Mit welchen Kandidaten die SPD in Goslar ins Rennen gehen will
Gut bei Stimme und gut für viele Stimmen: Martin Mahnkopf (l.) ist nicht nur Fraktionschef und Kulturausschusschef, sondern auch Rampensau und Sänger von Blind Date. Foto: Epping (Archiv)
2021 war die SPD mit Abstand die stärkste Partei bei der Goslarer Ratswahl. Warum das Ergebnis so nicht wiederholbar ist und wer vermutlich 2026 antritt, verrät die GZ.
Goslar. Was reißen die Gose-Genossen bei der nächsten Ratswahl am 13. September? Auch wenn sie mit ihrer Liste offenkundig ziemlich weit vorneweg marschieren und dem Vernehmen nach schon in der ersten Februar-Hälfte ihre Kandidaten nominieren wollen, muss niemand prophetische Gaben haben, um einer stets maximal selbstbewussten Goslarer SPD vorauszusagen, dass sie wohl kaum an das Ergebnis von vor fünf Jahren heranreichen wird.
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Wird im Juni 82 Jahre alt: Vienenburgs Ex-Bürgermeister Manfred Dieber lässt es jetzt gut sein mit der Politik. Foto: Privat (Archiv)
Schwerdtner fällt aus
Heißt aber fünf Jahre später: Schwerdtner ist nach der Wahlpanne bis 2031 im Amt. Ein Oberbürgermeister wird nicht gewählt. Mit dem aktuellen Fraktionschef und Vienenburger Ortsvorsteher Martin Mahnkopf dürfte der neue Spitzenkandidat feststehen. Er kam 2021 mit 2665 Stimmen auf das zweitbeste Ergebnis überhaupt. Von den gewählten Genossen von einst fehlen bereits der nach Bad Harzburg umgezogene Ex-Ratsvorsitzende Eckhard Wagner, der unmittelbar nach der Wahl politisch abgewanderte Giovanni Grazinao und die Lengder Ortsvorsteherin Lisa Lüke, die mehr Zeit für die junge Familie brauchte – aber vielleicht an ein Comeback denkt?

Eine Legende verlässt das Gelände? Von wegen: Goslars früherer Verwaltungsvize Burkhard Siebert will jetzt politisch wieder mitspielen. Foto: Kempfer (Archiv)
Wer macht nach 2026 nicht mehr mit? Die GZ hat sich umgehört. Als sichere Abgänge gelten der frühere Vienenburger Bürgermeister und Ratsvorsitzende Manfred Dieber und die Okeraner Kita-Chefin Anja Voges als potenzielle Polit-Pensionäre. Dafür kehrt der Verwaltungspensionär, Parteivize und GSC-Präsident Burkhard Siebert in neuer Rolle ins Spielgeschehen zurück. Ebenfalls Parteivize und ehrgeizig ist Donata Prietz, die als Vorsitzende des Kita-Stadtelternrates bereits als geborene Nachfolgerin von Bürgermeisterin Renate Lucksch in Bildungsfragen gehandelt wird.
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Oker-Flaggschiffe und ein Ärzte-Duo
Das Oker-Flaggschiff Jens Kloppenburg bleibt ebenfalls auf Kurs. Beim Stadtteilkollegen Erol Gültepe scheint es egal zu sein, auf welchen Listenplatz er verfrachtet wird. Das Ärzte-Duo Niels Gehrmann und Dr. Christine Rose hält sich auf der Rathausdiele zwar verbal eher zurück, ist aber für viele Wählerstimmen gut. Die Harzer SPD-Chefin Annett Eine dürfte zwar die meisten Kräfte auf ihre Chefinnen-Rolle in der Kreistagsfraktion setzen und weiterhin auch Landtagsambitionen hegen, falls Christoph Willeke irgendwann einmal auf die Bundesebene wechseln sollte, wie es nicht nur Harlingeröder Spatzen von Wahlkreisdächern pfeifen. Aber von Jürgenohl kann und will Eine auch nicht lassen.

SPD-Vize und Kita-Elternratsvorsitzende Donata Prietz macht auf einer Mai-Demo bei Bildungsfragen eine gute Figur. Foto: Epping (Archiv)
Was ist noch spannend? Wenn schon Ex-Frontmann Detlef Vollheyde bei der Bürgerliste aussteigt: Was macht eigentlich Klaus-Ulrich Bock, der 2021 die drittmeisten Bürgerlisten-Stimmen holte, aber mit SPD-Ticket Wiedelahs Ortsvorsteher wurde? Und es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass auch eine Grundschulrektorin auf der Liste stehen könnte, nachdem außer SPD und FDP im Schulgrenzenstreit niemand mehr Wert auf Schulleitungsexpertise legen wollte.
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