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Schiffbauindustrie

Schiffbau wächst – Sorge um Fachkräfte und AfD-Einfluss

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), Reinhard Lüken, freut sich über eine boomende Branche, warnt aber auch vor einer Regierungsbeteiligung der AfD. (Archivbild)

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), Reinhard Lüken, freut sich über eine boomende Branche, warnt aber auch vor einer Regierungsbeteiligung der AfD. (Archivbild) Foto: Christian Charisius/dpa

Der Schiffbau boomt, doch Fachkräfte fehlen: Warum der Verband für Schiffbau und Meerestechnik vor einer AfD-Regierung warnt und welche Folgen das für Werften in Ostdeutschland haben könnte.

Von dpa 20.08.2026, 13:10 Uhr

Hamburg. Die deutsche Schiffbauindustrie strotzt derzeit vor Kraft, läuft aber auf ein immer größer werdendes Personalproblem zu. „Wir haben wirklich extrem Rückenwind“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), Reinhard Lüken, in Hamburg. Und vor allem gebe es so stabile Perspektiven wie er es noch nie erlebt habe. Die Schiffbauindustrie sei definitiv eine Wachstumsbranche, betonte Lüken rund eineinhalb Wochen vor Beginn der Weltleitmesse für die maritime Wirtschaft, die SMM (Shipbuilding, Machinery & Marine Technology) in Hamburg. 

Das führe aber auch zu neuen Herausforderungen, etwa „wo finden wir das Personal“? Er könne sich zwar vorstellen, dass Menschen aus der Automobilindustrie in den Schiffbau wechseln. Doch das reiche nicht aus. Nötig seien auch Fachkräfte aus dem Ausland. In diesem Zusammenhang warnte Lüken eindringlich vor einer Regierungsbeteiligung der AfD nach den im September in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt anstehenden Landtagswahlen. 

„Wir halten die AfD für eine Katastrophe für Deutschland. Die Partei hat keine Lösung, die uns weiterhilft“, sagte Lüken. Und gerade das Thema Fachkräfte könnte bei einer Regierungsbeteiligung der AfD „echt Schaden“ nehmen. Er wies darauf hin, dass nicht nur Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Werftstandort sei. Sachsen-Anhalt sei im Binnenschiffbau sogar das Bundesland Nummer 1. Mit Blick auf die AfD betonte er: „Das muss man den Menschen deutlich machen, für die Wirtschaft ist das eine Katastrophe.“

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