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Stadt nimmt das Projekt ab

GZ Plus IconNeue Anlage: Harzer können jetzt Biken und Skateboardfahren

Die neue Skateranlage auf dem Multifunktionsplatz in der Von-Langen-Straße wird schon zum Start gut angenommen.

Die neue Skateranlage auf dem Multifunktionsplatz in der Von-Langen-Straße wird schon zum Start gut angenommen. Foto: picture alliance/dpa | Jan Woitas (Symbolbild)

Sie ist neu, sie war teuer und sie wird kräftig genutzt: Die Skateboardanlage auf dem Multifunktionsplatz erfreut sich großer Beliebtheit. Doch wie geht es weiter?

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Von Michael Eggers
Dienstag, 24.03.2026, 04:00 Uhr

Braunlage. Das Gelächter ist bereits von weitem zu hören, die Abrollgeräusche der Roller hingegen sind leise und kaum wahrnehmbar. Ein Junge auf einer Art BMX-Rad nimmt Anlauf, zieht das Vorderrad hoch und landet sauber auf dem Beton. Der neue Skateboardplatz in Braunlage ist noch nicht einmal offiziell eröffnet, da wird er längst intensiv genutzt.

Rechtzeitig zu Beginn der Osterferien ist die Anlage fertiggestellt und wird bereits von der Jugend gut besucht. Bürgermeister Wolfgang Langer (Bürgerliste) hatte in der Ratssitzung angekündigt, die Fläche auf dem Multifunktionsplatz müsse noch vom zuständigen Ingenieurbüro abgenommen werden, und dann stehe einer Nutzung nichts mehr im Weg. Das ist nun offenkundig der Fall. Die offizielle Eröffnung allerdings sei erst für den Mai geplant, erklärte Langer in der Sitzung weiter.

Die Linien mitgestrichen

Die Fertigstellung hatte sich immer wieder verschoben. Zunächst sollte die 524.000 Euro teure Anlage bereits im Oktober eröffnet werden und dann im November. Schließlich hatte es im vergangenen Jahr nicht mehr geklappt, und nach der Schneeschmelze gingen die Arbeiten Anfang dieses Jahres weiter. Der neue Stadtjugendpfleger hatte zuletzt mit Hand angelegt. „Ich habe unter anderem die Linien mitgestrichen“, erklärte Pavel Rössiger.

Freude herrscht bei den Braunlager Kindern und Jugendlichen über die neue Anlage, von denen viele sie am Wochenende gleich ausprobierten. Es waren vor allem Dutzende von Rollerfahrern unterwegs. Ihnen bereitete es sichtlich viel Spaß, die noch unbekannten Hindernisse zu bewältigen und kennenzulernen. Skateboardfahrer und Inliner waren hingegen noch nicht so viele unterwegs. Der neue Stadtjugendpfleger, der „dem Alter entsprechend“ ein begeisterter Skateboardfahrer ist, will den Kindern und Jugendlichen diesen Sport näherbringen, wie der 37-Jährige mitteilt.

Großzügige Spenden

Für den Bau der Anlage, die der Hannoveraner Architekt David Jablonski von der Firma Endboss geplant hat, bekomme die Stadt Braunlage Fördergeld vom Amt für regionale Landesentwicklung in Höhe von 265.000 Euro, teilt Kämmerer Enrico Gessing auf Anfrage mit. Für die Anlage selbst hatte der Rat zunächst mit Kosten von 470.000 Euro kalkuliert, da seien aber die Nebenarbeiten nicht mit enthalten gewesen.

Die 524.000 Euro seien entstanden, weil bei dem Vorhaben der Bau von Entwässerungsleitungen notwendig geworden sei. Insgesamt hat sich die Stadt den Multifunktionsplatz an der Ecke Flurweg/Von-Langen-Straße bislang 677.000 Euro kosten lassen und dafür Fördermittel von 331.000 Euro erhalten, berichtet Gessing weiter.

Der Platz verfügt neben der Skateranlage unter anderem auch über Fitnessgeräte, Basketballkörbe und Hockeytore, eine Tischtennisplatte, einen Fahrradparcours, eine Doppelschaukel und eine Hangwellenrutsche sowie einen Unterstand, unter dem die Jugendlichen, die sich schon vorrangig auf dem Platz treffen, vor Regen geschützt sind.

Und nicht nur die Stadt hat einiges an Geld in den Platz investiert. Dank der Zusammenarbeit zwischen Kinderschutzbund und Kommune haben auch einige Unternehmen und Privatleute großzügig dafür gespendet.

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