Kommentar: Ein Schwimmbad als Wahlkampfgeschenk?
Wenn die Politik signalisiert, das Silberbornbad finanziell zu unterstützen, darf das nicht einfach nur ein Wahlkampfgeschenk sein, sagt GZ-Redakteur Holger Schlegel in einem Kommentar.
Bad Harzburg. Wer das Silberbornbad erhalten will, muss Geld in die Hand nehmen. Wer das nicht will, muss den Mut haben, es auch zu sagen. Im Jahr der Kommunal- und Bürgermeisterwahl greift die Politik erwartungsgemäß zur populären Variante: Sie gibt sich großzügig und signalisiert, die Taschen zu öffnen. Das war lange ein Tabu. Nun könnte es fallen – aus gutem Grund.
Holger Schlegel Foto: GZ
Immerhin wird jetzt offenkundig endlich ein Zeichen gesetzt: Das Silberbornbad ist kein Betriebsunfall der KTW, sondern eine politische Entscheidung. Die Frage lautet nicht, ob es Geld kostet, sondern wen es Geld kostet. Wenn die KTW dieses Geld nicht mehr aufbringen können, bleibt nur noch die Stadt. Oder halt die Schließung.
Die freigiebigen Wahlkämpfer sollten sich allerdings über eines im Klaren sein: Ein städtischer Zuschuss ist kein Einmalbonus. Wer das Silberbornbad dauerhaft erhalten will, muss es auch dauerhaft finanzieren. Alles andere wäre nur ein teures Wahlkampfgeschenk auf Steuerzahlerkosten, um die Bad Harzburger eine zeitlang zu beruhigen.
Fragen an den Betreiber
Öffnet das Harzburger Silberbornbad dieses Jahr überhaupt wieder?
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