Harzer Schmalspurbahnen: Wie gelingt der Anschluss Braunlages?
Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn fährt auf den Brockengipfel. Fährt er auch bald an den Fuß des Wurmbergs, der im Hintergrund zu sehen ist? Foto: Bein
Bereits seit Monaten steht das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zum Anschluss Braunlages ans Netz der Harzer Schmalspurbahn fest, jetzt soll es vorgestellt werden.
Braunlage. „Ich habe jetzt einfach mal die Initiative ergriffen“, teilt am Freitag Frank Uhlenhaut, der Geschäftsführer der Ein-Harz-
Gesellschaft, auf Anfrage, mit. Am Mittwoch, 28. Januar, will seine Gesellschaft in einer Informationsveranstaltung das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zum Anschluss Braunlages an das Netz der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) vorstellen. Die Versammlung beginnt um 17 Uhr in der Gaststätte „Tenne“ in Braunlage.
Geschäftsführerin Katrin Müller und Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Balcerowski von den Harzer Schmalspurbahnen wollen zusammen mit Bürgermeister Wolfgang Langer (rechts) über das Ergebnis der Machbarkeitsstudie informieren. Foto: Eggers
Strategisch sinnvoll
Ziel der Veranstaltung sei es, den aktuellen Stand, Chancen und Herausforderungen zu präsentieren und gemeinsam ein starkes Zeichen der Unterstützung für dieses zukunftsweisende Vorhaben zu setzen, erklärt Uhlenhaut weiter. Ein Punkt, den auf Anfrage auch Bürgermeister Wolfgang Langer unterstützt. Ihm ist die Euphorie nach wie vor anzumerken, wenn er über das Projekt spricht, das die zwei tourismusstärksten Urlaubsorte des Harzes, Wernigerode und Braunlage, verbindet, wie er betont.

Im Schnee faszinieren die Dampflokomotiven ganz besonders: Die Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahnen fährt durch die verschneite Winterlandschaft auf den höchsten Berg des Harzes. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Von Niedersachsen aus auf den Brocken
Bahnanschluss Braunlage: Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist da
Ergebnis steht seit Monaten fest
Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie liegt bereits seit Monaten in der Schublade und macht längst in Rats- und Fachausschusssitzungen in Braunlage unter der Hand die Runde. Kommunalpolitiker haben immer wieder Andeutungen gemacht, bei denen die Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis kommt, dass der Anschluss möglich sei. Viel mehr haben sie im öffentlichen Teil der Sitzung allerdings nicht gesagt.
Harzer Schmalspurbahn
Studie soll jetzt klären: Ist Anschluss von Braunlage machbar?
Zu den Gesellschaftern der HSB gehört auch die Braunlage-Tourismus-Gesellschaft (BTG). Sie hat bereits seit Jahrzehnten einen Anteil von 0,5 Prozent an der HSB. Die weiteren Anteilseigner sind die Gemeinde Harztor mit den Bahnanliegern Niedersachswerfen und Ilfeld mit 0,6 Prozent, die Stadt Oberharz am Brocken mit 2,5 Prozent, Harzgerode mit 5,4 Prozent, Quedlinburg mit 6 Prozent, Nordhausen mit 10 Prozent, Wernigerode mit 13 Prozent sowie die Landkreise Nordhausen mit 20 Prozent und Harz mit Sitz in Halberstadt mit 42 Prozent.
Der Abend am 28. Januar in der „Tenne“ bietet eine Austauschmöglichkeit für Kommunalpolitiker, Tourismusakteure und weitere Stakeholder (das sind Personen, die direkt von einem Projekt betroffen sind) der Region. Anmeldungen zur Veranstaltung nimmt Ein-Harz-Geschäftsführer Frank Uhlenhaut bis Dienstag, 20. Januar, entgegen, per E-Mail unter der Adresse kontakt@einharz.de.
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