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Sägen und Spezialschlepper in Aktion

GZ Plus IconHarzburg: Im Wald am Elfenstein fallen Bäume – das steckt dahinter

Per Hand werden die Bäume angesägt, anschließend zieht sie eine Forst-Spezialmaschine in Richtung Hang.

Per Hand werden die Bäume angesägt, anschließend zieht sie eine Forst-Spezialmaschine in Richtung Hang. Foto: Exner

Seit Kurzem sind Arbeiter der Niedersächsischen Landesforsten im Harzburger Ortsteil Bündheim in Aktion. Sie fällen mehrere Bäume am Elfenstein – das hat einen Grund.

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Von Christoph Exner
Dienstag, 24.02.2026, 04:00 Uhr

Bündheim. Im Bereich oberhalb der Straßen Am Elfenstein und Am Silberborn im Ortsteil Bündheim sind seit Montag die Waldwege gesperrt. In den kommenden Tagen kann es dort zu Einschränkungen für Spaziergänger und Wanderer, aber auch für Autofahrer kommen. Der Grund: Die Niedersächsischen Landesforsten fällen dort entlang der Straße rund 30 bis 40 Bäume. Kein Großeingriff also, aber eben dennoch öffentlichkeitswirksam – und nicht ganz ohne Risiko für die Forstarbeiter.

Doch warum ist die Rodung nötig? In erster Linie geschieht sie aus Gründen der Verkehrssicherung, erklärt der zuständige Revierleiter Daniel Göbel. Die betroffenen Bäume, überwiegend Buchen, hätten Schäden durch den Klimawandel davongetragen.
An einigen Stämmen tritt eine schwarze Flüssigkeit aus, ein Symptom für eine Wundreaktion, meist ausgelöst durch Stress oder Infektionen.

An einigen Stämmen tritt eine schwarze Flüssigkeit aus, ein Symptom für eine Wundreaktion, meist ausgelöst durch Stress oder Infektionen. Foto: Exner

Insbesondere die frei stehenden Exemplare würden zu starke Sonneneinstrahlung nicht gut vertragen. Manche der Bäume haben schon keine Krone mehr, an anderen sind bereits alle Äste abgefallen. An einigen Stämmen tritt eine schwarze Flüssigkeit aus, ein Symptom für eine Wundreaktion, meist ausgelöst durch Stress oder Infektionen. Manche ragen so weit auf die Straße, dass sie eine Gefahr für Passanten und Fahrzeuge darstellen könnten. Was sie angehe reiche es nicht mehr, nur einzelne Äste zu entfernen, ordnet Göbel ein.

Mit Mensch und Maschine

Wenn Buchen solche Alters- beziehungsweise Krankheitserscheinungen zeigen würden, dann bleibe in der Regel nur noch maximal ein Jahr Zeit, die Bäume zu fällen. Deshalb ist man von Seite der Forst aus nun tätig geworden. Die Bäume werden per Hand angesägt, anschließend zieht sie ein Seilschlepper, ein sogenannter Skidder, in Richtung Hang. Entsprechende Banner weisen an den Waldeingängen auf die Arbeiten hin.
Banner an den Waldeingängen weisen im Bereich Am Elfenstein/Am Silberborn auf die Baumfällungen hin.

Banner an den Waldeingängen weisen im Bereich Am Elfenstein/Am Silberborn auf die Baumfällungen hin. Foto: Exner

Doch nicht nur für Passanten, sondern auch für die Forstleute sind diese Arbeiten nicht ungefährlich. Die alten Buchen hätten nämlich die Eigenart, dass deren Ästen bereits kleinste Erschütterungen reichen, um sich zu lösen, erklärt Göbel. Entsprechend sorgsam werde vor Ort auf die Sicherheit geachtet.

Gefällt werden nicht nur große und dicke Bäume, sondern auch kleinere, die in den Fahrweg, also die Straße, hineinragen. Man bemühe sich jedoch, dass unter dem Strich so wenig Bäume wie möglich entfernt werden müssen, betont der Revierleiter.

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