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Trotz Minusgraden

GZ Plus IconLebensgefahr: Eisdecken sind im Oberharz zu dünn zum Betreten

Ein Warnschild am Unteren Hausherzberger Teich.

Ein Schild warnt am Unteren Hausherzberger Teich vor dem Betreten der Eisflächen. Foto: Neuendorf

Die Harzwasserwerke und die DLRG-Vorsitzende warnen: Auf den Teichen im Oberharz gibt es aufgrund der dünnen Eisdecke keine Garantie für Sicherheit.

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Von Friederike Julia Müller
Montag, 12.01.2026, 18:00 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Trotz der frostigen Temperaturen der vergangenen Tage ist das Betreten von Eisflächen aktuell keine gute Idee. Das Eis ist noch zu dünn, zudem ist für die nächsten Tage Tauwetter angesagt.

Der Schnee lockt viele Wintersportbegeisterte zum Skifahren oder Rodeln in den Harz. Aber wie sieht es mit Eislaufen aus? Sprecherin Sarah Schrader beantwortet diese Frage für die Harzwasserwerke, die die Teiche der Oberharzer Wasserwirtschaft betreuen. „Da es an einigen Teichen auch wechselnde Wasserstände gibt, haben wir Warnschilder aufgestellt, diese Eisflächen in keinem Fall zu betreten“, berichtet sie. Als privater Betreiber könnten die Harzwasserwerke „nicht kontrollieren, wie dick die Eisflächen zugefroren sind“.

Keine Garantie für Sicherheit

Beurteilen müsse das am Ende das Ordnungsamt, wie auch Silvia Hoheisel bestätigt. Sie ist die erste Vorsitzende der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Clausthal-Zellerfeld und rät entschieden vom Eislaufen auf den Hausherzberger Teichen ab. Würde sie beim Ordnungsamt eine Zulassung beantragen, müsste die Eisdecke außerdem mindestens 20 Zentimeter dick sein. Aber das ist sie nicht. Auch die Minusgrade der vergangenen Tage garantieren laut ihr keine stabile Eisfläche.

„Die Strömung vom Oberen Hausherzberger Teich in den Unteren macht es auch sehr schwierig“, erklärt sie. Am 3. Januar gab es dort zudem eine Strömungsretterübung von der DLRG und „das Eis ist noch beschädigt“.

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