Goslarer Museum und Kaiserpfalz melden hohe Besucherzahlen
Julie Köhler und die eineinhalbjährige Lotti inspizieren Meister Yoda. Foto: Epping
Sowohl die Kaiserpfalz als auch das Goslarer Museum melden für das Jahr 2024 hohe Besucherzahlen. Die Kaiserpfalz konnte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent steigern, im Museum gab es sogar einen Zuwachs um 50 Prozent.
Goslar. Ein dickes Besucherplus melden die Kaiserpfalz und das Goslarer Museum für das Jahr 2024. Beide Häuser konnten deutlich mehr Gäste begrüßen als im Vorjahr, wie Stadt-Pressesprecherin Daniela Siegl auf GZ-Anfrage berichtete.
Die Kaiserpfalz hatte im vergangenen Jahr insgesamt 76.002 Besucher. Das ist ein Zuwachs von 17 Prozent beziehungsweise über 11.000 Besucher mehr. Im Jahr 2023 schauten sich nur 64.718 Gäste die Kaiserpfalz an. Der Wert liegt auch deutlich über dem des Vor-Corona-Jahres 2019. Damals hatten sich nur 72.752 Gäste die Kaiserpfalz angeschaut.
Die Kaiserpfalz verzeichnet ein Besucherplus in Höhe von 17 Prozent. Foto: Hartmann
Noch stärker sieht der Zuwachs beim Goslarer Museum aus: Hier gab es ein Besucherplus von über 50 Prozent. Insgesamt fanden 8265 Menschen den Weg in das Haus am Museumsufer – im Jahr 2023 waren es 5463 gewesen.
„Die Zahlen für das Goslarer Museum sind umso bemerkenswerter, als die Pforten des Museums vom 9. Januar bis zum 5. April 2024 geschlossen bleiben mussten“, hebt Siegl hervor. „Der Grund hierfür waren Bauarbeiten im Rahmen der Brandschutzsanierung, die sich bis zum heutigen Tag – wenngleich in kleinerem Umfang – fortsetzen.“
Galaktisch: Die Sieger des Kostümwettbewerbs im Goslarer Museum. Foto: Hartmann
Galaktischer Besuchermagnet
Als wahrer Besuchermagnet habe sich die Sonderausstellung „Galaktisches Goslar“ erwiesen. Am 4. Mai mit zusätzlichem Rahmenprogramm publikumswirksam eröffnet, sorgte sie bis zum Ausstellungsende am 27. Oktober für das außergewöhnlich hohe Besuchsaufkommen und ließ die Star-Wars-Fans nach Goslar pilgern. Die überregionale Strahlkraft dieser „Blockbuster-Ausstellung“ zeigte sich auch in den zwei großen Veranstaltungen innerhalb der Ausstellung.
Die „Galaktische Nacht“ am 8. Juni zog, nicht nur durch einen ausgerufenen Kostümwettbewerb, zahlreiche Gewandete und Cos-Player in den Kulturmarktplatz, der an diesem Abend durch Stationen wie „Cantina-Bar“, Gaming-Areas und „Photo-Box“ besonders belebt war. Rund 850 Besucher waren bei der galaktischen Nacht dabei, also mehr als ein Zehntel der gesamten Besucher im vergangenen Jahr.

Außerirdische Fotostation im Goslarer Museum. Foto: Hartmann
Die Ausstellungs-Finissage „Galaktisches Finale“ führte mit mittelalterlicher Musik, Schau-Schmiede, Fecht-Kunst sowie mit einem abschließenden öffentlichen Festumzug wiederum zahlreiche Gäste zum Museumsufer.
Welterbetag im Balkonzimmer
Ein Ausstellungshöhepunkt in der Kaiserpfalz war der Beitrag zum Welterbe-Tag am 2. Juni 2024 im Balkonzimmer. Die Entwicklungsgeschichte der Kaiserpfalz vor, während und kurz nach der Bau-Restauration unter den Preußen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts machte hier eine Fotomeile sichtbar. Die Präsentation mit den zahlreichen Archiv-Fotos samt Beschreibungen entstand im Zusammenhang mit dem Ausstellungsprojekt „Stadtbild – Goslar früher und heute“ unter Federführung der Stiftung Welterbe im Harz, an dem neben der Kaiserpfalz auch das Weltkulturerbe Rammelsberg, die Goslar Marketing GmbH für das historische Rathaus sowie das Stadtarchiv Goslar beteiligt waren.

Wegen Bauarbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes blieb das Goslarer Museum bis Anfang April geschlossen. Foto: Kempfer
Die Einblicke in Bauvorgänge sowie in die Situation des Kaisersaals vor 125 Jahren stießen auf ein derart breites Interesse bei den Gästen, dass kurzerhand die Entscheidung für den Erhalt der Präsentation fiel. Sie ist noch heute im Balkonzimmer zu besichtigen.