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Graffiti am Alten Bahnhof

Wer hat Oberharzer Toiletten beschmiert? Stadt setzt Belohnung aus

Toilettenkabinen, deren Türen und Wände mit Graffiti und Schriftzügen bedeckt sind.

Schmierereien so weit das Auge reicht: Die öffentlichen Toiletten am Alten Bahnhof sind Opfer von Vandalismus geworden. Foto: Stadtverwaltung

Unbekannte haben die öffentliche Toilette am Alten Bahnhof in Clausthal-Zellerfeld mit Graffiti beschmiert. Die Stadt setzt nun eine Belohnung für Hinweise aus.

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Von Corinna Knoke
14.08.2026, 13:30 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Die Stadtverwaltung ist sauer und macht ihrem Ärger in den sozialen Medien Luft: Unbekannte haben die öffentliche Toilettenanlage am Alten Bahnhof in Clausthal-Zellerfeld großflächig mit Graffiti beschmiert. Betroffen sind nach Angaben der Stadt Wände, Türen, Spiegel und Fliesen. Wie bereits bei früheren Fällen von Vandalismus setzt das Rathaus eine Belohnung aus. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ermittlung der Verantwortlichen führen, gibt es 1000 Euro.

Die Stadt stellt die Toilette bewusst kostenlos zur Verfügung, damit Oberharzer und Touristen die Anlage am Bahnhof nutzen können. Umso mehr ärgert die Verwaltung die aktuellen Schmierereien. „Wir möchten die Anlage auch weiterhin kostenlos halten. Sollten sich solche Vorfälle jedoch wiederholen, müssen wir prüfen, ob eine dauerhafte Öffnung weiterhin möglich ist“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Das sei schade für all diejenigen, die die öffentlichen Einrichtungen selbstverständlich respektvoll benutzen.

Kunstwerke von Gymnasiasten beschmiert

Auch vor den Kunstwerken von Schülerinnen und Schülern der Robert-Koch-Schule machten die Täter nicht Halt. Die Gymnasiasten hatten das Toilettenhäuschen gestaltet und bemalt. Sie haben bereits versucht, ihre Werke zu retten und die Beschädigungen zu beseitigen.

„Das ist kein Kavaliersdelikt“, schreibt die Stadtverwaltung. Die Beseitigung der Schmierereien verursache zusätzlichen Aufwand und Kosten, die letztlich die Allgemeinheit tragen müsse. Wegen der Sachbeschädigung will das Rathaus Strafanzeige bei der Polizei stellen. Bis Freitagmittag war dort allerdings noch keine Anzeige eingegangen, wie Polizeichef Steffen Jach auf GZ-Nachfrage berichtet. Sobald die Anzeige vorliegt, können die Ermittler tätig werden. Dabei könnten sie unter anderem prüfen, ob sich die Graffiti bestimmten Tags zuordnen lassen. Ein Vergleich mit bereits bekannten Schmierereien könnte Hinweise darauf liefern, ob dieselben Personen für mehrere Fälle verantwortlich sind.

Sind Kameras im Oberharz die Lösung?

Sachbeschädigungen und Schmierereien beschäftigen den Oberharz immer wieder. In der Vergangenheit traf es unter anderem Welterbe-Schilder der Harzwasserwerke oder Anlagen des Harzklubs. In den Facebook-Kommentaren zu dem aktuellen Fall wurde deshalb die Forderung nach einer Videoüberwachung in Clausthal-Zellerfeld laut. Die Verwaltung stellt jedoch klar, dass eine Stadt nicht ohne Weiteres Kameras im öffentlichen Raum aufstellen dürfe. „Die Überwachung öffentlich zugänglicher Bereiche ist an enge rechtliche und datenschutzrechtliche Voraussetzungen gebunden und muss für den jeweiligen Ort erforderlich und verhältnismäßig sein“, heißt es. Umso wichtiger sei es, solche Beschädigungen konsequent zu verfolgen. Mit der angekündigten Strafanzeige und der ausgesetzten Belohnung will die Stadt nun dazu beitragen, die Verantwortlichen zu ermitteln.

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