Stiftung will Interesse der Braunlager Schüler am Handwerk wecken
Lotta Heise (l.) erklärt den Schülern, wie Kupferrohre bearbeitet werden können. Foto: Eggers
Handwerk hat goldenen Boden, heißt es. Dennoch gibt es Probleme, alle Stellen zu besetzen. Deshalb hat eine Stiftung am Mittwoch Werbung für das Handwerk gemacht.
Braunlage. Klempner war vorgestern und Gas- und Wasserinstallateur gestern. Der Beruf heißt jetzt Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und die Peter-Jensen-Stiftung macht nicht nur Werbung für diesen Beruf, sondern das Handwerk generell. Am Mittwoch waren Mitarbeiter der Stiftung im Oberharz-Gymnasium und haben mit praktischen Übungen den Schülern, aber vor allem den Beruf des Anlagenmechanikers näher gebracht.
Henry Venz (r.) und Richard Torkler vesuchen einen Schlauch auf einer Fläche so zu verlegen, wie die Heizungsrohre unter einem Fußboden liegen. Sören Klose (nicht im Bild) erklärt ihnen, wie das geht. Foto: Eggers
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Anspruchsvolle Aufgaben
Dies ist am Mittwoch den Schülern in Form einer Badplanung näher gebracht worden. „Wir haben Tablets verteilt, den Jugendlichen die Wünsche der Auftraggeber erklärt und dann sollten sie ein Bad planen“, berichtete Tobias Günther, und Eike Ponel ergänzte, dass es die perfekte Lösung im Handwerk nicht gebe. „Es gibt aber viele Wege zu einer guten Lösung“, sagte er.
Weiter lernten die Gymnasiasten Kupferrohre zu einem Herz formen, aus Wasserrohren eine Gartenbank bauen, ein Waschbecken zusammenzubauen, die Schläuche für eine Fußbodenheizung zu verlegen und wie sich eine Heiztherme zusammensetzt. „Das sind alles anspruchsvolle Aufgaben“, meinte Tobias Günther, der sich über das Engagement der beiden Braunlager Unternehmen freut.Fragen der Schüler beantwortet
„Wir wollen möglichst früh und möglichst praxisnah Kontakte zu potenziellen Berufseinsteigern knüpfen“, sagte Eike Ponel. Um beim Beruf des Anlagenmechanikers zu bleiben, erklärte er den Jugendlichen, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt. Er stellte besonders den Meister heraus, der nach wie vor einen sehr guten Ruf habe. Es bestehe aber auch die Möglichkeit eines Studiums, führte Eike Ponel weiter aus. „Heise und Baumgart“ suche Abiturienten, die ein duales Studium bei ihnen durchlaufen wollen.
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Abschließend gab es für die Schüler noch eine Firmenbesichtigung bei „Heise Haustechnik“ sowie „Heise und Baumgart“. „Wir haben dabei eine Hot-Dog-Station und eine Candy-Bar für die Schülerinnen und Schüler aufgebaut“, erklärte Martina Heise. Zudem waren alle Auszubildenden und Dual-Studenten vor Ort, um die Fragen der Schüler zu diesem Beruf zu beantworten.
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