpfigen Team. Beim TÜV angefangen hat er im Jahr 2003. Kreienfeld berichtet aus der Praxis, dass Fahrzeuge zunehmend länger genutzt werden und deshalb häufiger Mängel aufweisen – insbesondere bei Bremsen, Beleuchtung und Fahrwerk. Sein Ziel bleibt dennoch klar: Die TÜV-Station soll auch künftig verlässlich, serviceorientiert und auf gewohnt hohem Niveau arbeiten – für mehr Sicherheit auf den Straßen, nicht nur in der närrischen Zeit.

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