Warum die Terrorsperren in Goslar erst Ende Januar verschwinden
Ein dicker schmutziger Schneeberg hält sich hartnäckig an den mobilen Terrorsperren in der Innenstadt. Foto: Kleine
Die Terrorsperren in der Goslarer Innenstadt sollten den Weihnachtsmarkt absichern. Sie liegen aber auch einen Monat nach der Adventszeit noch auf den Straßen. Warum?
Mehr Sicherheit bei Veranstaltungen
Goslar kauft mobile Terrorsperren für 270.000 Euro
Der Besitzer eines Ladens in der Fischemäkerstraße richtete sich mit genau dieser Frage über die Funktion „Sag‘s uns einfach“ der Goslar-App an die Stadt. Eine Antwort auf seine Anfrage habe er nicht erhalten. Darüber zeigte er sich enttäuscht: „Was nützt die Goslar-App, wenn man auf Anfragen keine Antwort erhält?“
Kein Hingucker
Die sogenannten „City-Safe“-Sperren blockierten eine Hälfte der Straße und zwangen Touristen und Einwohner, sich über die klappbaren „Armis-One“-Modelle zu drängen.
Weihnachtsmarkt 2025
Schutzkonzept verändert Zufahrten in Goslar
Die Terrorsperren waren auch keineswegs ein Hingucker. Während in der restlichen Innenstadt der Schnee bereits geschmolzen war, türmten sich rund um die Poller dicke, schmutzige und mit Kies bedeckte Schneeberge.
Doch dann kam Bewegung in die Sache: Zumindest die klappbaren Sperren wurden am Mittwoch, 21. Januar, durch Mitarbeiter des Betriebshofs abgebaut.
Doch warum blieben die Sperren so viel länger in der Innenstadt als der Weihnachtsmarkt? „Um den Transportaufwand zu minimieren, sollten die Sperren erst weggeräumt werden, wenn der Betriebshof sein neues Domizil bezogen hat“, erklärt Daniela Siegl, Sprecherin der Stadt.
Verzögerung wegen des Schneefalls
Da sich der Umzug aufgrund des Schneefalls Mitte Januar verzögerte, mussten auch die Poller noch etwas länger in der Stadt verweilen. Mit dem Abbau der Sperren dürfte auch der verschmutzte Schnee bald verschwunden und der Eingang zur Fischemäkerstraße wieder wie gewohnt passierbar sein.
Rund zwei Monate standen die mobilen Terrorsperren in der Innenstadt. Erst Ende Januar wurden sie von Mitarbeitern des Betriebshofes abgebaut. Foto: Schlimme
Die mobilen Schutzsysteme wurden von der Stadt für rund 270.000 Euro angeschafft und Ende November an allen Eingängen in der Innenstadt platziert, um den Goslarer Weihnachtsmarkt vor Terroranschlägen zu schützen. Darüber hinaus sollen sie bei anderen Veranstaltungen wie Konzerten oder dem Altstadtfest für die Sicherheit der Besucher sorgen.
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