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Investitionen und neue Projekte

GZ Plus IconFreibad Rhüden bekommt eine Fasssauna: Das steht alles 2026 an

Eine Fasssauna von außen

Die Freibadbesucher erwartet im kommenden Jahr die neue Fass-Sauna. Foto: Privat

Mithilfe von Zuschüssen, Spenden und mehr konnte der Freibad-Verein viel bewegen. Das Gelände soll in Zukunft mehr genutzt werden, um sich weiterzuentwickeln.

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Von Ronja Heinemann
Dienstag, 30.12.2025, 14:00 Uhr

Rhüden. Viele Neuerungen im Freibad Rhüden: In der kommenden Saison können sich Besucher auf eine neue Rutsche freuen. Und auch neben der Saison soll eine Anschaffung für Freude sorgen. Die Fass-Sauna schafft warme Momente in kalten Stunden. Auch für 2026 plant das Freibad schon Bauprojekte, berichtet Freibadbeauftragter Robert Michel.

In der Saisonpause 2025 haben die Ehrenamtlichen in Eigenleistung eine PV-Anlage auf einer Metallkonstruktion errichtet. Insgesamt wurden 45 Solarmodule installiert. Die PV-Anlage und die Beheizung wurde durch einen Zuschuss der Stadt Seesen gedeckt. Vor knapp vier Jahren habe die CDU-Fraktion einen Antrag im Haushaltsplan erwirkt. Eine leichte Arbeit war das nicht: Die Stahlteile für die Konstruktion wiegen pro Einheit 1,5 Tonnen und die sechs Fundamente sind knapp 50 Tonnen schwer, erzählt Michel. Der erzeugte Strom wird hauptsächlich für das Beheizen des Beckens mittels einer Wärmepumpe verwendet. Dadurch werde das Wasser ungefähr 2,5 Grad Celsius wärmer.
eine blaue Rutsche

Eine neue Rutsche gibt es auch im Freibad. Foto: Privat

Viele Investitionen

Dank des Crowdfunding-Projekts der Volksbank Seesen und den Besuchern und Bürgern konnte der Verein zusätzlich eine Rutsche anschaffen. Außerdem wurden zwei neue Fahnenmasten aufgestellt.

Eine weitere Investition in die Zukunft des Freibades ist die neue Fass-Sauna. Aktuell wird daran noch gebaut, so Michel, aber in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres soll sie in Betrieb genommen werden. Möglich gemacht wurde sie durch eine Spende von Michael Meyer (LBS). Durch diese ganzen Unterstützungen musste der Verein selber kaum Geld in die Hand nehmen. Die Anlagen wurden meistens selber montiert, wodurch viel Geld eingespart wird.
Eine Fasssauna von innen

Die geräumige Sauna soll Anfang des Jahres eröffnet werden. Foto: Privat

In Rhüden gibt es keine öffentlich zugängliche Sauna mehr. Deshalb, und weil Michel das Angebot des Freibads auch außerhalb der Saison erweitern möchte, kam der Verein auf die Idee, die Sauna anzuschaffen. „Ich möchte das Gelände einfach mehr nutzen, sodass das Freibad Rhüden sich immer weiter entwickelt“, führt Michel aus.

Die erste Planung sehe vor, die Sauna nur außerhalb der Freibadsaison zu öffnen. Im kommenden Jahr beginnt die Saison am 14. Mai und geht bis zum 13. September. Ob es spezielle Events oder Formate rund um die Sauna geben soll, ist noch unklar. In erster Linie könne sie sich als „Privat Spa“ etablieren, denkt Michel.

Neue Projekte

Und auch für das kommende Jahr hat der Verein schon ein Bauprojekt ins Auge gefasst. Eine überdachte Picknick-Bank für die Gäste soll noch vor der Saison aufgestellt werden. Sie wurde bereits bei Matthias Harenberg in Auftrag gegeben. Finanziert werden konnte sie durch Spendengelder der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, der Schatzkiste Seesen und der Volksbank.

Weiterhin sei Michel in der Planung zu einem neuen Sanitärgebäude, welches auch barrierefreie Bereiche haben wird. Auf die Frage, ob weitere Investitionen oder Verbesserungen geplant sind, antwortet Michel: „‚Stillstand ist Rückschritt‘, hat mir mal einer meiner Vorgesetzten bei der Marine gesagt. Den Spruch nehme ich in vielen Bereichen meines Lebens an.“

„Ich habe noch Visionen und Vorstellungen, um das Freibad Rhüden noch bekannter werden zu lassen und weiter nach vorne zu bringen. Mehr sage ich erstmal nicht“, erzählt Michel mit einem Augenzwinkern. Preise und Öffnungszeiten sollen im kommenden Jahr gleich bleiben. Das Freibad öffnet in der Saison von 7 bis 19 Uhr.

Besucherzahlen gestiegen

Allgemein können die Ehrenamtlichen auf ein durchaus gutes Jahr blicken. Zwar habe das Wetter im Juli nicht immer mitgespielt, aber die Besucherzahlen sind trotzdem im Vergleich zum Vorjahr um rund 41 Prozent gestiegen. Insgesamt kamen 20.150 Besucher ins Freibad. Davon waren 3189 Tagesgäste. Die meisten Personen an einem Tag kamen am 13. August – knapp 620 Gäste wurden gezählt.

Für die Ehrenamtlichen war der Sommer aber auch eine Herausforderung. Sie wollten die Baumaßnahmen vor Saisonbeginn fertig haben. „Der Zeitdruck hat uns enorm zu schaffen gemacht“, erinnert sich Michel. Für das kommende Jahr wünsche er sich noch mehr nette Menschen, weniger Stress und gutes Wetter. Und über das Freibad hinaus: Frieden auf Erden.

Besonders hervorheben kann Michel den Einsatz und die Bedeutung der Ehrenamtlichen. „Ohne mein Team würde ich das nie schaffen“, sagt der Freibadbeauftragte. Die Bauprojekte und Veranstaltungen seien nur mit Ehrenamtlichen realisierbar. In der Saison sei das Freibad einfach ein zentraler Treffpunkt für Jung und Alt, um zusammenzukommen, zu erzählen oder einfach eine gute Zeit zu haben. Über neue Helfer würde sich Michel aber sehr freuen. „Wenn jemand Lust hat, in ein motiviertes Team zu kommen und ein paar neue Kontakte zu knüpfen, dann ist er oder sie bei uns genau richtig.“ Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Freibad Rhüden.

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