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Millionenprojekt

GZ Plus IconWelche Autobahn am Harz ab März zur Großbaustelle wird

Eine viel befahrene, vierspurige Straße mit Baustellenschildern am Rand.

Am Fahrbahnrand weisen schon Verkehrsschilder auf die bevorstehende Großbaustelle hin. Foto: Gereke

Schilder an den Fahrbahnrändern sind erste Vorboten: Ab März wird eine Autobahn am Harz zur Großbaustelle. Wo müssen Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen rechnen?

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Von Andreas Gereke
Donnerstag, 26.02.2026, 04:00 Uhr

Nordharz. Schilder am Fahrbahnrand kündigen es bereits an und Bauarbeiten im vergangenen Herbst waren schon ein Vorbote: Die Autobahn 36 zwischen dem Dreieck Nordharz und der Anschlussstelle Wernigerode-Nord wird in diesem Jahr zu einer Großbaustelle.

Bereits im März beginnen die Bauarbeiten zur Fahrbahnerneuerung auf der Nordharz-Autobahn, der A36, zwischen dem Dreieck und Wernigerode. Zur Baustelle wird zunächst die Richtungsfahrbahn Braunschweig, der Verkehr fließt in dieser Zeit einspurig in beide Richtungen über die Gegenfahrbahn am Baubereich vorbei. „Das bedeutet auch im eine temporäre Sperrung der Anschlussstellen Abbenrode, Stapelburg und Ilsenburg in Richtung Braunschweig während der Hauptbauphase“, ergänzt Theresa Looke, Pressesprecherin der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH.

Plan: Abschnittsweise Abarbeitung auf der A36

Insgesamt geht es um rund 12,5 Autobahnkilometer. Es ist dabei vorgesehen, die Maßnahme in mehrere Teilbereiche zu gliedern. „Eine abschnittsweise Abarbeitung ermöglicht eine bessere Steuerung des Bauablaufs und reduziert die Eingriffe in den Verkehr“, fügt Theresa Looke an.

Die Kosten für die Erneuerung der Fahrtrichtung Braunschweig belaufen sich auf rund 22,6 Millionen Euro, teilt die Autobahn GmbH auf GZ-Nachfrage mit. Einher gehen die Arbeiten mit der Teilsanierung von insgesamt 18 Bauwerken innerhalb des Bauabschnitts – neun Bauwerke im Zuge der Autobahn und neun Überführungsbauwerke. „Auch die Auf- und Abfahrten werden im Zuge der Baumaßnahme erneuert. Es erfolgt dort jedoch ausschließlich eine Deckensanierung“, erläuert die Sprecherin der Autobahn GmbH. Die Autobahn selbst bekommt ein „Rundum-Paket“, so Theresa Looke: Die Fahrbahn inklusive Unterbau wird grundhaft erneuert, die Bauwerke werden saniert, die Entwässerung wird ebenfalls erneuert – und es wird anschließend auch eine komplett neue Sicherheitsausstattung samt Markierung geben.

Ende der Nutzungsdauer ist erreicht

Grund für die Bauarbeiten: Die Fahrbahn habe das Ende der Nutzungsdauer erreicht. Die letzte Teil-Sanierung in diesem Bereich erfolgte in den Jahren 2009/2010 – damals war es noch die Bundesstraße 6. Ihre Umwidmung zur A36 erfolgte 2019. Hinzu kämen Vorschädigungen der Fahrbahn, so die Autobahn GmbH. Den schlechten Fahrbahnzustand bekommen Verkehrsteilnehmer seit Langem zu spüren – in Fahrtrichtung Braunschweig ist die Höchstgeschwindigkeit in diesem Abschnitt auf mehreren Kilometern Länge auf 80 km/h herabgesetzt.

Auf einer Autobahn ist eine Spur mit Warnbaken abgesperrt.

Vorboten der bevorstehenden Großbaustelle: Östlich des Dreiecks Nordharz ist auf der A36 eine einspurige Verkehrsführung eingerichtet. Foto: Gereke

Bereits seit Beginn der Woche gibt es wieder erste Verkehrseinschränkungen. „Bis zum 9. März kommt es in beiden Fahrtrichtungen zwischen der Anschlussstelle Wernigerode-Mitte und dem Autobahndreieck Nordharz zu Behinderungen. In diesem Bereich werden Spuren gesperrt und Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet. Grund hierfür sind vorbereitende Maßnahmen für die Fahrbahninstandsetzung“, teilt Theresa Looke mit.

Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass in diesem Jahr zwischen Dreieck Nordharz und Wernigerode die Fahrtrichtung Braunschweig der Nordharz-Autobahn erneuert wird und im kommenden Jahr die Gegenrichtung in diesem Bereich folgt. Theresa Looke: „Eine verbindliche Aussage ist jedoch nicht möglich, da das Bauprogramm 2027 noch nicht final ist.“

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