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Spaßiger Wettbewerb

GZ Plus IconSchulenberger schleudern Weihnachtsbäume meterweit über den Schnee

Ein Mann wirft eine Fichte.

Der weiteste Wurf des Wettbewerbs: Lucas Schubert gewinnt in Schulenberg. Foto: Eggers

Der Favorit hat mehrfach an Triathlons teilgenommen. Aber reicht das, um den Weihnachtsbaum-Weitwurf in Schulenberg zu gewinnen? Eindrücke eines spaßigen Wettbewerbs.

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Von Michael Eggers
Dienstag, 13.01.2026, 11:00 Uhr

Schulenberg. „Wer gewinnt?“ Die Frage eines Zuschauers vor dem Weihnachtsbaum-Weitwurf am Samstagnachmittag in Schulenberg wird von der Mehrheit klar mit „Jan Hoppenau“ oder „Stefan Pillach“ beantwortet. Doch letztlich hatten Lucas Schubert bei den Herren und Yvonne Eike bei den Damen die Nase vorn.

Jan Hoppenau ist als Favorit dieses kuriosen Contests ins Rennen gegangen, weil er als Triathlet bereits mehrfach an Wettkämpfen teilgenommen hat. Diese Erfahrung, so hieß es zumindest vor dem Spaßwettbewerb, nutze ihm auch beim Weihnachtsbaum-Weitwurf. Doch Jan Hoppenau landete auf Rang drei, weil er beim Stechen um den zweiten Platz etwas unglücklich gegen Mathias Dimsat unterlag.

Letztes Jahr weiter geworfen

So ein abgeschmückter Weihnachtsbaum ist aber schon auch sehr unhandlich. Ihn weit zu werfen, ist nicht gerade leicht, und wenn dann noch ein kalter Wind von der Talsperre hinaufweht, bereitet das zusätzliche Probleme.

Gut 20 Teilnehmer wollten aber trotz dieser widrigen Bedingungen den Titel erringen. Der zweite Favorit, Stefan Pillach, war nicht mit dabei. Er wurde von den anderen mit guten Chancen auf den Sieg eingeschätzt, weil er bei der Forst arbeitet und sich deshalb mit Bäumen auskennt. Doch genau deshalb wollte Pillach nicht starten. „Das wäre unfair“, meinte er. Zudem fungierte er als Schiedsrichter und maß zusammen mit Dietmar Böhm nach, wie weit jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer das Nadelholz geschleudert hat.

Merkwürdig war aber, dass niemand Lucas Schubert zum Favoriten ernannt hatte. Der Neu-Schulenberger hatte bereits im vergangenen Jahr gesiegt, als auch das Fernsehen da war, und bei der Resonanz sogar einen Meter weiter als am Samstag geworfen. Fünf Meter und fünf Zentimeter war diesmal die Siegesweite von Lucas Schubert, vier Meter und 20 Zentimeter die von Yvonne Eike. Um das unhandliche Wurfgerät so weit zu schleudern, gab es unterschiedliche Techniken. Einige warfen die Fichte im Stile eines Hammerwerfers, andere versuchten, wie ein Speerwerfer zu agieren, und dann gab es auch die ganz Lockeren, die das Teil einfach wegwarfen.

Dorfgemeinschaft gefestigt

Eine Frau wirft eine Fichte.

Auch die Frauen beteiligen sich an dem Weihnachtsbaum-Weitwurf. Foto: Eggers

Fast hätte es auch noch eine Jugendmeisterin gegeben. Denn die Teilnehmer riefen Julia Eike zu, sich doch an dem Wettbewerb zu beteiligen, zumal auch eine kleine Fichte für die Würfe der Jugend bereitstand. Doch Julia Eike winkte ab. Als einzige Teilnehmerin wollte sie dann doch nicht den Titel „Jugendmeisterin“ tragen. Organisiert hatte den Wettkampf eine kleine Interessengemeinschaft um Detlef Henke. Diese sorgte auch für die Verpflegung der Sportler und Zuschauer mit selbst geschmierten Schmalz- und Harzkäsebroten sowie Glühwein zum Selbstkostenpreis. Nach dem Wettkampf standen die Besucher noch nett zusammen, frotzelten über die Würfe und festigten die Ortsgemeinschaft.
Ein Mann steht vor einer Fichte.

Stefan Pillach von der Forst fungiert beim Weihnachtsbaum-Weitwurf als Schiedsrichter und nimmt das Nadelholz auch unter die Lupe. Foto: Eggers

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