Bürgermeister-Kandidat: CDU nominiert Dirk Becker einstimmig
CDU-Vorsitzender Karl-Heinz Plosteiner (l.) und Fraktionsvorsitzender Albert Baumann (r.) gratulieren Dirk Becker zu seiner einstimmigen Nominierung als Bürgermeister-Kandidat für die Stadt Braunlage. Foto: Eggers
Einstimmig hat die CDU am Mittwochabend in einer Mitgliederversammlung Dirk Becker zum Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Der 49-Jährige erklärte zuvor seine Ziele.
Braunlage. Dirk Becker betont, er stehe für eine verlässliche Politik, die zuhört, Probleme erkennt, Lösungen findet und mit anpackt. „Dieses Vorgehen muss aber auch klar kommuniziert werden“, sagte der 49-Jährige. Er ist am Mittwochabend einstimmig in geheimer Wahl als Bürgermeister-Kandidat der CDU für die Stadt Braunlage nominiert worden.
18 wahlberechtigte Christdemokraten (von insgesamt 67 Mitgliedern im Stadtgebiet) sowie einige Gäste waren in die Gaststätte „Drink‘a‘Bell“ gekommen. Unter ihnen auch Dr. Constantin Weigel, der am Montag ebenfalls einstimmig zum CDU-Bürgermeister-Kandidaten von Clausthal-Zellerfeld nominiert worden war. Vorsitzender Karl-Heinz Plosteiner beschwor in diesem Zusammenhang einen starken Oberharz, den es mit zwei CDU-Bürgermeistern geben könnte. „Die können dann ganz anders in Hannover auftreten“, betonte er.
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Tourismus weiterentwickeln
Der heute 49-Jährige fand Gefallen an der Seefahrt, absolvierte nach der Bundeswehrzeit eine Ausbildung bei der Seefahrtsschule in Cuxhaven und ist anschließend weltweit als Leitender Wachoffizier an Bord von Schiffen unterwegs gewesen. 2018 war Schluss damit, er fing bei der Braunlage-Tourismus-Gesellschaft (BTG) an, wo er 2022 zum Geschäftsführer ernannt wurde. Mit dieser Ernennung im August 2022 endete die Zeit als Ratsmitglied von Dirk Becker. Als Chef eines kommunalen Unternehmens durfte er aus gesetzlichen Gründen nicht mehr im Rat sitzen, in den er 2021 direkt gewählt worden ist.
Dirk Becker will als Bürgermeister die Infrastruktur weiter stärken und den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor weiterentwickeln. „Wir hatten im vergangenen Jahr mehr als 1,4 Millionen Übernachtungen, wenn wir wollen, dass es so weiter geht, müssen wir unsere Orte attraktiv halten, für Unternehmen, für Gäste, aber vor allem auch für unsere Einwohner.“
Erster Gegenkandidat äußert sich
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Gute Rahmenbedingungen benötige die Region aber auch für Kinder und Jugendliche. „Sie sind unsere Zukunft“, meinte Becker. Deshalb müssten für die Jüngsten Angebote zum Spielen, Lernen, Sport treiben und für gemeinschaftliche Aktivitäten geschaffen werden.
Ebenso ist dem Kandidaten das Ehrenamt wichtig. Die Politik müsse nur dafür sorgen, dass der Einsatz der Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, durch zu viel Bürokratie ausgebremst werde. Er selbst engagiere sich für die DLRG-Ortsgruppe, den Angelsportverein Braunlage, die Braunlager Schützengesellschaft, den Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein sowie den Fördervereinen für Oberharzgymnasium und Wurmbergschule. Vor seiner Wahl unterstrich Becker auf Nachfrage von Edith und Wolfgang Hoffmann zudem, dass er für den Erhalt aller Grundschulen im Stadtgebiet und des Kurhauses in St. Andreasberg stehe.
Bis 20. Juli ist Zeit
Vorsitzender Plosteiner betonte, eine starke CDU könne mit einem starken Bürgermeister an der Seite auch auf Landesebene einiges bewegen. „Es kann nicht sein, dass eine der stärksten Tourismusgemeinden im Land so wenig gefördert wird, wie es die Landesregierung aus SPD und Grünen derzeit tut“, sagte er. Und weiter: „Sozialisten konnten noch nie mit Geld umgehen.“
Kandidatur angekündigt
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Dirk Becker ist der dritte Kandidat, der seinen Hut in den Ring wirft. Bislang haben bereits Amtsinhaber Wolfgang Langer (Bürgerliste) und Cordula Dähne-Torkler (SPD) ihre Kandidatur angekündigt. Bis zum 20. Juli um 18 Uhr haben interessierte Frauen und Männer Zeit, ihre Kandidatur im Rathaus anzukündigen. Wer keiner Partei angehört, müsse mindestens 48 Unterschriften von wahlberechtigten Einwohnern der Stadt Braunlage mitbringen, heißt es.
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