Braunlager Rat spricht sich für viele Investitionen aus
Die Investitionen ins Kurhaus St. Andreasberg sollen in diesem Jahr starten. Foto: Eggers
Sechs Millionen Euro in diesem Jahr, 5,8 Millionen Euro im nächsten: Das Defizit im Doppelhaushalt ist hoch. Dennoch spricht sich der Rat für viele Investitionen aus.
Braunlage. Mit nur einer Gegenstimme hat der Braunlager Rat den Doppelhaushalt 2026 und 2027 beschlossen. Er weist zwar in beiden Jahren ein millionenschweres Defizit aus, dennoch gibt es viele Investitionen in allen Ortsteilen. Zudem rechnet die Stadt mit einigen Fördermitteln. Kämmerer Enrico Gessing hat das Zahlenwerk ausführlich in der Sitzung vorgestellt.
Das Minus beträgt in diesem Jahr sechs Millionen Euro und im nächsten 5,8 Millionen Euro. Insgesamt sei die Stadt Anfang des Jahres mit 21,6 Millionen Euro verschuldet gewesen, teilt der Kämmerer auf GZ-Anfrage mit. Die Kredite würden mit etwa 700.000 Euro jährlich getilgt, zudem würden in diesem und nächstem Jahr zusammen sechs Millionen Euro neue Krediten aufgenommen, auch, um in allen Orten investieren zu können.
Kämmerer Enrico Gessing (stehend) stellt den neuen Doppelhaushalt ausführlich in der Ratssitzung vor. Foto: Eggers
Viel Geld für die Feuerwehren
Zudem starten auch in diesem Jahr die Arbeiten an der Sanierung des Kurhauses der Bergstadt. Insgesamt will die Stadt dafür in den nächsten Jahren 2,4 Millionen Euro ausgeben. Zum Auftakt sind dieses Jahr in dem Doppelhaushalt aber erst einmal nur 130.000 Euro eingestellt, 600.000 Euro folgen dann nächstes Jahr.
Haushalt 2026/2027
Braunlage: Weitere Verschuldung der Stadt ist „alternativlos“
Größter Brocken in Hohegeiß, in dem in den Jahren davor unter anderem das Waldschwimmbad aufwendig saniert worden war, ist diesmal die Erneuerung der Fassade der alten Grundschule. In das denkmalgeschützte Gebäude will die Stadt zunächst einmal 850.000 Euro investieren.
Es fehlen noch Zahlen
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Doch der Haushalt besteht nicht nur aus Investitionen. Die wichtigsten Einnahmequellen sind mit 2,8 Millionen Euro in diesem Jahr die Gästebeiträge, mit 2,3 Millionen Euro der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, der nach der Einwohnerzahl berechnet wird, mit 2,2 Millionen Euro die Gewerbesteuer, mit 1,8 Millionen Euro die Grundsteuer und mit knapp einer Million Euro die Zweitwohnungssteuer.
Diskussion um Brandruine
Bei den Ausgaben schlagen vor allem die Personalkosten mit knapp 5,8 Millionen Euro zu Buche. 3,6 Millionen Euro kostet die Stadt die Kreisumlage, 2,5 Millionen Euro betragen die Dienstleistungsentgelte für die Braunlage-Tourismus-Gesellschaft und die Braunlage-Tourismus-Marketing-Gesellschaft, und die Abschreibungen werden mit 1,85 Millionen Euro veranschlagt.
Freude beim Bürgermeister
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Die Vertreter von CDU, Bürgerliste und SPD lobten Kämmerer Gessing für dieses Zahlenwerk, das zwar nicht „alternativlos“ aber gut ausgearbeitet sei. Johannes Barner von den Grünen meinte, in dem Etat könne mehr gespart werden. Vor allem betonte er, dass der Kauf und Abriss der Brandruine in der Harzburger Straße mit Kosten von mehr als 200.000 Euro nicht nötig sei. CDU-Fraktionsvorsitzender Albert Baumann widersprach. Die Urlaubsstadt könne sich so einen Schandfleck im Stadteingang nicht erlauben, und Bürgermeister Wolfgang Langer (Bürgerliste) wies darauf hin, dass der Rat bereits vor mehr als einem halben Jahr den Beschluss dafür gefasst und das Thema ausreichend diskutiert habe. Auch seinerzeit hatten die Grünen dagegen gestimmt.
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