Alter Harzer Zahnradbahnhof wird Luxus-Gruppenhaus
Stefanie Weber und ihr Ehemann Armin Asselmeyer freuen sich über das Ergebnis. Sie stehen auf dem ehemaligen Bahnsteig, der nun einen Wintergarten beherbergt. Foto: Eggers
Armin Asselmeyer, Stefanie Weber und Lena Seibel investieren siebenstelligen Betrag, um den ehemaligen Zahnradbahnhof St. Andreasbergs in ein Luxus-Gruppenhaus umzubauen.
Braunlage. Es ist einfach nur schön geworden. Drei Jahre hat Armin Asselmeyer den ehemaligen Bahnhof der Zahnradbahn in St. Andreasberg aufwendig umgebaut. Gemeinsam mit Ehefrau Stefanie Weber und Tochter Lena Seibel investierte er einen unteren siebenstelligen Betrag, um ein Gruppenhaus zu schaffen, das höchsten Ansprüchen genügt.
Das ehemalige Bahnhofsrestaurant dient nun als eine Art Wohnzimmer des Gruppenhauses. In der Ecke rechts soll noch ein Kaminofen errichtet werden. Foto: Eggers

Acht Doppelzimmer, jeweils mit Dusche/WC und Fernseher, sorgen dafür, dass in dem Gruppenhaus eher Hotel- als Jugendherbergs-Feeling aufkommt. Foto: Eggers

Da, wo vor wenigen Jahren noch eine Bushaltestelle war, ist nun ein Garten entstanden, der darauf wartet, genutzt zu werden. Foto: Eggers
Kochevents sind geplant
„Wir haben auch Fördergeld vom Amt für regionale Landesentwicklung bekommen“, sagt Armin Asselmeyer, der bei Bau und Planung eng mit dem Denkmalschutz zusammenarbeitete, wie er betont. Das ist auch optisch zu sehen, denn der ehemalige Bahnhof ist im modernen Gruppenhaus immer wieder zu erkennen. Unter anderem historische Fliesen und die Laderampen der Lokschuppen sind in das Gesamtambiente eingepasst.
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Die Sauna des Luxus-Gruppenhauses bietet einen Blick nach draußen und problemlos Platz für mehrere Gäste. Foto: Eggers
Vorher Tourist-Info
„Aber wie sollte es anders sein, wir haben ja auch selbst viel Hand angelegt“, erklärt der 64-Jährige. Unter anderem habe er das Gebäude, das er 2022 gekauft hat, selbst grün gestrichen. Das war übrigens die Originalfarbe. Vorher war der alte Bahnhof rot, der zuvor als Tourist-Info und Vereinsunterkunft genutzt wurde, zuletzt leer stand und an dem sich eine Bushaltestelle befand.

Die Küche erfüllt locker die Erwartungen eines jeden Chefkochs und verfügt im Nebenraum über eine Spülküche mit Geschirrspülmaschine. Foto: Eggers

Die alten Fliesen auf den Fluren sorgen in dem alten Bahnhofsgebäude für eine ganz besondere Atmosphäre. Foto: Eggers
Mit Photovoltaikanlage
Da, wo einst die Gleise endeten, befindet sich jetzt der Wintergarten. „Er kann für Familienfeiern, Partys mit Freunden, aber auch für Tagungen genutzt werden“, erklärt Stefanie Weber. Das Motto der Unterkunft lautet denn auch „Wohnen, Feiern, Tagen“, und die Investoren haben bei der Erstellung ihres Konzepts auch an Unternehmen gedacht. „Dann können beispielsweise bei Fortbildungen die acht Doppelzimmer auch als Einzelzimmer verwendet werden“, sagt Asselmeyer, der in St. Andreasberg zudem die Gaststätte „Spritzenhaus“ betreibt. Die Synergien will der Investor nutzen und so bietet er im „Mariechen“ für die Gäste bei Bedarf auch Frühstück an.
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In seiner aktiven Zeit sorgt der Zahnradbahnhof dafür, dass wie im Bild mit dem Sonderzug aus Halle am 13. Februar 1927, die Wintersportgäste nach St. Andreasberg kommen. Foto: Archiv Klähn

Nach Mariechen, wie die St. Andreasberger die Dampflok tauften, die per Zahnrad zwischen 1913 und 1959 in die Bergstadt fuhr, haben auch die Investoren das Gruppenhaus benannt. Foto: Archiv Klähn

Der Bahnhofscharakter bleibt erhalten: Die Investoren bauen das Gebäude streng nach den Vorgaben des Denkmalschutzes um. Foto: Eggers

Das Amt für regionale Landesentwicklung unterstützt den Umbau finanziell. Foto: Eggers

Die Bäder der Doppelzimmer erfüllen problemlos den heutigen Standard. Foto: Eggers
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