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Ortsrat Wildemann

GZ Plus IconSchlaglöcher nach dem langen Frost auf Oberharzer Straßen

Autos fahren auf einer Straße durch Schlaglöcher.

Schlaglöcher sind vielerorts ein Problem. Foto: Vennenbernd/dpa (Symbolbild)

Der lange Frost sorgt für Probleme auf den Straßen, auch in Wildemann. Derweil zeigt sich Ortsbürgermeister Arno Schmidt zufrieden mit dem Winterdienst.

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Von Sören Skuza
Samstag, 21.02.2026, 10:00 Uhr

Wildemann. Dass im Ortsrat der Bergstadt Wildemann die Tagesordnung nicht gerade platzt, ist nichts Neues. Eine Sitzung mit gerade einmal einer halben Stunde Länge ist allerdings selbst für Wildemanner Verhältnisse kurz. Lediglich die Berichte von Ortsbürgermeister und Verwaltung sowie Proforma-Kenntnisnahmen sorgten für Inhalte.

„Schäden, Schäden, Schäden“: So benannte Ortsbürgermeister Arno Schmidt (SPD) die Grundprobleme der Bergstadt nach den vergangenen Winterwochen. Die lange Frostperiode habe dafür gesorgt, dass an vielen Straßen und Wegen etliche Schlaglöcher entstanden seien. „Da muss unbedingt etwas gemacht werden, und wenn es der Flick ist“, meinte Schmidt.

Priorität: Gefahrenstellen

Dass das passieren würde, versicherte Kämmerer Michael Strübig, der sich zuvor mit Bauamtsleiter Fabian Gerstenberg besprochen hatte. Zunächst sollen die Gefahrenstellen ausgebessert werden, anschließend die Prioritätenliste nach und nach abgearbeitet werden.

Obwohl der Winter im Vergleich zu den Vorjahren deutlich länger und schneereicher war, habe Schmidt „nicht allzu viel“ über den Winterdienst in der Bergstadt gehört. Natürlich sei hin und wieder mal der Schnee vor die eine oder andere Einfahrt geschoben worden, „aber das ist alles nichts Neues“, so der Ortsbürgermeister. Das Ordnungsamt, erläuterte Michael Strübig, habe in diesem Winter verstärkt kontrolliert, ob Grundstückseigentümer ihrer Räumpflicht nachkämen.

„Gut gearbeitet“

Große Erfolge seien aber nicht wirklich möglich, es gebe rechtliche Regularien zu einer gewissen Vorlaufzeit, der Brief müsse erst einmal ankommen und dann das Problem angegangen werden. Gerade, wenn die Eigentümer nicht selbst in Wildemann wohnen. Aber: „Hier oben funktioniert der Winterdienst“, attestierte auch der Kämmerer. „Die Kollegen vom Bauhof haben gut gearbeitet“.

Mit dem Winterdienst zeigte man sich also allgemein zufrieden. „Trotzdem ist die Idee mit dem Flurhüter eine gute“, meinte Arno Schmidt. Wie berichtet, hat der Ortsrat Altenau-Schulenberg in seiner jüngsten Sitzung über die Möglichkeiten einer Einrichtung der Stelle eines Flurhüters, der in Altenau für Ordnung und Sicherheit sorgen soll, etwa bei illegaler Müllentsorgung oder fehlender Schneeräumung.

Stadtrat muss entscheiden

Die Bürgermeisterin erklärte, dass eine solche Stelle finanziell aufwendig sei und eine Minijobberkraft die Bürger nicht selbst zur Ordnung weisen dürfe, sondern lediglich Meldung ans Ordnungsamt machen könnte. Auch eine reine Altenauer Lösung sei nicht möglich, weil andere Ortsteile eine ähnliche Regelung wollten, weshalb der Ortsrat vorschlug, die Aufgabe mit einem Ehrenamtlichen zu besetzen, der lediglich eine Aufwandsentschädigung erhält. Allerdings: Nur der Stadtrat kann darüber entscheiden.

Für Irritation hatte laut Arno Schmidt im Dezember die Beschilderung für den Abtransport der Wildemanner Weihnachtsfichte für den Bundestag gesorgt – weil die Schilder plötzlich aufgetaucht seien, aber keine Information darüber, warum. Dass aber der Weihnachtsbaum aus Wildemann kam, sei erfreulich gewesen, ebenso wie die neue Weihnachtsbeleuchtung der Kurbetriebsgesellschaft.

Aufruf zur Wahl

Mit Blick auf die Kommunalwahlen im September nutzte Schmidt die Gelegenheit, die Werbetrommel zu rühren, und warb dafür, doch einmal über eine Kandidatur nachzudenken, um „die Interessen der Bergstadt Wildemann zu vertreten“.

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