Sommerferienverkehr rollt an: ADAC warnt vor Staus auf A7 und A38
Ein langer Stau hat sich auf der Autobahn A7 gebildet. Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken
Mit dem Ferienstart in Niedersachsen steigt das Staurisiko deutlich. Besonders auf A7 und A38 rund um den Harz müssen Autofahrer mehr Zeit einplanen.
Harz. Mit dem Beginn der Sommerferien in Niedersachsen rechnet der ADAC am kommenden Wochenende mit deutlich mehr Verkehr auf den Autobahnen. Neben Niedersachsen starten auch Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in die Ferien. Gleichzeitig sind bereits viele Urlauberinnen und Urlauber aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland unterwegs. Dadurch dürfte das Verkehrsaufkommen spürbar zunehmen, teilt der ADAC mit.
Bereits am Freitagnachmittag erwartet der ADAC die ersten größeren Behinderungen. Besonders voll wird es auf den Strecken in Richtung Süden sowie auf den Autobahnen zur Nord- und Ostsee. Am Samstagvormittag sorgt zusätzlich Ausflugsverkehr für Staus auf den Straßen in die Alpen, Mittelgebirge, an die Küsten und zu den Seen. Der Rückreiseverkehr aus den Naherholungsgebieten dürfte jeweils am Samstag- und Sonntagabend einsetzen.
A7 und A38 für den Harz besonders betroffen
Für Reisende aus der Region Goslar sind vor allem die A7 und die A38 von Bedeutung. Der ADAC zählt beide Autobahnen zu den besonders staugefährdeten Strecken. Auf der A7 zwischen Hamburg, Hannover und Kassel sorgen mehrere Baustellen für zusätzliche Verzögerungen. Betroffen sind unter anderem die Bereiche zwischen Hildesheim-Drispenstedt und der Raststätte Hildesheimer Börde sowie zwischen Derneburg-Salzgitter und der Raststätte Hildesheimer Börde. Auch auf der A38 zwischen Göttingen und Halle ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Darüber hinaus gelten unter anderem die A1, A2, A9, A27, A31, A29 und A33 als besonders belastete Reiserouten.
Zahlreiche Baustellen verschärfen die Lage
Neben dem Ferienverkehr erschweren zahlreiche Baustellen in Niedersachsen die Reise. Besonders betroffen sind längere Abschnitte der A1, A2 und A7. Dort müssen Autofahrer teilweise mit Fahrstreifenverengungen, geänderten Verkehrsführungen und Sperrungen rechnen.

Autos stauen sich Richtung Norden an einer Baustelle auf der Autobahn A7. Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken
Zusätzliche Behinderungen erwartet der ADAC im Bereich Hamburg. Wegen einer Brückensanierung wird die A1 zwischen Hamburg-Harburg und Hamburg-Stillhorn an mehreren Wochenenden in Fahrtrichtung Bremen vollständig gesperrt. Die Sperrungen finden von Freitag, 3. Juli, 22 Uhr, bis Montag, 6. Juli, 5 Uhr, sowie von Freitag, 10. Juli, 22 Uhr, bis Montag, 13. Juli, 5 Uhr statt. Da die ausgeschilderte Umleitung über die B75 bereits stark belastet ist, müssen Reisende mit erheblichen Verzögerungen rechnen.
ADAC gibt Reisetipps
Der ADAC empfiehlt, möglichst außerhalb der Hauptreisezeiten aufzubrechen und sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Vor der Abfahrt sollten außerdem Reifendruck, Verbandskasten, Warndreieck und Warnwesten kontrolliert werden. Gerade bei hohen Temperaturen erhöht ein zu geringer Reifendruck das Risiko eines Reifenschadens. Ausreichend Getränke gehören ebenfalls zur Reisevorbereitung.
An Baustellen sollten Verkehrsteilnehmende besonders aufmerksam fahren, die Beschilderung beachten und das Reißverschlussverfahren nutzen. Kommt es zu einem Stau, ist das frühzeitige Bilden einer Rettungsgasse Pflicht: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren nach links, alle übrigen weichen nach rechts aus, damit Einsatzkräfte den Unfallort schnell erreichen können. lik/red
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