Drittklässler pflanzen Laubbäume bei Clausthal-Zellerfeld
Am Ufer eines Bachs setzen die Kinder und ihre Eltern Ulmen. Die können es gut ab, bei Überschwemmungen auch mal eine Zeit lang im Wasser zu stehen. Foto: Exner
Gemeinsam mit Drittklässlern hat der Verein Trinkwasserwald jetzt ein Stück Kahlfläche westlich von Clausthal-Zellerfeld wieder aufgeforstet. Gesetzt wurden aber keine neuen Fichten, sondern Laubbäume. Die haben nämlich eine ganz besondere Stärke.

Kahlflächen wie diese finden sich derzeit noch überall im Harz. Hier hat in der Regel der Borkenkäfer gewütet. Statt erneut Fichten, werden auf diesen Flächen nun Laubbäume gepflanzt. Foto: Exner
Eingeladen hatte Dr. Katharina Meyer-Schulz, Leiterin des forstfachlichen Bereichs und der Umweltbildung beim Verein Trinkwasserwald. Sie ist auch privat nah an der Thematik dran; ihr Mann Christian arbeitet nämlich im Forstamt Clausthal. Anlass war der Weltwassertag. Zu diesem rufen die Vereinten Nationen seit 1992 immer am 22. März auf. Erinnert werden soll an diesem Tag an die Besonderheiten von Wasser als essenziellste Ressource allen Lebens. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Glacier Preservation“, also „Gletscherschutz“.
Kaum Resonanz
Ein von Nadel- auf Laubbäume umgebauter Wald sorge hierzulande bereits nach etwa zehn Jahren im Bundesmittel pro Hektar und Jahr für 800.000 Liter mehr verfügbares Grundwasser von hoher Qualität, erklärte Meyer-Schulz in ihrer Begrüßung. Anschließend stieß sie mit einem Glas voll Harzer Wasser an.
Während ihrer Begrüßung stößt Katharina Meyer-Schulz mit Udo Künstel (r.) und Alexander Frese an. Getrunken wird ein waschechtes Harzer Wasser. Foto: Exner

An einem Infostand erfahren die Teilnehmer mehr über die nützliche Ressource Wasser und den Verein Trinkwasserwald. Foto: Exner
Auch CDU-Mann Udo Künstel war in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister erschienen, richtete die Grüße von Rat und Verwaltung aus und griff anschließend selbst zum Pflanzspaten. Mehrere Hundert Meter ging die Gruppe dann querfeldein zur Pflanzfläche.
Ausgesucht hatte diese Forstwirtschaftsmeister Alexander Frese, Stadtförster von Clausthal-Zellerfeld. Es handelte sich um ein ehemaliges Stück Fichtenwald, das vom Borkenkäfer befallen, abgestorben und deshalb anschließend von den Landesforsten gefällt worden war.
Erfahrene Pflanzer
Frese zeigte den Kindern und deren Eltern, wie die jungen Bäume korrekt in die Erde gesetzt werden müssen, sodass sie auch Wurzeln schlagen. Doch für den einen oder anderen Teilnehmer war das gar nichts Neues – es gab einige, die nach eigenen Angaben zuvor schon einmal an einer Pflanzaktion teilgenommen hatten.
Stadtförster Alexander Frese zeigt den Teilnehmern, wie ein junger Baum korrekt in die Erde gesetzt werden muss. Foto: Exner
Gepflanzt wurden mehrere Dutzend Ulmen, Ahorne, Hainbuchen und Kirschen. So, wie das aktuell in großen Teilen des Harzes passiert.
Doch natürlich wurde an diesem Tag nicht nur gearbeitet: Die Organisatoren versorgten die Kinder und ihre Eltern auch mit viele interessanten Informationen. Waldpädagogin Stefanie Placht von den Landesforsten hatte zudem Spiele für die Kinder vorbereitet.
Huch, was ist denn das? Auf dem Weg zur Pflanzaktion hat Waldpädagogin Stefanie Placht für die Kinder die eine oder andere Überraschung platziert. Foto: Exner