Wie ein alter Lutteraner Rodelhang wieder mit Leben erfüllt wird
Piste frei, der Spaß beginnt: Bei strahlendem Sonnenschein geht es auf allerhand Gefährten den schneebedeckten Hang hinab. Foto: Biener
Zu einer gelungenen, spontanen Veranstaltung ohne große Vorbereitungszeit bedarf es nicht viel, wenn nur die Rahmenbedingungen stimmen – das zeigen die Lutteraner.
Lutter. Oh, wie war das schön, so etwas hatte Lutter lange nicht gesehen... Zu einem spontanen Rodel-Nachmittag fanden sich die Lutteraner am Sonntagnachmittag im Graffel ein. Ein Ereignis, das auf eine Idee aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr zurückging. Und die äußeren Bedingungen hätten besser nicht sein können, die Menschen strömten an die präparierte Piste.
Wintersportort Lutter: Eine große Zuschauergruppe verfolgt vom Pistenrand das Geschehen. Foto: Biener
Der Post im Internet zu der Veranstaltung verbreitete sich wie ein Lauffeuer – und der Winter-Traum-Tag mit Schnee, Sonne und Kälte bildete den Rahmen. „Eigentlich wollten wir im Rahmen eines Kameradschaftsabends nur ein bisschen rodeln gehen – und daraus entstand die Idee, doch ganz einfach etwas fürs Dorf zu machen“, berichtet Lutters Ortsbrandmeister Maxilian Seifert. Der Bodensteiner Landwirt, der die Rodelhang-Fläche gepachtet hat, gab grünes Licht, und tags zuvor, nachdem Wintersturm Elli abgeklungen war und reichlich Pulverschnee gebracht hatte, erfolgte zunächst das Verdichten der weißen Pracht auf dem Hang am Veilchenberg zwischen Lutter und Ostlutter mit dem Trecker.

Es muss nicht immer Schlitten oder Bob sein, um auf der Schneepiste den Hang hinunterzurutschen. Foto: Biener

Emma Klapproth saust mit ihrem Snowboard ins Tal. Foto: Biener

Crash! Boom! Bang! So manch eine Fahrt endet für die Beteiligten im Schnee. Foto: Gereke

Die Feuerwehr hat auf den Rädern ihrer Fahrzeuge Schneeketten aufgezogen. Foto: Gereke

Testfahrten: Wie viele Personen finden auf einem Schlitten Platz? Foto: Gereke

Der Rodel-Nachmittag erfreut Klein und Groß. Foto: Biener

Die Sonne verwandelt das Lutter-Becken in ein Winter-Wonderland. Foto: Gereke
Wer weiß, wann Lutter wieder einmal zu solch einem Pistenspaß zusammenkommen kann... Nach den Glatteis-Warnungen vom Montag soll es erst einmal wärmer werden – die weiße Pracht taut und ein erneuter Wintereinbruch dieser Dimension ist erst einmal nicht in Sicht. Aber wenn der Rahmen passt, würde die Feuerwehr wieder die Initiative ergreifen wollen. „Dann sind wir die letzten, die so etwas nicht unterstützen würden“, sagt Seifert und ergänzt: „Einige sprachen schon scherzhaft davon, dass wir uns im Dorf eine Schneekanone anschaffen sollten.“
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