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Kommunalwahl in Goslar

GZ Plus IconPeggy Plettner-Voigt tritt für die Linke als Landratskandidatin an

Frau mit langen, lockigen Haaren hält ein Mikrofon vor blauem Hintergrund.

Bereit für den Wahlkampf: Peggy Plettner-Voigt kandidiert für das Landratsamt. Foto: Epping

Peggy Plettner-Voigt will für die Goslarer Linken zur Landratswahl antreten. Welche Themen die Politikerin umtreiben und was sie im Landkreis umsetzen will.

Von Petra Hartmann Dienstag, 24.03.2026, 04:00 Uhr

Goslar. Die Partei Die Linke will mit Peggy Plettner-Voigt an der Spitze in den Kommunalwahlkampf ziehen. Auf ihrer Jahreshauptversammlung im Höfe-Forum sprachen sich die Mitglieder einstimmig für die Kandidatur Plettner-Voigts für die Position der Landrätin des Landkreises Goslar aus. Sie war die einzige Bewerberin um diesen Posten.

In ihrer Bewerbungsrede betonte sie: „Auch in unserem Landkreis sind die Auswirkungen der Krisen im Alltag vieler Menschen deutlich spürbar: wachsende wirtschaftliche Unsicherheit, weniger verlässliche Arbeitsplätze vor Ort und Veränderungen im gesellschaftlichen Leben. Umso wichtiger ist es, jetzt gegenzusteuern – mit einer starken öffentlichen Daseinsvorsorge, einer sozial gerechten Gestaltung des Wandels und einer klaren Haltung gegen den Rechtsruck, damit der gesellschaftliche Zusammenhalt erhalten bleibt.“

Eine starke Stimme für die Frauen

Ganz wichtig sei ihr bei ihrer Kandidatur, „den Frauen unseres Landkreises eine starke Stimme zu geben und sie zu ermutigen, sich selbst politisch einzubringen – denn ihre Perspektiven fehlen noch viel zu oft in politischen Entscheidungen.“ Plettner-Voigt wies darauf hin, dass der Frauenanteil im Kreistag nur bei 28 Prozent liegt. „Das zeigt mir deutlich: So kann es nicht bleiben. Frauen stellen mehr als die Hälfte der Bevölkerung – und genau das gibt mir die Kraft und den Antrieb, hier etwas zu verändern.“

Was sie weiterhin beschäftige: „Ich erlebe, dass Kinder, Jugendliche und Familien zu wenig gehört werden. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müssen wir den Fokus stärker auf ihre Lebensbedingungen und echte Mitbestimmung setzen – denn sie prägen die Zukunft unseres Landkreises.“

Die 56-Jährige ist gebürtige Osterwieckerin und ausgebildete zahnmedizinische Fachangestellte. 2021 trat sie den Linken bei. Sie sitzt seit November 2021 für die Partei im Kreistag und ist seit März 2023 Mitglied im erweiterten Landesvorstand. Außerdem ist sie zusammen mit Michael Ohse Kreisvorsitzende der Linken im Landkreis Goslar. Vor allem ist die dreifache Mutter den Goslarern als Bildungspolitikerin bekannt, besonders durch ihre Tätigkeit als Kreiselternratsvorsitzende und auch im Landeselternrat.

Zwei Bürgermeister-Kandidaten

Person mit langem roten Bart, grüner Strickmütze und schwarzer Jacke mit Aufschrift.

Thore Reincke kandidiert als Bürgermeister für Seesen. Foto: Privat

Ebenso einstimmig fiel das Votum für die Bürgermeisterkandidaten aus: Thore Reincke wird in der Stadt Seesen kandidieren (GZ berichtete), Tobias Schwerdt tritt in Clausthal-Zellerfeld an.

Schwerdt, der in Abwesenheit gewählt wurde, ist bereits seit 2021 Mitglied im Rat der Stadt Clausthal-Zellerfeld und engagiert sich in der Glückauf-Gruppe.

In seiner Kandidaturrede machte Thore Reincke deutlich, welche Schwerpunkte er für Seesen setzen möchte: „Seesen braucht eine Politik, die nah bei den Menschen ist. Mir ist wichtig, die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterzuentwickeln, soziale Angebote zu stärken und dafür zu sorgen, dass sich alle Generationen hier gut aufgehoben fühlen.“

Arbeit am Kommunalwahlprogramm

Ein weiterer Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung war die inhaltliche Vorbereitung des Kommunalwahlprogramms 2026–2031. Seit August 2025 haben die Linken in mehreren Arbeitsgruppen einen Programmentwurf für den Landkreis Goslar erarbeitet. Dieser wird derzeit an die Parteimitglieder sowie an potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für die offenen Listen versandt. Die Verabschiedung des finalen Wahlprogramms ist für eine weitere Versammlung am 22. April geplant, sodass alle Kandidaten und Kandidatinnen mit einem gemeinsamen politischen Fundament in den Wahlkampf starten können.

Die Kandidatenlisten für den Kreistag sowie für die Stadt- und Gemeinderäte will die Partei auf der ersten Wahlversammlung am 6. Mai aufstellen.

Außerdem gab es auf der Mitgliederversammlung Nachwahlen für den Kreisvorstand: Tobias Habermann gehört nun als neuer Beisitzer dem Gremium an.

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