Tourismus-Bilanz: Übernachtungszahlen im Oberharz steigen an
In Buntenbock wachsen die Übernachtungszahlen am stärksten. Foto: GLC
881.792 Übernachtungen im Oberharz zählen Kurbetriebsgesellschaft und Tourist-Informationen für 2024 – das ist erneut ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Während die Zahlen vor allem Buntenbock steigen, geht Schulenberg als Verlierer hervor.
Clausthal-Zellerfeld. Der Tourismus in der Berg- und Universitätsstadt wächst. Nicht schnell, aber stetig. Das jedenfalls geht aus Zahlen hervor, die die Kurbetriebsgesellschaft und die Tourist-Informationen jetzt veröffentlicht haben. Demnach gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den Ortschaften.
In den fünf Oberharzer Orten Clausthal-Zellerfeld, Buntenbock, Altenau mit Torfhaus, Schulenberg und Wildemann seien im Jahr 2024 insgesamt 216.811 Anreisen in allen gewerblichen und nicht gewerblichen Unterkünften gezählt worden. Dies entspreche einem Plus von 3,0 Prozent zum Vorjahr. Bei den Übernachtungen liege die Zahl bei 881.792, was ein Plus von 1,8 Prozent darstellt. Die Aufenthaltsdauer in den Oberharzer Orten sei mit 4,1 Tagen nahezu stabil geblieben.
Gesperrte Bramkebrücke hat Folgen
Eine Differenz zwischen den verschiedenen Orten ergibt sich bei den Übernachtungen: Spitzenreiter bei den Übernachtungen ist laut der Pressemitteilung Buntenbock mit einem Plus von 4,5 Prozent. Übernachtungsrückgänge habe Schulenberg zu verzeichnen, mit einem Minus von fünf Prozent. Eine deutliche Steigerung der Übernachtungen im Bereich der Campingplätze/Wohnmobilstellplätze, mit jeweils zweistelligen Zuwachszahlen, würden alle Ortschaften und Ortsteile verzeichnen – bis auf Schulenberg. „Wir merken leider trotz allen Bemühungen deutlich, dass Bauarbeiten an der Infrastruktur in Schulenberg einen großen Einfluss haben und hoffen sehr, dass diese bald beendet sind“, sagt Bettina Beimel, Geschäftsführerin der Kurbetriebsgesellschaft. Damit spielt sie auf die gesperrte Bramkebrücke an.

Die gesperrte Bramkebrücke macht den Schulenbergern zu schaffen. Foto: Neuendorf
Die Teamleiterin der Tourist-Informationen Oberharz, Katharina Dundler, zieht eine positive Bilanz: „Wir sind sehr zufrieden mit den Gästezahlen – vor allem im Vergleich zu anderen Tourismusregionen. Der Winter mit seinem fehlenden Schnee Anfang des Jahres konnte gut ausgeglichen werden. Dies zeigt, dass wir mit unseren Angeboten auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns besonders über neue Übernachtungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel den Campingplatz ‚Wildwood‘ in Zellerfeld. Momentan merken wir viel Bewegung in den Unterkunftsoptionen“, so Dundler.
„Die Zahlen zeigen auch die Wichtigkeit der Schaffung neuer, qualitativ hochwertiger Einrichtungen, die dem aktuellen Standard entsprechen. Dort, wo Angebote überarbeitet werden oder wir Investitionen tätigen, sehen wir im Nachgang oft auch eine Steigerung der Gästezahlen“, ergänzt Beimel.
Angebote werden ausgebaut
Um den Oberharz noch attraktiver für Besucher zu gestalten und damit weitere Übernachtungen zu generieren, sollen im laufenden Jahr auf neue Ideen und bewährte Angebote seitens der Tourist-Informationen Oberharz gesetzt werden. So werde zurzeit an der Digitalisierung von Produkten wie Reiseführer und Gästekarte zur raschen, medialen Umsetzung von Informationen gearbeitet. Das bedeute für Besucher mehr Komfort und bessere Orientierung. Sie sollen dann jederzeit auf relevante Informationen zugreifen können, von Sehenswürdigkeiten bis zu aktuellen Veranstaltungen.
Im Mai wird es wieder das Event „The Game“ geben, bei dem Mensch und Hund als Team ein- oder zweitägig punkten können – diesmal mit der „Edition Hunting“. Walpurgis habe sich als eines der führenden Events etabliert und findet erneut am 30. April im Altenauer Hexenkessel mit erweitertem Programm statt.
Im Juni gibt es das Stadtfest Clausthal-Zellerfeld. Organisiert wird es von den Tourist-Informationen gemeinsam mit der Stadt Clausthal-Zellerfeld sowie der TU Clausthal und der Fachschule für Wirtschaft und Technik, die als Jubilare ihr 250-jähriges Bestehen feiern. Zudem soll die Weihnachtsschicht in Kooperation mit dem Oberharzer Bergwerksmuseum erweitert werden. Weitere Veranstaltungen und Informationen sind auf der Internetseite zu finden: www.oberharz.de.