Wasser: Vom Lebenselixier bis zur Lebensgefahr
Im Sommer 2017 ist die Lage an der Abzucht mehr als kritisch. Eine Lehre daraus: Ein Frühwarnsystem soll die Altstadt sicherer machen. Foto: Epping (Archivbild)
Der Arbeitskreis Lokale Seniorenwoche lädt vom 12. bis 20. Juni zu fünf Veranstaltungen ein. Nach dem Karl-Wiehenkel-Konzert in der Kaiserpfalz gibt es Ausflüge, bei denen das Thema Hochwasserschutz im besonderen Fokus steht.
Goslar. Für die 25. Lokale Seniorenwoche hat sich der vorbereitende Arbeitskreis ein Thema ausgesucht, das es in sich hat. „Unsere Wasserwelten“ assoziiert manch einer vielleicht mit einem Vergnügungspark, des Pudels Kern ist ein anderer – es geht um die Hochwasser-Gefahrenlage sowie um Wasser als Überlebensnotwendigkeit. Die geplanten Ausflüge führen deshalb dieses Jahr zum THW, zur Feuerwehr, zur Kläranlage und zum Herzberger Teich.
Den Auftakt macht am Donnerstag, 12. Juni, erst einmal die Musik. Um 17 Uhr wird ins Karl-Wiehenkel-Konzert in die Kaiserpfalz eingeladen. Dort präsentiert sich ein altbekanntes Ensemble mit neuem Programm: Das Bremer Kaffeehaus-Orchester ist zu Gast. Traditionell wird nach der Pause, vor Beginn des zweiten Konzertteils, der Karl-Wiehenkel-Preis an jemanden verliehen, der sich um die Altenhilfe in Goslar verdient gemacht hat. Der Eintritt kostet fünf Euro, Karten dafür gibt es ab der nächsten Woche im GZ-Pressehaus sowie im Bürgerbüro Vienenburg.
Rat macht sich rar
In den druckfrischen Flyern wird aufs Programm der Seniorenwoche hingewiesen, wobei der vorbereitende „Arbeitskreis“ am Schluss aus zwei Personen bestand, wie Siegfried Rey kritisch anmerkte; Kreisbildung unmöglich. Der Leiter der Seniorenvertretung, der Hand in Hand mit Susanne Friedrichs von der Stadt Goslar zusammenarbeitet, vermisst die früher einmal übliche Beteiligung aus den Reihen der Ratsfraktionen.
Blick hinter die Kulissen
So galt es, viel Arbeit auf wenig Schultern zu verteilen. Die Ausflüge stehen. Den Anfang macht hier ein Besuch beim Technischen Hilfswerk (THW) in Goslar. Die Bundesanstalt ist in der Kaiserstadt mit einer eigenen Ortsgruppe vertreten, die in der Alten Heerstraße beheimatet ist. Die Besichtigung beginnt mit einer Führung durch den Fahrzeugpark, der die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten bei diversen Notlagen und Katastrophen zeigt. Ortsbeauftragter Holger Zietz berichtet über die Arbeit und Organisation des THW. Die Pläne der Stadt Goslar in Sachen Hochwasserschutz erläutert anschließend Dirk Sielaff (Umwelt und Gewässerschutz). Es gibt Gelegenheit zu Nachfragen und zum Austausch – und zu einem Imbiss.
Interessante Informationen
Am Dienstag, 17. Juni, steht eine Besichtigung der Freiwilligen Feuerwehr Goslar auf dem Plan. Wie funktioniert die „Freiwillige Hochwasserhilfe“? Und was hat es mit dem „Beaver Damm“ auf sich? Wer mitfährt, erfährt es. Am Mittwoch, 18. Juni, wird die Kläranlage in der Halberstädter Straße besichtigt, die eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf spielt; Mitfahrenden werden zudem die Phasen der Wasseraufbereitung nahe gebracht. Im Anschluss an beide Ausflüge gibt es Kaffee und Kuchen.

Wie friedlich liegt sie da: Die Abzucht mit den Abzuchtblumen ist ein beliebtes Fotomotiv und hat es 2016 auch in den Bergkalender geschafft. Foto: Schenk
Wer am Freitag, 20. Juni, mit zum „Herzer“ möchte, muss gut zu Fuß sein; um sicheres Schuhwerk wird gebeten, für Rollstuhlfahrende ist dieses Angebot nicht geeignet. Der Ausflug führt zunächst zu den Eindickern am Rammelsberg und von dort über den Staudamm auf die andere Seite des Herzberger Teiches. Thema der Tour ist „die Wässer des Rammelsberges“, Erläuterungen aus bergmännischer Sicht gibt Herbert Westermann. Am Teich entlang geht es etwa zwei Kilometer bis zum „Kinderbrunnen“, wo zu Kaffee, Kuchen und Gesprächen eingekehrt wird.
Fahrservice per Bus
Die Teilnahme an den Ausflügen kostet jeweils fünf Euro. Ein Fahrdienst wird organisiert. Am Montag, Dienstag und Mittwoch startet der Bus jeweils um 12.30 Uhr an der Haltestelle „Bahnhof Vienenburg“ Richtung Goslar; am ZOB angekommen, geht es von dort um 13 Uhr weiter zum THW, zur Feuerwehr und zur Kläranlage. Die Rückfahrt zum ZOB und weiter nach Vienenburg ist für jeweils 17 Uhr vorgesehen. Der Ausflug zum Bergwerk und zum Herzberger Teich beginnt mit der Abfahrt in Vienenburg um 14.15 Uhr, weiter geht es um 14.30 Uhr zum Bergwerk. Um 17 Uhr holt der Bus die Teilnehmer am Parkplatz vor dem Eingangstor wieder ab.
Für die Teilnahme an den Ausflügen sind Anmeldungen in den Bürgerbüros in Goslar oder Vienenburg erforderlich. Weitere Auskünfte erteilt die Stadt unter Telefon (05321) 704341.
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