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GZ gibt Übersicht

GZ Plus IconBad Harzburg: An diesen Straßen und Gebäuden wird 2026 gebaut

Nach mehrjährigem Aufschub soll im März mit der Sanierung des ersten Abschnitts der Straße Am Breitenberg begonnen werden.

Nach mehrjährigem Aufschub soll im März mit der Sanierung des ersten Abschnitts der Straße Am Breitenberg begonnen werden. Foto: Schlegel

Straßen, Kitas, Schulen, Rathaus: Wo in diesem Jahr gebaut wird, wann es zu Einschränkungen kommt und welche Beträge die Stadt investiert. Eine Übersicht.

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Von Christoph Exner
Donnerstag, 19.02.2026, 04:00 Uhr

Bad Harzburg. An welchen Stellen Bad Harzburgs müssen sich Autofahrer in diesem Jahr auf Einschränkungen einstellen? In welche öffentlichen Gebäude investiert die Stadt? Die GZ gibt eine Übersicht. Unterschieden wird dabei in Hoch- und Tiefbau, also Projekten, die an Gebäuden beziehungsweise auf Straßen und an unter der Erde liegenden Leitungen geplant sind. Die angesetzten Kosten sind gerundet und können noch abweichen. Einige Projekte wurden aus dem vergangenen Jahr in dieses geschoben, manche Projekte könnten auch erneut geschoben werden, je nachdem, ob sich beispielsweise entsprechende Handwerker finden.

Bereich Hochbau

Teuerstes Projekt ist die bereits im vergangenen Jahr begonnene Sanierung der Kindertagesstätte Burgstraße. Wie berichtet, war dort im vergangenen Jahr ein Wasserschaden entdeckt worden. Statt allein die Schäden zu beseitigen, beschloss die Stadt, die Einrichtung bei dieser Gelegenheit gleich zu modernisieren und auch energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Dafür investiert sie rund 1,5 Millionen Euro. Im Sommer sollen die Kinder, die aktuell auf andere Kitas verteilt sind, in ihre Einrichtung zurückkehren können.
Das Innere der Kita Burgstraße ist zurzeit noch Baustelle, das Toilettenhäuschen lässt es erahnen. 

Das Innere der Kita Burgstraße ist zurzeit noch Baustelle, das Toilettenhäuschen lässt es erahnen. Foto: Exner

Ebenfalls schon im vergangenen Jahr begonnen wurde der Umbau der Grundschule Bündheim zur Ganztagsschule. Dort entsteht neben neuen Betreuungsräumen auch eine Mensa. Die Bauarbeiten befinden sich aktuell auf der Zielgeraden, kalkuliert sind dafür 300.000 Euro.

Investiert wird auch in die Grundschule Harlingerode. Dort ist eine Elektrosanierung geplant, geschätzte Kosten für den ersten Bauabschnitt: rund 250.000 Euro. Darüber hinaus soll dort und zudem auch an der Grundschule Westerode und der Kita Schlewecke, eine Blitzschutzanlage eingebaut werden. Dafür sind insgesamt 45.000 Euro einkalkuliert. Im Rathaus hingegen stehen brandschutztechnische Umbauten an. Ein Projekt, das nach und nach umgesetzt wird. Begonnen wurde damit bereits vor ein paar Jahren. Das Gebäude erhält Rauchschutztüren und eine Brandwarnanlage. Zudem wird eine Notstromversorgung für den Katastrophenfall vorbereitet. Unter dem Strich kostet das zusammen voraussichtlich 610.000 Euro. Darüber hinaus wird ein Teil der Fenster des Rathauses erneuert. Auch das ist ein längerfristiges Projekt, für das in diesem Jahr 55.000 Euro im Haushalt eingeplant wurden.
Ins Bad Harzburger Rathaus werden über mehrere Jahre insgesamt mehrere Hunderttausend Euro investiert. Umgesetzt werden damit Sanierungs- und Sicherheitsmaßnahmen.

Ins Bad Harzburger Rathaus werden über mehrere Jahre insgesamt mehrere Hunderttausend Euro investiert. Umgesetzt werden damit Sanierungs- und Sicherheitsmaßnahmen. Foto: Exner

In sämtlichen Liegenschaften der Stadt Bad Harzburg, also beispielsweise Schulen, Kitas, Feuerwehren, Rathaus, Dorfgemeinschaftshäuser, Schloss oder Parkhäuser, sind darüber hinaus entsprechenden Wartungs- und Bauunterhaltungsarbeiten durchzuführen, erklärt der beim städtischen Bauamt zuständige Martin Etscheid. Dazu gehören zum Beispiel die Wartungen der Heizungen, Lüftungsanlagen, Aufzüge sowie brandschutztechnische Einrichtungen wie Brandmeldeanlagen und Sprinkleranlagen. Im Rahmen der Bauunterhaltung werden beispielsweise Waschräume in Kitas erneuert, Maler- und Bodenbelagsarbeiten durchgeführt oder Akustikdecken samt LED-Beleuchtung eingebaut. Weiterhin seien Dach- und Abdichtungssanierungen von Gebäuden und Parkhäusern sowie einige Elektrosanierungen sind geplant. Das Budget für diese Vielzahl von Maßnahmen belaufe sich auf rund 1.037.100 Euro und werde über das gesamte Jahr verteilt ausgegeben. Die größeren Bauvorhaben seien wie immer in und um die Ferienzeiten geplant.

Bereich Straßen- und Tiefbau

Jahrelang haben Anwohner darauf gewartet, nun soll es wirklich losgehen: Wie berichtet, ist in diesem Jahr die Sanierung beziehungsweise der Ausbau des ersten Abschnitts der Straße Am Breitenberg geplant. Konkret geht es um das 230 Meter lange Teilstück am Ende der Silberbornstraße. Dort werden nicht nur die Fahrbahn ersetzt, sondern auch die Leitungen und Kanäle. Spielt das Wetter mit, ist für März der Baustart geplant, abgeschlossen sein soll das Projekt im Dezember. Kosten wird es voraussichtlich 1,5 Millionen Euro. Ein weiteres großes Straßenbauprojekt in diesem Jahr für geschätzte 1,7 Millionen Euro ist die aus 2025 verschobene Sanierung der Fasanenstraße in Westerode. Auch dort sollen Kanäle und Leitungen mit erneuert werden, das alles ebenfalls zwischen März und Ende des Jahres.
Der Kreisel ist noch nicht zu erkennen, aber an Fahrbahn und Leitungen der Kreisstraße 46 ist im Bereich des Gewerbegebiets bereits gearbeitet worden. 

Der Kreisel ist noch nicht zu erkennen, aber an Fahrbahn und Leitungen der Kreisstraße 46 ist im Bereich des Gewerbegebiets bereits gearbeitet worden. Foto: Exner

Bereits im August fertiggestellt sein soll hingegen der neue Kreisverkehr im Verlauf der Kreisstraße 46, zwischen dem alten und neuen Teil des Gewerbegebiets. Er soll künftig Verbindungspunkt sein. Geschätzte Kosten: 1,3 Millionen Euro. Gebaut wird an der K46 bereits seit vergangenem Jahr, aufgrunddessen ist eine Umleitung über speziell angelegte Baustraßen eingerichtet.

Einen Monat später soll wie berichtet mit der Erschließung des neuen Baugebiets „Auf der Heide“ begonnen werden. Diese erfolgt durch die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG).

310.000 Euro plant die Stadt für Schmutz- und Regenwasserkanalsanierungen in der Kirch- und der Krugstraße in Westerode ein. Diese sollen bis April erfolgen. Weitere 133.000 Euro seien allgemein für die Schmutz- und Regenwasserunterhaltung vorgesehen, 400.000 Euro für die Straßen- und Brückenunterhaltung, teilt der beim Bauamt zuständige Frank Woick mit. Darüber hinaus werden in diesem Jahr wieder zahlreiche kleinere Maßnahmen und Reparaturen am städtischen Straßennetz umgesetzt.

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