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DHL eröffnet Zustellstützpunkt

GZ Plus IconDie Post im Landkreis kommt jetzt vor allem aus Bad Harzburg

Freuen sich über das neue Gebäude: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post sowie Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms (Mitte) und der stellvertretende Landrat Stefan Scheele (2. v.r.).

Freuen sich über das neue Gebäude: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post sowie Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms (Mitte) und der stellvertretende Landrat Stefan Scheele (2. v.r.). Foto: Exner

Nach nur wenigen Monaten Bauzeit hat die DHL beziehungsweise die Deutsche Post ihren Zustellstützpunkt im Bad Harzburger Haferkamp eröffnet. Das neue Gebäude soll Arbeitsabläufe und -bedingungen verbessern sowie CO₂-neutral betrieben werden.

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Von Christoph Exner
Mittwoch, 09.07.2025, 12:00 Uhr

Bad Harzburg. Die Deutsche Post beziehungsweise die DHL-Group hat am Dienstag offiziell ihren neuen Zustellstützpunkt im Bad Harzburger Gewerbegebiet eröffnet. Normalerweise dauere ein Großprojekt wie das im Haferkamp von der Planung bis zur Fertigstellung meist gut und gerne fünf Jahre, ordnete Bürgermeister Ralf Abrahms ein. Im Fall der Post waren es jetzt inklusive Unterzeichnung des Grundstückskaufvertrags und des Erhalts der Baugenehmigung gerad

e mal zwei an der Zahl. Erst im Oktober war der Spatenstich vollzogen worden (die GZ berichtete).

Das 1270 Quadratmeter große Gebäude, das nicht angemietet ist, sondern dem Unternehmen gehört, ist von der Bundesstraße 6 aus nicht nur gut zu sehen, sondern von dort aus auch gut zu erreichen – genauso übrigens wie von der Autobahn 369 aus. Die Leitung des neuen Standorts hat Claudia Lüders inne. Deutschlandweit betreibt die Post nach eigenen Angaben weit mehr als 2000 Zustellstützpunkte.

Auf dem neuesten Stand

Im Zuge des Neubaus schließt die Post ihre Standorte in Vienenburg und Langelsheim sowie das bisherige Lager am Bad Harzburger Bahnhof.

Dadurch würden die Arbeitsabläufe optimiert, erklärt Sylvia Kramarczyk, Niederlassungsleiterin der Deutschen Post Magdeburg, von wo aus der Neubau verwaltet wird. 55 Mitarbeiter – sie stammen aus den geschlossenen Standorten – fahren vom Haferkamp aus zusammen täglich 43 Touren.

Für sie sollen durch den Neubau die Arbeitsbedingungen verbessert werden, auch wenn diese sich sicher erst einmal noch an den neuen, viel größeren Standort gewöhnen müssen. Nun besteht unter anderem die Möglichkeit zur ebenerdigen Anlieferung, es gibt überdachte Parkplätze und erweiterte Lagerkapazitäten.

Der neue Zustellstützpunkt ist auch technisch auf dem modernsten Stand, verfügt unter anderem über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, eine PV-Anlage auf dem Dach sowie eine Ladeinfrastruktur für den firmeneigenen Fuhrpark.
Der neue Zustellstützpunkt der Deutschen Post ist im Haferkamp, unweit der B6 zu finden.

Der neue Zustellstützpunkt der Deutschen Post ist im Haferkamp, unweit der B6 zu finden. Foto: Exner

Noch werden nicht alle der Post-Fahrzeuge, die von Bad Harzburg aus losfahren, elektrisch betrieben. Auch, weil der Stromanschluss des Grundstücks das noch nicht hergebe, heißt es von Seite des Unternehmens. Perspektivisch solle das aber so sein. Bis zum Jahr 2030, so teilt die Post mit, plane man bezogen auf das gesamte Unternehmen, mindestens sieben Milliarden Euro in umweltfreundliche Lösungen zu investieren, um den eigenen CO -Fußabdruck auf unter 29 Millionen Tonnen zu senken.

„Investitionen erhalten Arbeitsplätze“

Der neue Bad Harzburger Standort werde zwar nicht klima-, aber immerhin CO -neutral betrieben, so die Post. Stefan Scheele, der in der Funktion des stellvertretenden Landrats vor Ort war und genau wie Bad Harzburgs Bürgermeister den Grünen angehört, gefiel genau das besonders gut. Nur, weil heutzutage weniger Briefe und Postkarten geschrieben würden als digitale Nachrichten, minimiere das nicht die Bedeutung der Zustellstützpunkte, betonte er. Für Unternehmen wie für Kunden gleichermaßen sei der Neubau ein großer Gewinn.

Und schließlich reagiert die Post damit auch auf das sich verändernde Konsumverhalten. Heute würden deutlich mehr Pakete als Briefe versandt, das brauche entsprechenden Platz, so Niederlassungsleiterin Kramarczyk. Es habe sich also um eine Investition in die Zukunft gehandelt. Und solche Investitionen würden letztlich die Arbeitsplätze sichern, unterstrich Post-Betriebsratsvorsitzender Uwe Wollwage in Richtung seiner Kollegen.

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