45. Goslarer Tage der Kleinkunst bieten großes Kino nach Pfingsten
Die „Bühne Cipolla“ eröffnet zum dritten Mal die Goslarer Tage der Kleinkunst mit begeisterndem Figurentheater: leidenschaftlich, kompromisslos, analog, handgemacht und garantiert KI-frei. Foto: Privat
Die 45. Goslarer Tage der Kleinkunst bieten die große Vielfalt an elf Terminen. Höhepunkte sind die „Langen Nächte“ mit ihrem Mix. Ab 18. Februar gibt es Karten.
Goslar. Am Aschermittwoch ist noch längst nicht alles vorbei. Zwar ist der Karneval 2026 dann Geschichte – andere Dinge fangen jedoch gerade erst an, so der Vorverkauf für die 45. Goslarer Tage der Kleinkunst. Deutschlands dienstältestes Kleinkunstfestival will vom 29. Mai bis 7. Juni wieder die Goslarer und ihre Gäste begeistern.
Seit 1979 wird die Weltkulturerbestadt alljährlich nach Pfingsten zum Mekka für Kleinkunst-Fans. Das ehrenamtliche Team des Förderkreises Goslarer Tage der Kleinkunst bringt erneut ein ein hochklassiges und vielseitiges Festival-Programm auf die Bühne des Kulturkraftwerks Harzenergie. Acht Abendveranstaltungen sowie drei Kinderveranstaltungen sind in zehn Tagen geplant, darunter der Überraschungsmix in den „Langen Nächten der Kleinkunst“, die zum Lachen, Feiern und Nachdenken einladen. Vom 18. Februar an sind wieder vergünstigte und übertragbare Dauerkarten zum Gesamtpreis von 176,40 Euro mit Eintritt zu allen Veranstaltungen inklusive einer „Langen Nacht“ sowie dem aktuellen Plakat erhältlich.
Das menschliche Böse
Das traditionelle Figurentheater für Erwachsene entführt zur Eröffnung am Freitag, 29. Mai, in diesem Jahr in das Haus des exzentrischen Schweizer Milliardärs Dr. Fischer. Die Bühne Cipolla inszeniert das Stück „Dr. Fischer aus Genf oder Die Bomben-Party“ nach dem Roman von Graham Greene mit ihren fantastischen, detailreichen Figuren und stimmungsvoller Livemusik. Die Bühne, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert, hat im Kulturkraftwerk eine unvergessene Aufführung von Michael Kohlhaas hingelegt, gefolgt von „Mario und der Zauberer“. Dieses Mal also eine bombige Fortsetzung: leidenschaftlich, analog, handgemacht und garantiert KI-frei: Ein „krasses Puppentheater über das menschliche Böse“ heißt es in der Pressemitteilung.
Varieté auf dem Hof
Joschis kunterbuntes Kinder-Varieté will am Samstag, 30. Mai, ab 14 Uhr vor allem die kleinen Gäste begeistern. Auf dem Außengelände werden mit mitreißender Jonglage und witziger Zauberei magische Momente bereitet. Am Abend machen Bidla Buh auf Abschiedstour mit ihrer Musik-Comedy Halt in Goslar. Die Combo steht schon seit langer Zeit auf der Wunschliste des Kleinkunstvereins; jetzt hat es geklappt. Die Zuschauer erwartet Musik-Comedy der Spitzenklasse: „Mit gestopfter Trompete, Jazzgitarre und viel Schmelz in der Stimme kreieren diese Drei ihre ganz eigene Art von Humor“, schreibt der Förderkreis.

LaLeLu, das vierköpfige A-capella-Ensemble aus Hamburg, sind in Goslar keine Unbekannten, waren sie doch bereits fünf Mal im Kulturkraftwerk zu Gast. Bei ihrem sechsten Auftritt bringen sie ein buntgemischtes Programm aus Schlager, Pop, Jazz, Mundartvolksliedern und Werbe-Jingles mit. Foto: Jonas Walzberg Foto: Jonas Walzberg
Premiere zum Schluss
Auch Kabarettist Thomas Freitag konnte bei seiner Abschiedstour für einen Auftritt in Goslar gewonnen werden: Am Dienstag, 2. Juni, um 19.30 Uhr ist es soweit. „Rückzug über die Minen der Ebene Kabarett“ heißt sein Programm, in dem sich der Großmeister des politischen Kabaretts in verschiedenen Rollen allen Höhen und Tiefen der deutschen Gesellschaft widmet.

Anna Schäfer weckt am 3. Juni im Kulturkraftwerk „Schlafende Hunde“. Foto: Endermann
Lebendiger Mix

Ein kleiner Blick auf die Langen Nächte, die mit Benno & Max unter anderem die Weltmeister im Diabolo präsentieren. Foto: Tom Weller

Er bindet wieder den Sack zu: Bernd Lafrenz präsentiert am zweiten Festivalsonntag Shakespeares „Was ihr wollt“ als Ein-Personen-Stück. Foto: Privat
Das Festivalprogramm bietet wieder ein buntes Potpourri aus allen Genres der Kleinkunst. Die Tickets können ab 18. Februar im Vorverkauf unter www.kulturkraftwerk-harzenergie.de, bei der Tourist-Information Goslar oder bei der Vorverkaufsstelle der Goslarschen Zeitung erworben werden. Der gesamte Spielplan ist Online abrufbar.
Plakat mit viel Herz

Das neue Kleinkunstplakat zeigt eine Ansicht des Goslarer Marktplatzes mit Kleinkünstlern auf dem Kopfsteinpflaster. Foto: Privat
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