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Kult-Aktion

GZ Plus IconOberharzer knacken Rekord: Mehr als 9000 Euro für GZ-Glücksschweinchen

In Altenau herrscht reger Andrang auf das Borstenvieh.

In Altenau herrscht reger Andrang auf das Borstenvieh. Foto: Privat

Bei der GZ-Glücksschweinchenaktion hat der Oberharz den Rüssel vorn: So viel pro Schwein gibt sonst keine Stadt im Landkreis aus. Das Geld bekommen Vereine vor Ort.

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Von Sören Skuza
Donnerstag, 01.01.2026, 04:00 Uhr

Oberharz. Ohne GZ-Glücksschweinchen kein Silvester: Das gilt im ganzen Landkreis, ganz besonders aber auch im Oberharz. Denn hier waren die Menschen wieder einmal ausgesprochen spendabel und konnten sogar ihre eigenen Rekorde der vergangenen Jahre knacken.

Mehrere Menschen stehen in einer Traube und warten darauf, Glücksschweinchen kaufen zu können.

Auf der Adolph-Roemer-Straße warten die Menschen schon sehnsüchtig auf ihre Glücksschweinchen. Foto: Neuendorf

Mehr als 9000 Euro haben die Menschen in Clausthal-Zellerfeld und den Ortsteilen für ihre Glücksschweinchen in diesem Jahr springen lassen und schlagen damit sogar ihren eigenen Wert aus dem Vorjahr. Dass der Oberharz sich an Silvester so ins Zeug legt, hat gute Tradition. Und so ist es auch nur folgerichtig, dass nicht nur die Gesamtsumme hoch ausfällt, sondern auch der Durchschnittswert pro verkauftem Schweinchen außerordentlich hoch ist: 2,37 Euro haben sich die Oberharzer ihren Glücksbringer im Schnitt kosten lassen, so hoch ist der Wert in keiner anderen Stadt. Zum Vergleich: Die Mindestspende pro Schwein liegt bei nur 1,50 Euro.

Ein Mann überreicht einem anderen zwei Geldscheine.

Auch auf den Supermarkt-Parkplätzen sind die Glücksbringer heiß begehrt. Foto: Knoke

Auch vom nasskalten und bisweilen ungemütlichen Winterwetter haben sich weder Käufer noch Verkäufer abschrecken lassen, ist das Borstenvieh immerhin für viele Menschen ein fester Bestandteil der eigenen Silvesterplanung. Ganz nach dem Motto: „Same procedure as every year“.

„Dankeschön“ steht auf einem blauen Sparschwein. Darauf sind zwei Glücksschweinchen der Goslarschen Zeitung, die viel Glück für das Jahr 2026 wünschen.

Frisch geleert, kann sich auch das Sparschwein nach getaner Arbeit endlich wieder entspannen. Foto: Neuendorf

Und dann geht es ja auch nicht nur um das eigene Glück, sondern vor allem um das derjenigen, die in diesem Jahr von der großen Spendenbereitschaft der Oberharzer profitieren. Denn natürlich haben sich die Ratsleute und ihre Helfer, die die rosa Talismane verkauft haben, das Geld nicht in die eigene Tasche gesteckt. Über den Erlös aus 2025 dürfen sich fünf Vereine freuen, die sich in Clausthal-Zellerfeld und den Ortschaften, aber auch darüber hinaus engagieren: der Förderverein für den Erhalt der Clausthaler Holzkirche, der Verein Pro Dampf, das Jugendrotkreuz des Ortsvereins Clausthal-Zellerfeld, die Suchhundestaffel Nordharz und der Verein zur Erhaltung der Harzkuh und der Harzziege.

Zählen mit sichtlichem Spaß das Glücksschweinchengeld aus Altenau: Jutta Obst, Markus Finck und Alexander Ehrenberg.

Zählen mit sichtlichem Spaß das Glücksschweinchengeld aus Altenau (v.l.): Jutta Obst, Markus Finck und Alexander Ehrenberg. Foto: Neuendorf

Unterschiedlicher könnten die begünstigten Initiativen kaum sein. Für den Marktkirchenverein stehen Projekte zum Erhalt der baulichen Substanz und Maßnahmen gegen Taubenkot im Turm an. Der Verein Pro Dampf, der sich gemeinsam mit dem Oberharzer Geschichts- und Museumsverein für die Tagesförderbahn einsetzt, blickt auf ein ebenso schweißtreibendes wie kostspieliges Jahr zurück, weil sie die Gleise der Bahn am Alten Bahnhof verlegt haben.

Das Jugendrotkreuz wiederum hat bereits angekündigt, neue Softshelljacken für die jungen Lebensretter anschaffen zu wollen. Leben retten können auch die Vierbeiner der Suchhundestaffel Nordharz, die nach vermissten Menschen in der Region suchen. Der Vorstand plant, mithilfe des Glücksschweinchengelds neue Funktechnik anzuschaffen. Und der Verein zur Erhaltung der Harzkuh und Harzziege hat vor, in neue Holztore im Stall des Bergbauernhofs zu investieren.

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