Millionenprojekt: Sanierungspläne für Schladens Werla-Sporthalle
Die große Sporthalle an der Werla-Schule ist Baujahr 1978. Ihre gebäudetechnische Ausstattung entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik, zudem kennzeichnet das Bauwerk eine schlechte energetische Qualität. Foto: Gereke
Der Kreis plant die Sanierung von Schladens großer Werla-Sporthalle und hofft auf eine Förderung. Wie viel Geld fließen könnte und was die Pläne für die Nutzer bedeuten.
Schladen. Der Landkreis Wolfenbüttel plant die Sanierung der großen Sporthalle an der Werla-Schule – nicht nur ein Millionenprojekt, sondern auch ein Einschnitt für die Nutzer der Halle. Der Kreistag gab jetzt der Verwaltung den Auftrag, Fördergelder für das Vorhaben beim Bund zu beantragen.
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Sollte Wolfenbüttel den Zuschlag für Fördergelder bekommen, dann wäre das ein richtiger Schluck aus der Pulle. Die Gesamtkosten einer Sanierung beziffert eine Planskizze mit rund sieben Millionen Euro. Für den Landkreis ist eine Förderquote von bis zu 45 Prozent durch Bundesmittel möglich. Heißt: Der Eigenanteil würde dann bei rund 3,85 Millionen Euro liegen. Die Förderung würde aus der ersten Tranche der sogenannten „Sportmilliarde“ stammen, die 333 Millionen Euro im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ bereitstellt.
Teilsanierung kommt nicht in Frage
Vorab hatte eine Prüfung des Amtes für Gebäudewirtschaft zwar Einzelmaßnahmen verschiedener Liegenschaften identifiziert und ihre Sanierung als wünschenswert erachtet, sie erreichten aber nicht das vorgeschriebene Finanzvolumen als Einzelprojekte. Entsprechend zog im Anschluss die Behörde verschiedene Kriterien heran, um zu ermitteln, welche landkreiseigenen Sporthallen überhaupt für die Inanspruchnahme der Förderung in Frage kommen würden. Dabei ging es um den aktuellen Zustand der Sporthallen, die langfristige Nutzung, die Möglichkeiten einer Sanierung oder auch die Nutzerzahlen durch Schulen und Sportvereine.
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Im Ergebnis kam die Kreisverwaltung eben zu jenem Schluss, dass für die Sanierung der großen Sporthalle der Werla-Schule in Schladen beim Bund eine Projektskizze eingereicht werden soll, um für eine Komplettsanierung in den Genuss einer Förderung zu kommen. Eine Teilsanierung der großen Sporthalle in Schladen kommt aus Sicht der Gebäudewirtschaft aus bautechnischen und wirtschaftlichen Aspekten nicht in Frage, heißt es seitens des Landkreises.

Die große Werla-Sporthalle in Schladen befindet sich direkt an der Werla-Schule. Foto: Gereke
Die Halle kennzeichnet eine abgängige Flachdachabdichtung, die gebäudetechnische Ausstattung entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik zudem kennzeichnet das Gebäude aus dem Jahr 1978 eine schlechte energetische Qualität, begründet Wolfenbüttels Kreissprecher Andree Wilhelm auf GZ-Nachfrage den Sinn einer Komplettsanierung. Darüber hinaus sei auch die Modernisierung aller anderen abgängigen Bereiche und Bauteile geplant – inklusive Sanitärbereich und Hallenboden, schiebt Wilhelm nach.
Bauzeit von bis zu drei Jahren
Wenn alles klappt, könnte laut Kreissprecher die Sanierung 2027 starten. Der Kreis geht von einer Dauer von zwei bis drei Jahren aus. „Während der Baumaßnahme ist in dieser Halle keinerlei Nutzung durch Vereine oder Schule möglich“, betont Wilhelm.
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Heißt: Ob Weihnachtsturnen des MTV Jahn oder Hallenfußballcup – traditionell in der großen Schladener Doppelturnhalle stattfindende Veranstaltungen wird es so wie bisher dann nicht geben können. Laut Sitzungsvorlage, die der Kreistag einstimmig annahm, beschließt der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bis voraussichtlich Ende Februar über die zur Antragsstellung vorgelegten Projekte.

Während der Sanierungsphase wird es in der Schladener Halle keine vollbesetzten Zuschauerränge geben können – so wie hier beim Weihnachtsturnen des MTV Jahn. Foto: Gereke (Archiv)
In den vergangenen Jahren hatte die große Werla-Sporthalle immer wieder mal für Schlagzeilen aufgrund baulicher Mängel gesorgt. So tropfte es 2010 durchs Dach der Halle aufs Spielfeld – die Halle musste gesperrt, ein großes Hallenfußballturnier abgesagt werden. Auch im April 2024 war sie in der GZ wieder Thema – allerdings aus anderen Gründen. Ein Rolltor, das die Unterstellplätze für Geräte verschließt, war damals aus der Führung gesprungen. Weil das eine Gefahr für Nutzer der Halle hätte bedeuten können, blieb sie für den Vereinssport zunächst gesperrt. In der Folgezeit waren alle Rolltore ausgetauscht worden.
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