Im Oberharz schlagen Flammen aus einem Auto: Insassen retten sich
In der Robert-Koch-Straße in Clausthal-Zellerfeld steht am Mittwochvormittag ein Auto im Vollbrand. Foto: Feuerwehr
Ein Auto geriet in Clausthal-Zellerfeld in Vollbrand. Die Insassen retteten sich rechtzeitig. Obwohl die Feuerwehr schnell vor Ort war, kam für den Wagen jede Hilfe zu spät.
Clausthal-Zellerfeld. Dichte Rauchschwaden und offene Flammen: Als die Feuerwehr am Mittwochvormittag gegen 11 Uhr in der Robert-Koch-Straße in Clausthal-Zellerfeld eintraf, stand ein Auto bereits in Vollbrand. Trotz der schnellen Anfahrt und eines zügigen Löschangriffs war der Pkw nicht mehr zu retten, berichtet Feuerwehrsprecher Peter Müller.
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Ortsbrandmeister Sven Küster war als Erster am Einsatzort. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Flammen bereits weit ausgebreitet. Die Insassen des Fahrzeugs hatten zuvor einen ungewöhnlichen Geruch wahrgenommen und waren deshalb in die Robert-Koch-Straße eingebogen, um der Ursache nachzugehen, berichtet Müller. Beim Öffnen der Motorhaube entwickelte sich Rauch, kurz darauf schlugen Flammen aus dem Bereich der Armatur. Den Insassen aus Clausthal-Zellerfeld gelang es jedoch rechtzeitig, sich in Sicherheit zu bringen. Verletzt wurde niemand. Der vorsorglich mitalarmierte Rettungsdienst musste daher nicht eingreifen.
Polizei nimmt Ermittlungen auf
Nach Einschätzung der Feuerwehr deutet vieles auf einen technischen Defekt als Brandursache hin. Da bei Brandeinsätzen grundsätzlich auch die Polizei hinzugezogen wird und sie die Ermittlungen aufnimmt, ist die genaue Ursache aber bislang noch unklar.
Der Einsatz selbst verlief zügig. Über einen rund 50 Meter langen Schlauch spritzten die Feuerwehrleute zunächst Wasser auf das brennende Fahrzeug. Anschließend setzten sie Schaum ein, um den Wagen abzukühlen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Insgesamt waren aus Clausthal-Zellerfeld 17 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen im Einsatz.
Vollbrände dieser Art sind nach Angaben von Peter Müller inzwischen selten. Umso wichtiger sei das schnelle Eingreifen gewesen. Der Sprecher erinnert sich an einen Fahrzeugbrand im Ortsteil Auerhahn, bei dem die enorme Hitze den Asphalt beschädigte und die Straße später abgefräst werden musste. In der Robert-Koch-Straße blieb der Fahrbahnbelag zum Glück unversehrt.
Feuerwehr hat die Umwelt im Blick
Besonderes Augenmerk legte die Feuerwehr zudem auf den Umweltschutz. Damit kein belastetes Löschwasser in die Kanalisation gelangen konnte, setzten die Einsatzkräfte einen sogenannten Sinkkastenverschluss ein. Dieser verschließt den Gully und verhindert, dass Schadstoffe in das Abwassersystem gelangen.

Die Brandmeldeanlage im Dietzelhaus löst aus und ruft die Feuerwehr sowie den Rettungsdienst auf den Plan. Foto: Feuerwehr
Um 11.37 Uhr kehrte das letzte Feuerwehrfahrzeug in die Wache am Kaiser-Wilhelm-Schacht zurück. Gut zwei Stunden später folgte eine weitere Alarmierung: Die Brandmeldeanlage im Dietzelhaus in der Zellerfelder Bergstraße hatte ausgelöst. Bei der Kontrolle des betroffenen Bereichs stellten die Einsatzkräfte jedoch kein Feuer fest. Auslöser war laut Müller Baustaub, der bei Handwerksarbeiten entstanden war.
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